Praktischer Gedankenanstoß für Eltern

(werbung)

Es ist kaum zu glauben, aber erhöhte Cholesterinwerte spielen bei Kindern immer öfter eine Rolle. Etwa 5 % aller Kinder und Jugendlichen weisen bedenkliche Cholesterinwerte auf (Quelle 1). Nicht in jedem Fall ist eine Behandlung mit Medikamenten sinnvoll. Oft genügt eine Umstellung der Lebensgewohnheiten. Alle Eltern dürfen an dieser Stelle die Ohren spitzen, denn unbefriedigende Cholesterinwerte werden nicht in jedem Fall vererbt. Ist eine regelmäßige Kontrolle der Werte empfehlenswert? Wir haben uns auf die Suche nach Antworten gemacht.

Immer noch ein Tabuthema: Erhöhter Cholesterinspiegel bei Kindern

Childhood obesity. Overweight boy sitting alone on a seesaw
Gesunde Kinder? | © aleutie – Fotolia.com

Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen in Deutschland zu den häufigsten Todes- und Krankheitsursachen. Diese Krankheiten sind Folgeerscheinungen der Atherosklerose, welche sich aufgrund verschiedener Risikofaktoren entwickeln kann.

Erhöhte Cholesterinwerte beeinflussen die Ausbildung in einem besonderen Maße. Studien zeigen, dass in Familie mit offensichtlichen Risikofaktoren oder Hinweise auf Herzkreislauferkrankungen auf jeden Fall der kindliche Cholesterinwert regelmäßig kontrolliert werden sollte. Wenn in der Familie keine Krankheiten aufgetreten sind, ist im 10. Lebensjahr die einmalige Kontrolle empfehlenswert.

Nach Angaben der DGFF entstehen erhöhte Cholesterinwerte bei Kindern bereits durch ungünstige Lebensgewohnheiten, welche im Endeffekt schwerwiegende Spätfolgen nach sich ziehen können. Die Bestimmung des Wertes erfolgt über eine Blutentnahme aus der Fingerkuppe und ist in wenigen Sekunden erledigt. Im Ergebnis setzt er sich zusammen aus dem LDL-Cholesterin (ungünstiger Wert) und dem HDL-Cholesterin (günstiger Wert). Diese geben Aufschluss über mögliche Risikofaktoren, welche den Alltag der Kinder später ungünstig belasten könnten. Immerhin gehen bei diesem Test 95 von 100 Kinder mit positiven Ergebnissen aus der Arztpraxis. Nun stellt sich die Frage, was passiert, wenn das eigene Kind zur Risikogruppe gehört.

Was ist aber, wenn die Kontrolle negativ ausfällt?

In den meisten Fällen beruhigt der Arzt die Eltern, indem darauf hinweist, dass in späteren Jahren ein Risiko für Herzkreislauferkrankungen besteht. Auf Grundlage der Cholesterinwerte bestätigt der Arzt eine Fettstoffwechselstörung. Diese ist auf den ersten Blick nicht gefährlich und wird nicht behandelt. Dennoch empfehlen Fachkräfte eine gezielte Senkung der Cholesterinwerte im kindlichen Blut. Dies kann nur erfolgen, wenn alltägliche Lebensgewohnheiten angepasst werden.

Ausflüge an der frischen Luft sind dabei ein Ansatz. Darüber hinaus eignet sich eine fettfreie Ernährung, welche gezielt auf versteckte Fette und Öle in Fertigprodukten & Co. verzichtet. Nach Angaben des DGFF sind es nur wenige Produkte, die nicht mehr auf den Speiseplan gehören. Des Weiteren bietet es sich an, diese Umstellung als spannende Möglichkeit zu sehen, neue Wege mit der gesamten Familie zu beschreiten.

 

Früher an Später denken

Anstatt zu erschrecken, sollten sich Eltern einfach der Tatsache stellen und erhöhte Cholesterinwerte bei Kindern als Chance sehen. Der Körper gibt auf diese Weise ein eindeutiges Signal. Spätfolgen aufgrund dieser Werte können vor allem in einem noch so frühen Stadium der Kindheit effektiv vermieden werden.

Schließlich sollten wir Eltern nicht vergessen, dass wir für das nachhaltige Wohl der Kinder verantwortlich sind. Es ist unsere Aufgabe, bereits in den ersten Lebensjahren den Sprösslingen wichtige Inputs für ihr späteres Leben mit auf den Weg zu geben.

Ja, vielleicht probieren sie während Pubertät und anderen Experimentierphasen eigene Wege aus. Schlussendlich legen wir ihnen jedoch ein beachtliches Potenzial bereits mit in die Wiege. Erhöhte Cholesterinwerte bei Kindern gehören ähnlich wie die Kurzsichtigkeit zu den Phänomenen einer Welt, die sich immer mehr durch Technik und Fortschritt bestimmen lässt. Es liegt in unseren Händen, den Erwachsenen von Morgen alternative Lebensgewohnheiten mit auf den Weg zu geben und Möglichkeiten zu eröffnen, damit sie sich genau diesen Zusammenhängen bewusst werden.

 

 „Jeder sollte seine Cholesterinwerte kennen“

00_Initiativen-Logo_Cholesterin_peroenlich_nehmenUm gemeinsam Aufklärungsarbeit zu leisten, haben die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen DGFF (Lipid-Liga) e.V., die CholCo e.V.: Patientenorganisation für Patienten mit Familiärer Hypercholesterinämie oder anderen schweren genetischen Fettstoffwechselstörungen und das Unternehmen Sanofi in Deutschland die Initiative„Cholesterin persönlich nehmen. Risiko senken zählt“ gegründet.

 

 

Initiative
www.cholesterin-­persoenlich-­nehmen.de

sanofi

 


 

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