Wie erkläre ich meinem Kind den Islam?

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Eine große Anzahl Menschen gehört dem islamischen Glauben an. Es bleibt nicht aus, dass Kinder ihre Eltern fragen, was es mit dieser Religion auf sich hat. Das Wort Muslime hat das Kind schon einmal gehört. Der Begriff beschreibt die Gläubigen im Islam. Weit verbreitet ist die drittgrößte Weltreligion in der Türkei, im Iran und im Irak. Des Weiteren leben die 1,3 Milliarden Glaubensanhänger in: Europa, Afrika und Asien.

Islam
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Der Koran als Heilige Schrift im Islam einfach erklärt:

Der Prophet Mohammed schrieb seine Lehre im Koran nieder. Das heilige Buch im Islam besteht aus 114 Kapiteln, den Suren. Sie berichten vorwiegend über die Schöpfung der Erde und Allah. So nennt sich Gott im Islam. Zusätzlich finden sich darin die religiösen Pflichten der Gläubigen. Neben der Gottesfurcht stellt das Gebet eine der wichtigsten Verpflichtungen dar. Muslime beten täglich fünfmal in Richtung Mekka. Die Erwachsenen können den Sprösslingen zeigen, in welcher Richtung die Heilige Stadt liegt. Bei den Gebeten existieren:

  • ein spezieller Ablauf,
  • eine besondere Gebetshaltung sowie
  • vorherige Waschungen.

Außerhalb der Moscheen beten die Gläubigen auf kleinen Gebetsteppichen. Interessieren sich die Kinder dafür, zeigen ihnen die Eltern die spezielle Gebetshaltung.

Des Weiteren schreibt der Koran eine Ernährung, die halal ist, vor. Das Wort bedeutet „rein“. Muslime verzichten auf Schweinefleisch und Alkohol. Sie achten auf eine besondere Art der Schlachtung. Der Koran beschreibt die Gleichwertigkeit von Männern und Frauen. Daher sollen sie sich respektieren und gegenseitig unterstützen. Menschen, die sich nicht daran halten, sind für den Glauben nicht repräsentativ. Daher erklären die Erwachsenen, dass der Islam eine friedliche Religion darstellt.

Zusätzlich stehen in dem Glaubenswerk separate Regeln für Frauen. Beispielsweise tragen sie ein Kopftuch.

Teilweise interpretieren die Muslime die Regeln im Koran unterschiedlich. Strenggläubige richten ihr Leben nach ihnen an. Moderne Anhänger des islamischen Glaubens passen die Glaubensregeln an das alltägliche Leben an. Beispielsweise verzichten jungen Frauen auf das Kopftuch.

Sichelmond und Stern als Symbole des islamischen Glaubens

Das Wort Islam steht für eine freiwillige Unterwerfung unter Allah sowie die Hingabe zu Gott. Der Halbmond und ein Stern auf rotem Untergrund stehen für die Religion. Die Mondsichel nennt sich Hilal. Am Anfang des 19. Jahrhunderts galt sie als Symbol der Osmanischen Armee. Später bürgerte sie sich als Erkennungszeichen des sunnitischen Islams ein.

Ein weiteres Symbol stellt die „Hand der Fatima“ – das Hamsa – dar. Im islamischen Volksglauben wehrt die Hand mit dem Auge böse Geister und Zauber ab. Das Zeichen hängt beispielsweise in den Wohnungen der Gläubigen. Alternativ tragen sie es als Kettenanhänger. Das in kalligrafischer Form geschriebene Wort Allah stellt ein zentrales Element islamischer Dekorationen dar.

Die Geistlichen im Islam: Imame

Der Begriff „Imam“ bedeutet übersetzt „Vorbild“. Im Islam bezeichnet das Wort das religiöse Oberhaupt der Gemeinschaft. Die Imame gelten als Nachfolger des Propheten und Religionsstifters Mohammed. Des Weiteren steht die Bezeichnung für den Vorbeter bei Ritualgebeten. Die Erwachsenen erklären dem Nachwuchs, dass der Imam die Gebete laut vorspricht. Anschließend wiederholen die Gläubigen seine Worte.

Die unterschiedlichen Glaubensrichtungen im Islam diskutieren die Rolle der Frau als Imam. Weibliche Imame nennen sich Mourchida. Sie übernehmen beispielsweise die Gebetsführung bei einer Frauengruppe. Allerdings erlauben dies nicht alle muslimischen Glaubensgruppen.

Der Freitag als Ruhetag im islamischen Glauben

Für Muslime stellt der Freitag einen wichtigen Ruhetag dar. Er gleicht dem Sonntag bei den Christen und dem Sabbat im jüdischen Glauben. Den Wochentag bezeichnen die Gläubigen als „Yaum al-Dschumʿa“. Übersetzt bedeutet dies „Tag der Zusammenkunft“.

In Saudi-Arabien bleiben die Geschäfte an Freitagen für einen halben Tag geschlossen. Die Anhänger des islamischen Glaubens treffen sich am Vormittag zum Freitagsgebet. Dieses nennt sich Salāt al-Dschumʿa. Die Gebete finden in den größeren Moscheen statt. Aus dem Grund tragen diese den Namen Freitagsmoscheen.

Die wichtigen Feste und Feiertage im Islam

Eine wichtige Zeit im islamischen Glauben stellt der Fastenmonat Ramadan dar. Die Gläubigen verzichten zwischen Morgendämmerung und Sonnenuntergang auf Getränke und Speisen. Die Fastenpflicht schließt:

  • Kinder,
  • Alte,
  • Kranke,
  • schwangere Frauen,
  • Reisende und
  • Soldaten

aus. Nach dem Fastenmonat folgt das „Fest des Fastenbrechens“. Dieses beginnt mit dem Sonnenuntergang des letzten Tages der Fastenzeit. Am darauffolgenden Morgen beginnt der Monat Schawwāl. Die Muslime treffen sich zu einem rituellen Festgebet. Anschließend folgt ein üppiges Mahl. Kinder erhalten Süßigkeiten und kleine Geschenke. Aus dem Grund nennt sich die Feier „Zuckerfest“. Es dauert zwischen einem und drei Tage.

Das wichtigste Fest im Islam heißt Opferfest. Dieses begehen die Gläubigen 70 Tage nach dem Zuckerfest.

Muslimischer Glaube: Allah als einziger Gott

Muslime glauben als Allah als einzigen Gott. Dieser lenkt ihr Schicksal und führt sie auf den rechten Weg. Halten sie sich nicht an die Vorschriften im Koran, fürchten sie, dass ihnen der Weg ins Paradies verwehrt bleibt.

Hilfreiche Links:

Islam für Kinder: /www.kindersache.de/bereiche/wissen/andere-laender/islam

Muslimische Jugendorganisationen:

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