Männer im Haushalt mit Kindern – Wie viel helfen Männer im Haushalt?

Haushaltsplan für gestresste Familien – Damit der Alltag nicht zur Belastung wird

Steht Familiennachwuchs an, freuen sich beide Eltern auf dieses einschneidende Erlebnis in ihrem gemeinsamen Leben. Die Familie wird größer, wächst enger zusammen und erlebt ein wunderbares Ereignis. Da vernachlässigt man doch gern die leidigen Pflichten und das enorme Pensum, das auf Mama und Papa zukommt.

Die Welt der Hormone und Gedanken bei allen frisch gebackenen Müttern spielt vollkommen verrückt. Kein Wunder, wenn sich Haushalt, Aufgaben, der wachsende Berg Wäsche und die unzähligen Verpflichtungen schnell zu einem unüberwindbaren Hindernis erheben, das jegliche Freude im Keim erstickt.

Urheber: alenkasm / 123RF.com

 

Wir liefern in diesem Ratgeber Tipps und Hinweise für praktische Hilfe im Haushalt nach der Geburt und finden einen Weg raus aus dem Dschungel schmutziger Wäsche, Fläschchen und Kindergebrüll.

 

Wie frischgebackene Eltern die Hausarbeit erledigen?

Nicht nur kurz nach der Geburt steht Euer Kind eigentliche im Mittelpunkt und bestimmt den gesamten Tagesablauf. Nicht zuletzt aufgrund der veränderten und außergewöhnlichen Schlaf- und Ruhezeiten gerät der natürliche Rhythmus aus den Fugen. Zudem bilden die vielen neuen Aufgaben für Mütter und Väter enorme Hürden. Schlussendlich hat der Tag gerade einmal 24 Stunden – für viele nicht genug, um Wohnung oder Haus zu bewältigen, den Blick bei den lieben Kleinen zu behalten und sich selbst ein paar ruhige Minuten zu können.

 

Um die eigentliche Misere und den Kreislauf noch einmal zu verdeutlichen, werfen Sie einen Blick auf das folgende Szenario:

Lisa und Paul sind Eltern geworden. Sie haben den kleinen Tim bekommen. Tim ist ein wirklicher Sonnenschein und das ganz große Familienglück. Lisa hat dennoch die Hausarbeit unterschätzt. Als Tim Mal wieder eines seiner Schläfchen gehalten hat, möchte sie die Gelegenheit nutzen, um etwas klar Schiff zu machen. Sie schnappt sich das Frühstücksgeschirr und geht motiviert in die Küche. Hier wird sie mit der Spülmaschine, herumliegenden Geschirrtüchern, ein paar Anträgen für den Kindergarten und dem Kochgeschirr von gestern Abend konfrontiert. Sie grübelt, mit was sie anfangen will, greift sich in einem Moment einen schmutzigen Teller und springt im anderen Moment mit den Geschirrtüchern in den Waschraum. Dann hört sie aus dem Babyphone ihren kleinen Tim schreien und schon hat sich der gute Vorsatz in Wohlgefallen aufgelöst.

 

So oder so ähnlich dürften die Szenen in vielen Familien ablaufen. Die Obhut für ein kleines Baby nimmt die volle Aufmerksamkeit der Eltern für sich ein. Zu guter Letzt hat keine Mama die Gelegenheit, sich auch einmal ein paar Minuten mit etwas Ruhe zu gönnen, wenn Sie die kleinen Atempausen während des Schlafens für den nächsten Haushaltsmarathon benutzen.

 

Haushaltsplan für gestresste Familien

Organisation und Zeitmanagement sind der Schlüssel zum Erfolg. Eine schnelle Hilfestellung bietet der gute alte Haushaltsplan, der gemeinsam mit dem Partner aufgestellt wird. Erstellt einen Wochenplan und teilt die möglichen Aufgaben so realistisch wie nur möglich in die Strukturen und den Rhythmus ein. Es ist niemandem damit geholfen, wenn gerade während der ersten Wochen und Monate, jeder Gast zu Euch nachhause kommt und quasi vom Boden essen könnte. Es geht um das Bewahren einer grundsätzlichen Hygiene und eines Tagesrhythmus, der auf neue Art und Weise wieder zum Rollen gebracht wird.

 

  • Wann ist der beste Zeitpunkt für die Wäsche?
  • Wann sollte das Geschirr gewaschen werden?
  • Wie können sich Mama und Papa gegenseitig ergänzen, ohne sich zu belasten?

 

Klärt gemeinsam in einer ruhigen Minute diese Fragen. Findet in diesem Zusammenhang heraus, ob immer noch unlösbare Aufgaben im Raum stehen, für die beide einfach keine Zeit haben. In vielen Fällen ist es sogar sinnvoll, die Hilfe der Großeltern anzunehmen, die sich freuen, wenn sie frisch gebackene Eltern und Enkel unterstützen.

 

Hilfe im Haushalt nach Geburt: Sind Eure Kapazitäten am Ende?

Im Haushaltsplan sollten einige der Dinge in die Wachphasen und andere wiederum in die Schlafphasen Eures Babys fallen, um die Tätigkeiten gleichmäßig aufzuteilen. Haltet Euch so gut wie möglich an den Wochenplan, erledigt nur Kleinigkeiten nebenbei. Andernfalls bestünde wieder die Gefahr, sich zu schnell zu verzetteln.

Wenn Ihr dennoch über die Kapazitäten und die der Großeltern hinaus Hilfe benötigen, bieten sich auch Haushaltshilfen für Familien an. Hilfe im Haushalt nach Geburt ist etwas vollkommen Natürliches und gibt Euch mehr Gelegenheit, Eure Konzentration und Aufmerksamkeit auf Euer Baby zu fokussieren. Nutzt die Zeit für gemeinsame Entspannung. Haushaltshilfen für Familien lassen sich zumeist stundenweise und regelmäßig im Monat buchen. Hier besteht ein breit gefächertes Angebot von Profis, die Euren Wäscheberg mit einem Lächeln bewältigen, da sie auf dem anderen Arm nicht noch ein Baby mit sich tragen.

Haushaltsplan

Kochen Putzen Kind – Urheber: alenkasm / 123RF.com

Der Mann hilft im Haushalt

Den Haushalt und den Alltag gemeinsam bewältigen

Nicht erst wenn sich Familiennachwuchs einstellt ist es sinnvoll, gemeinsam im Haushalt anzupacken. Dennoch bildet die Organisation innerhalb der Familie mit jedem neuen Familienmitglied eine Basis, um für Ordnung, Struktur und eine faire Verteilung der Aufgaben zu sorgen. Wir wollen Euch mit diesem Ratgeber helfen, einen Haushaltsplan mit Eurer Familie zu erarbeiten und die Hausarbeit gerecht aufzuteilen. Dabei gehen wir der Frage auf den Grund, welche Arbeit Ihr Euren Kindern eigentlich schon zumuten können?

 

Gerechte Aufteilung der Hausarbeit

In vielen Familien übernehmen immer noch die Eltern den Bärenanteil aller Aufgaben und halten so viel es nur geht von Ihren Kindern fern. Die Kleinen sind schließlich der Meinung, sie würden

  • mit dem Schulbesuch,
  • den Hausaufgaben,
  • ihrem eigenen Kinderzimmer und
  • den Freunden schon jede Menge um die Ohren haben.

Wie soll es nur möglich sein, weitere Pflichten zu übernehmen? Besonders hilfreich ist der Blick in die Broschüre der Verbraucherzentrale „Zeitmanagement im Alltag“. Hier werden allen Familienmitgliedern der Wert der Arbeit und die Aufteilung mehr als deutlich. In jedem Fall ist es sinnvoll, mit einer kurzen Startanalyse vor dem Haushaltsplan zu beginnen, um auch eine wirklich gerechte Verteilung zu realisieren.

 

Diese Fragen sollten Sie mit einem Bogen Papier beantworten:

  • Wer kocht?
  • Wer spült das Geschirr?
  • Wer wäscht die Wäsche?
  • Wer füttert und versorgt die Tiere?
  • Wer verdient das meiste Geld?
  • Wer kümmert sich um das Auto?
  • Wer bezahlt Rechnungen und macht die Buchhaltung?
  • Wer fährt die Kinder zum Sport oder Hobbys?
  • Wer benutzt das Auto am meisten?
  • Wer erledigt Aufgaben im Garten?
  • Wer stellt den Müll raus?
  • Wer bereitet besondere Ereignisse wie Kindergeburtstage oder Weihnachten vor?

 

Tatsächlich ist es sinnvoll, gemeinsam mit den Kindern die Fragebögen auszufüllen. Zum einen stellt sich hier objektiv eine Zeiteinteilung der Hausarbeit dar und viele Kinder realisieren, dass Mama und Papa eigentlich sehr beschäftigt sind und bereits viele Aufgaben übernehmen. Die Möglichkeit steigt in diesem Zusammenhang, dass nicht um jede Hausarbeit und jede Pflicht erbittert gerungen werden muss. Unsere Kinder sehen bestenfalls ein, dass sie Mama und Papa auch im Haushalt unterstützen.

 

Haushaltsplan und Zeitpläne erstellen, so geht’s

In vielen Fällen ist es sinnvoll, alle Aufgaben, die im Alltag anfallen, jeweils einzeln auf kleinen Zetteln zu notieren. Im Nachhinein wird darüber diskutiert, welche der Aufgaben Eure Kinder freiwillig übernehmen. Ratsam ist es, feste Tage und Zeiten für die Erledigung der Pflichten ins Auge zu fassen. Im Nachhinein ist es an den Eltern, einen übersichtlichen Monatsplaner zu erstellen und diesen im Zentrum der Wohnungen oder des Hauses aufzuhängen. Dementsprechend empfiehlt sich der Raum, an dem die meisten Mahlzeiten gemeinsam am Tisch eingenommen werden.

Doch damit der Haushaltsplan nicht in Vergessenheit gerät, sollte jeder die erledigten Aufgaben mit einem farbigen Marker oder bunten Aufklebern versehen. Letzteres ist gerade für kleinere Kinder eine Motivation. Auf diese Weise ist es allen Familienmitgliedern und den Kindern auch untereinander möglich, sich gegenseitig zu überwachen und zu kontrollieren.

Dieser Haushaltsplan sollte nicht wie ein Damoklesschwert über der Familie für die nächsten Jahre hängen. Es ist sinnvoll, die Gliederung jeden Monat oder alle zwei Monate neu zu besprechen. Je nach Wunsch können die Aufgaben wieder neu sortiert werden. Diese Neugestaltung erhöht wiederum die Motivation und den Anreiz, sich selbst freie Zeiträume zu verschaffen.

 

Klare Regeln aufstellen und einhalten

Hier gilt es, mit Konsequenz und Nachgiebigkeit auf Elternseite vorzugehen. Wenn die Kinder einmal ihre Aufgaben vergessen haben, müssen sie diese selbst nachholen. Auf keinen Fall sollten Mama und Papa das Vergessene abarbeiten. Gleiches gilt auch für die Eltern. Hat sich zum Beispiel Papa dazu bereit erklärt, die Einfahrt zu kehren und geht dann aber lieber mit den Kindern ins Kino. Wird dies an gegebener Stelle einen Familienstreit initiieren. Keine Sorge – es folgen so einige Stolpersteine, bis sich das Ganze eingespielt hat.

 

Wenn die Familie keinen festen Haushaltsplan möchte

Für die Familien, die sich so gar nicht an Pläne und rigide Vorgaben halten können, bringt die praktische Verteilung von Chefpositionen eine Verbesserung für den Haushalt. So wird zum Beispiel für jeden Raum ein neuer Chef ernannt, der sich um Ordnung und Sauberkeit bemüht.

Viele Eltern sind wirklich erstaunt, wie engagiert die Kleinen vorgehen, wenn sie beispielsweise der neue Flurchef sind. Die ganze Familie sollte dafür sorgen, dass diese Ämter in regelmäßigen Zeiten wechseln. Hierfür sollte man vielleicht monatlich oder wöchentlich immer wieder ein neues Amt auswählen.

 

Warum es für Kinder wichtig ist, Hausarbeiten zu erledigen?

An dieser Stelle denken viele Eltern, sie würden schon in jüngsten Jahren aufzeigen, was das Leben später bedeutet. Doch ist dies viel zu früh vorweggenommen. Es ist wichtig, Eure Kinder mit Hausarbeiten an der wöchentlichen Organisation der gesamten Familie zu beteiligen. Denn auf diese Weise profitiert auch das kindliche Selbstwertgefühl. Sie können der ganzen Familie helfen. Selbst wenn Kinder Arbeiten übernehmen wollen, die für sie eigentlich noch nicht geeignet sind.

Sprecht mit Euren Kindern darüber und zeigt Eure Gefahren und Bedenken auf. Liefert selbst Alternativen, wie Ihr Aufgaben tauschen oder erledigen wollt. Lasst es auf einen Versuch ankommen. Eigene Wünsche und Veränderungen aus kindlicher Seite sind in den Augen der Erwachsenen nicht immer logisch. Dennoch würde Abneigung ein weiteres Ankämpfen gegen die Regeln des Haushaltsplanes bewirken.

 

Hinweise und Tipps nach der Geburt:

  • Unterstützung im privaten Umfeld der Familie suchen: Großeltern, Verwandte, Freunde, Bekannte, Nachbarn,
  • Aufgaben abgeben oder automatisieren: Getränke oder Lebensmittel Lieferdienst, der die nötigen grundlegenden Dinge nachhause bringt,
  • online Babysachen und Pflegeutensilien, Windeln bestellen
  • technische Unterstützung im Haushalt durch Küchenmaschinen, Staubsaugerroboter, Thermometer oder Fenstersauger,
  • Wochenplan und Haushaltsplan mit regelmäßiger Aufteilung der Verpflichtungen,
  • Gärtner und Fensterputzer sowie Haushaltshilfe engagieren.

 

Insbesondere die Möglichkeit, die notwendigen Dinge für Babys online zu bestellen, offenbart mehr Freiheiten und Ruhe für Mama und Papa, die am Abend, wenn die Kleinen schlafen, in wenigen Klicks diese Aufgaben abgeben. Ihr spart nicht nur Zeit, Ihr bestellt bequem von zuhause und müsst fortan keine Tüten mehr die Treppe hinaufschleppen. Ferner punkten gerade die führenden Hersteller und Händler online mit besonders flotten Lieferfristen, sodass die gewünschte Ware zumeist in drei Werktagen bereits vor der Tür landet.

 

Praktische Tipps für Eltern:

  1. Überforderte Mamas und Papas sollten Hilfe aus dem Umfeld annehmen und sich so Erleichterung verschaffen.
  2. Arbeitet gemeinsam einen Wochenplan heraus und organisiert Euren Tag. Plant Pausen und Ruhezeiten ein.
  3. Profitiert von den Vorteilen professioneller und erfahrener Haushaltshelfer, aber auch elektrischen Helfern in der Küche und Lieferdiensten, um Euch weiter zu entlasten.
  4. Mit der ganzen Familie einen Haushaltsplan aufstellen, klare Regeln formulieren und einhalten. Für jeden Raum einen Chef ernennen.
  5. Hausarbeiten zusammen erledigen.
  6. Gegenseitige Hilfe in den Alltag integrieren.
  7. Hausarbeit steigert das Selbstwertgefühl von Kindern, die Familie im Alltag unterstützen zu können.

wer wir sind

Mario, vom Netpapa Team

Als begeisterter Vater und Herausgeber von Netpapa.de einem der größten deutschsprachigen Vätermagazinen, freue ich mich, Dir gemeinsam mit anderen Autoren viele hilfreiche Themen vorstellen zu können. Unsere Redaktion besteht aus Journalisten, Erziehern, Pädagogen und Mediziner aber vorallem sind wir Väter.


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