Was hilft bei Erkältung und verstopfter Nase?

Erkältung und die Nase ist verstopft was tun?

Husten, Schnupfen, Heiserkeit und Niesattacken gehören wohl zu den einschlägigen Begleitern in der kalten Jahreszeit. Wenn Sie aufgrund einer verstopften Nase des Nachts kaum noch ein Auge zumachen, sollten Sie zu den gängigen  Hausmitteln greifen. Denn nur so erfahren Sie eine schnelle Linderung. Wir widmen uns in diesem Artikel der Frage: Was hilft bei Erkältungen und verstopfter Nase? Neben praktischen Tipps und Hinweisen liefern wir eine schnelle SOS Hilfe, die sofort bei einer akuten Erkältung hilft.

 

Erkältung versus Grippe: Was ist der Unterschied?

Kind beim kinderarzt

Symptome erkennen © meteo021 – Fotolia.com

Im Prinzip verstehen wir unter einer Erkältung nichts weiter als eine Infektion der oberen Atemwege. Zu den geläufigsten Symptomen für eine harmlose Erkältung gehören

  •     Schnupfen,
  •     Husten,
  •     Heiserkeit sowie
  •     Halsschmerzen.

Aber auch eine Kehlkopfentzündung bedient sich dieser Anzeichen – allerdings in unterschiedlicher Ausprägung. Der Winter und der Herbst sind besonders risikobehaftet, wenn es um Erkältungen geht, da Kälte und widrige Witterungsbedingungen eine optimale Voraussetzung für das Ausbilden von Krankheiten sind.

 

Wie oft werden Kinder krank?

Anders sieht es bei Kindern aus. Sie sind über zwölf Monate im gesamten Jahr für Erkältungen anfällig. So können Kinder gerade beim Wechsel in den Kindergarten oder in die Schule bis zu 12 Mal im Jahr an einer Erkältung erkranken und sich mit Schnupfen und Husten plagen.

Für uns Eltern besteht Handlungsbedarf. Wir sollten nicht in jedem Fall sofort zur Chemiekeule der Schulmedizin greifen, sondern versuchen mit ein paar Hausmitteln leichten Erkältungsbeschwerden entgegenzuwirken. Kinderärzte und Hausärzte gehen davon aus, dass harmlose Erkältungen zumeist nach zwei Wochen vollständig verschwunden sind.

 

Oftmals werden Erkältungen mit grippalen Infekten verwechselt. Kein Wunder, eine Abgrenzung dieser beiden Erkrankungen oder Infektionen erscheint gar nicht so leicht. Die Anzeichen ähneln sich in den meisten Fällen bis ins Detail. Schließlich fühlen sich die Betroffenen in beiden Fällen abgeschlagen und müde. Auch Gliederschmerzen und Kopfschmerzen gehören zu den geläufigen Symptomen für Erkältungen, aber auch für Grippe. In den meisten Fällen geht eine Grippe oder ein grippaler Infekt mit hohem Fieber einher, von mindestens 38,5 °C und oftmals sogar über 40 °C.

 

Wann sollte ich zum Arzt gehen?

Bei leichten erkältungsbedingten Beschwerden ist es nicht notwendig, sofort einen Arzt aufzusuchen. Benötigen Sie eine offizielle Krankmeldung für den Arbeitgeber, ist ein Arztbesuch unerlässlich. Kommt es zu Atemnot und zu hohen fiebrigen Temperaturen ist es ebenfalls ratsam, sich in die Hände eines Facharztes zu begeben. Denn schließlich können in diesen Fällen nur die Antibiotika und vergleichbare Arzneimitteln eine wirkliche Hilfe herbeiführen. Gleiches gilt bei stärkeren Beschwerden und Schmerzen, Ohrenschmerzen und Halsschmerzen und wenn die erkältungsbedingten Beschwerden über mehr als sieben Tage anhalten.

 

Wie Erkältungen schneller heilen?

Ob Sie es glauben oder nicht, jede Erkältung heilt von ganz allein. Die Dauer und die Ausprägung der erkältungsbedingten Beschwerden sind individuell unterschiedlich ausgelegt. In den meisten Fällen benötigen Sie 3-7 Tage, um eine Erkältung vollständig und selbst ohne Medikamente zu überstehen. Nach maximal 14 Tagen sollten alle Beschwerden vollständig abgeklungen sein.

Besonders empfindliche Menschen können jedoch über mehrere Wochen unter einem Gefühl der Abgeschlagenheit  leiden. Gerade wenn die oberen Atemwege von dem Infekt betroffen sind, ist es nicht sinnvoll, Antibiotika einzusetzen. Hier können Hausmittel schneller weiterhelfen.

 

Was tun bei Schnupfen und verstopfter Nase?

Greifen Sie zu den handelsüblichen Inhalationen mit einem warmen Dampfbad. Bei 42-47 °C steigen angenehme Dämpfe aus dem heißen Wasser auf, die in Kombination mit Kräuterölen und ätherischen Ölen das Nasensekret leichter lösen und den Schleimhäuten beim Abschwellen helfen. Weitere heilsame Wirkungen ziehen die heißen Dampfbäder auch für festsitzenden Husten nach sich. Auch wenn es für diesen Bereich keine fundierten wissenschaftlichen Studien gibt, haben die Dampfbäder eine wohltuende und entspannende Wirkung auf den gesamten Organismus. Gerade vor dem Schlafengehen eine wirklich effektive Heilmethode.

 

Nasenschleimhaut befeuchten und Schwellungen minimieren

Abschwellende Nasentropfen sind für den kurzfristigen Einsatz äußerst sinnvoll, da sie die Nasenatmung unterstützen. Verzichten Sie, wenn möglich, auf das Konservierungsmittel Benzolkoniumchlorid und verwenden die Produkte nur ein bis zweimal am Tag. Möchten Sie für Kinder oder für Säuglinge genau diese Nasentropfen oder Nasensprays einsetzen, sollten die Mittel auch für Kleinkinder altersentsprechend zugelassen sein.

 

Zurück zur Natur – auch für die Kleinsten

Am sichersten laufen Sie hier mit den Produkten auf Meerwasserbasis, denn diese bedienen sich ausschließlich natürliche Inhaltsstoffe, die keinerlei Nebenwirkungen riskieren. Keinesfalls sollten Sie Nasentropfen mit chemischen Zusätzen über mehr als sieben Tage einsetzen, da hier die Nasenschleimhaut mehr geschädigt, als aufgebaut wird.

 

Was tun bei Heiserkeit und Halsschmerzen?

Wirklichen wohltuende und schmerzlindernde Wirkungen sind von Isländisch Moos oder Salbei zu erwarten. Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, mit ätherischen und wohltuenden Lösungen zu gurgeln. In diesem Zusammenhang sollten Sie jedoch bedenken, dass Sie damit die Rachenflora schädigen könnten. Schonen Sie Ihre Stimme in der Erkältungszeit und sprechen Sie nur leise und so wenig wie möglich. In den meisten Fällen werden Sie immer dann heiser, wenn die Stimmbänder anschwellen. Um wieder kurzfristig bei Stimme zu sein, kann es hilfreich sein, einen Eiswürfel zu lutschen, um das Anschwellen einzudämmen. Aber auch ein kalter Waschlappen direkt auf dem Kehlkopf verspricht eine schnelle SOS Hilfe, wirkt jedoch nur für kurze Zeit.

 

Was tun bei Husten?

Pfefferminze, Salbei und Thymian sowie Eukalyptus helfen bei hartnäckigen Halsbeschwerden und Husten. Erwachsenen empfiehlt man 2 l am Tag zu trinken, wenn möglich nur ungesüßten Kräutertee und Wasser. Gerade bei älteren Menschen sollten Sie darauf achten, dass ausreichend getrunken wird. Da es gerade bei einer Erkältung zu verstärktem Flüssigkeitsverlust kommt, der das Risiko einer Herzschwäche nach sich zieht. Chronische Erkrankungen und Erkältungen können sich unmissverständlich auf Herz und Nieren niederschlagen.

 

Erkältungen richtig vorbeugen, so geht’s

Gerade im Herbst und im Winter, in den klassischen Zeiten häufiger Erkältungen, sollten Sie sich mehrere Male am Tag gründlich die Hände waschen, um Bakterien und Viren nicht unnötig weiterzugeben. Ziehen Sie sich zudem angemessen warm an und greifen zum Zwiebelprinzip, um hier nach Bedarf eine der Schichten auszuziehen. Bewegen Sie sich regelmäßig an der frischen Luft, denn so stabilisieren Sie Ihren Immunkreislauf. Ebenfalls können Saunagänge und Wechselduschen dem Immunsystem helfen und Infekten vorbeugen. Trockene Schleimhäute gelten als besonders anfällig für Erkältungen, sodass Sie zu heiße und trockene Heizungsluft unbedingt vermeiden sollten. Häufiges, tägliches und regelmäßiges Stoßlüften und ein Luftbefeuchter können eine schnelle Abhilfe schaffen.

 

Fazit

Erkältungen gehen oftmals mit Halsschmerzen, verstopfter Nase, Heiserkeit, Husten und Fieber einher. In den meisten Fällen können Sie mit einfachen Hausmitteln, den erkältungsbedingten Beschwerden entgegenwirken. Wadenwickel, Ruhe und Entspannung sowie Dampfbäder, Saunagänge und regelmäßige Bewegung an der frischen Luft bilden die schnellsten Gegenmaßnahmen gegen eine aufkommende Erkältung.

Erst wenn die Beschwerden unerträglich stark werden, wenn Sie einen Krankenschein für den Arbeitgeber benötigen und die Symptome über mehr als sieben Tage anhalten, ist es anzuraten, einen Arzt aufzusuchen. Bei leichten erkältungsbedingten Beschwerden sind lediglich die oberen Atemwege betroffen. In diesem Fall wäre eine Behandlung mit Antibiotika gar nicht sinnvoll. Bedienen Sie sich der Kräfte der Natur, ätherischer Öle und Pfefferminze, Kamille oder Salbei. Diese Extrakte beruhigen den gesamten Organismus und helfen beim schnellen Gesundwerden.

 

weiterführenden Information:

www.gesundheit.de/krankheiten/fieber-grippe-erkaeltung/schutz-vor-grippe-und-erkaeltung/erkaeltet-das-hilft

 

wer wir sind

Mario, vom Netpapa Team

Als begeisterter Vater und Herausgeber von Netpapa.de einem der größten deutschsprachigen Vätermagazinen, freue ich mich, Dir gemeinsam mit anderen Autoren viele hilfreiche Themen vorstellen zu können. Unsere Redaktion besteht aus Journalisten, Erziehern, Pädagogen und Mediziner aber vorallem sind wir Väter.


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