Die Vaterrolle in der Erziehung (3-7 Jahre)

Die Bedeutung des Vaters in der Beziehung bei 3-7jährigen Kinder

Sie als Vater spielen bei der Erziehung eine tragende Rolle. Männer nehmen dabei eine fordernde Rolle ein. Somit fördern Sie die Stressresistenz Ihrer Sprösslinge. Vorwiegend bei Drei- bis Siebenjährigen beginnt diese Papa-Phase. Mit der Vaterrolle in der Erziehung beschäftigt sich eine psychologische Studie für frühkindliche Entwicklung. Die Expertin Lieselotte Ahnert vom Institut für Angewandte Psychologie der Universität Wien definiert Ihre Rolle bei der Erziehung.

Die Rolle des Vaters als männliche Bezugsperson und starkes Vorbild

Vater Rolle in der Erziehung

Der Vater bei der Erziehung von Dreijährigen

Als Vater verfügen Sie über einen fordernden Einfluss auf Ihr Kind. Die Mutter nimmt eine behütende Rolle ein, sodass Sie den Gegenpol bilden. Für Ihren Nachwuchs ist dies von höchster Wichtigkeit, um die eigene Identität zu entwickeln. Das Verhalten des Vaters wirkt sich demnach auf die emotionale Einstellung der Kinder aus.

Durch die Herausforderung machen Sie Ihre Kinder stark. Ihre Vaterrolle bei der Erziehung besteht darin, die Widerstandsfähigkeit Ihrer Sprösslinge zu festigen. Mit Beginn des dritten Lebensjahres interessieren sich Ihre Kleinen verstärkt für Ihre Umgebung. Väter unterstützen diesen Entdeckerdrang beispielsweise durch Aktivitätsspiele.

Zeigen Sie Ihrem Nachwuchs die Natur und fördern Sie somit seine psychische und physische Entwicklung. Machen sich die Kinder schmutzig oder verletzen sich leicht, stärkt dies die Abwehrkräfte. Als Vater verfügen Sie über die notwendige emotionale Distanz zu Ihrem Kind, um es nicht einzuengen. Daher nehmen Sie bei der Erziehung eine wichtige Bedeutung ein.

 

Die Papa-Phase bei Dreijährigen

Vorrangig bei dreijährigen Kindern startet die Papa-Phase. Hierbei stellen Sie für Ihre Tochter oder Ihren Sohn die wichtigste Bezugsperson dar. Ihre Sprösslinge entdecken die Welt und suchen Sie als geeigneten Ansprechpartner. Bei Müttern weckt diese Phase unter Umständen Eifersucht. Jedoch handelt es sich um ein natürliches Phänomen.

In der Regel fordern Ihre Kleinen Ihre permanente Anwesenheit ein, sobald Sie von der Arbeit kommen. Für das Kind relevante Aufgaben übernehmen Sie. Dazu gehört beispielsweise das Schmieren der Abendbrot-Schnitte oder das Vorlesen der Gutenacht-Geschichte. In einigen Fällen erfährt Ihre Partnerin in dieser Zeit eine demonstrative Ablehnung von Ihrem Kind. Speziell bei Dreijährigen bilden Sie als Vater den Spaßfaktor. Sie spielen mit dem Nachwuchs Spiele, für die der Mutter Zeit und Kraft fehlen.

Zudem sorgt Ihre Vaterrolle in der Erziehung bei Ihrem dreijährigen Kind für die Abgrenzung zur Mutter. Als Vater lösen Sie Ihre Sprösslinge aus der symbiotischen Beziehung von Ihrer Partnerin. Für die Identitäts-Findung der Kinder ist dieser Umstand besonders relevant. Der Prozess der Abgrenzung beginnt in der Regel im zweiten bis dritten Lebensjahr Ihrer Kleinen. Das Kind empfindet die Anwesenheit als selbstverständlich und fixiert sich daher auf Sie als Vater. Zu diesem Ergebnis kommt der Familien-Soziologe Hans-Walter Grumbinger.

 

Die Erziehung des Vaters bei Fünfjährigen

Dieses Streben nach Unabhängigkeit erkennen Sie ab dem fünften Lebensjahr Ihrer Kinder. Ihre Sprösslinge erlauben nach der Zweisamkeit mit der Mutter eine Dreierbeziehung mit Ihnen. Des Weiteren beginnt in diesem Alter die Rebellions-Phase. Ihre Kinder testen ihre Grenzen aus. Hierbei kommt es zu:

  • Wutanfällen,
  • Lügen,
  • Trotz
  • und Aufsässigkeit.

 

Für Ihre Kleinen zeigt sich dieser Prozess wichtig, um die eigene Persönlichkeit zu finden. Ihnen als Elternteile raubt dies unter Umständen die Nerven. Ihre Vaterrolle bei der Erziehung besteht im Aussprechen von Verboten. In der Regel verfügen Väter über mehr Strenge. Reagieren Sie auf die Auflehnung Ihrer Kinder unnachgiebig, jedoch nicht aggressiv.

Speziell in dieser Lebensphase haben Kinder vor Ihnen als Vater mehr Respekt als vor der Mutter. Ihre Partnerin nimmt Ihr Nachwuchs als den nachgiebigen Part wahr. Vernachlässigen Sie in dieser Phase der Erziehung Ihre Vaterrolle, setzt sich das Kind im späteren Leben im schlimmsten Fall über Regeln und Normen hinweg.

 

Die Rolle des Vaters im siebten Lebensjahr der Kinder

Speziell Söhne identifizieren sich mit ihrem Vater. Daher nehmen Sie während der gesamten Erziehung Ihrer Kinder eine Vorbild-Funktion ein. Für das Finden der eigenen Persönlichkeit Ihres Sohns sorgen Sie für ein gemeinsames Abenteuer. Für Jungen erhält die Zeit mit dem Vater eine hohe Priorität.

Töchter und Söhne suchen gleichermaßen die Anerkennung des Vaters. Dieser Wunsch nach Ihrem Respekt wächst stetig mit zunehmendem Alter Ihrer Sprösslinge. Damit unterstützen Sie durch Ihre Vaterrolle in der Erziehung die Selbstwert-Entwicklung Ihrer Kinder. Als Vater haben Sie die Aufgabe, mit ihnen gemeinsam Probleme zu klären. Sie fungieren als Ratgeber und Unterstützer. Laut psychologischer Studien stärken Sie auf diese Weise die Leistungsfähigkeit Ihrer Kleinen.

 

Redaktion: M.Foerster, veröffentlicht von  Anna Nilsson

Motiv © Sergey Novikov – Fotolia.com

wer wir sind

Mario, vom Netpapa Team

Als begeisterter Vater und Herausgeber von Netpapa.de einem der größten deutschsprachigen Vätermagazinen, freue ich mich, Dir gemeinsam mit anderen Autoren viele hilfreiche Themen vorstellen zu können. Unsere Redaktion besteht aus Journalisten, Erziehern, Pädagogen und Mediziner aber vorallem sind wir Väter.


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