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Wie schaffen es Eltern, ruhig zu bleiben?

Mutter mit zwei Kindern im Stress
Bei Stress – unbedingt Ruhe bewahren © Scott Griessel – Fotolia.com

In manchen Situationen benötigen Väter und Mütter Nerven aus Drahtseilen. Die Kinder schreien und setzen sich über Verbote hinweg. Wie gelingt es den Eltern, ruhig zu bleiben? Für das seelische Wohlbefinden spielt die innere Ruhe eine wesentliche Rolle. Stress und Ärger führen zu Belastungen innerhalb der Beziehung. Das Verhältnis zum Nachwuchs leidet durch Spannungen im Alltag. Um dies zu vermeiden, sollten Mütter und Väter versuchen , in der Erziehung ruhig zu bleiben.

Warum verlierst Du die Nerven?

Manchmal fällt es Eltern schwer, bei der Erziehung ihrer Sprösslinge „cool“ zu bleiben. Vorrangig, wenn der Nachwuchs quengelt und keine Ruhe gibt, verlieren Mütter und Väter die Nerven. In einem Haushalt mit mehreren Kindern kommt es häufiger vor, dass eines der Kleinen stetig an den Nerven der Erziehungs-Berechtigten zerrt. Dabei spielen unterschiedliche Gründe eine Rolle. Beispielsweise versteht Dein Kind ein Verbot nicht oder akzeptiert es nicht. Das Quengeln führt ebenfalls zu gespannten Situationen in der Familie.

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Eltern gehen mit der nervlichen Belastung unterschiedlich um. In stressigen Momenten geschieht es, dass sie die Stimme gegenüber dem Kind erheben. Laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage aus dem Jahr 2011 geben 40 Prozent der Befragten an, ihren Nachwuchs mit einem Klaps auf den Po zu strafen.

Jedes Kind besitzt ein Recht auf eine gewaltfreie Erziehung. Daher berätst Du Dich mit Deiner Frau und suchst nach einer Möglichkeit, wie es Euch gelingt, als Eltern ruhig zu bleiben. Dabei hilft es, über das eigentliche Problem nachzudenken. Überlege Dir, warum Du bei einer Auseinandersetzung mit Deinem Sprössling die Fassung zu verlieren drohst. Oftmals erscheinen Probleme schwerwiegender, als sie sind. Die Eltern neigen im Affekt dazu, ihren Nachwuchs schärfer zu tadeln. Erst im Nachhinein bemerken sie, dass eine Überreaktion stattfand.

 

Überreaktionen in der Erziehung sind natürlich

Fällt eine Rüge von Dir schärfer aus als beabsichtigt, besteht kein Grund für schlaflose Nächte. In einer Stress-Situation neigen Menschen dazu, ihre Wut und Hilflosigkeit durch Schreien oder Schimpfen herauszulassen. Bereits nach dem Ausbruch befällt Dich das schlechte Gewissen. Kennst Du diese Situation aus Deinem Familienalltag, achtest Du darauf, Deine Gefühle zu kanalisieren. Auf diese Weise gelingt es Dir, in der Erziehung ruhig und gelassen zu bleiben.

Bringt Dich Dein Sprössling durch sein Verhalten aus der Fassung, reagierst Du nicht sofort. Damit ihr als Eltern ruhig mit Eurem Nachwuchs umgeht, haltet Ihr Euch an eine einfache Strategie. Bemerkst Du, dass Dich die Wut packt, zählst Du bis zehn. Diese Sekunden reichen in der Regel aus, damit sich die Erregung legt. In der Folge denkst Du darüber nach, ob das Verhalten Deines Kindes so schlimm ist, wie Du es empfindest.

Im gleichen Fall hilft es, wenn Du für einige Minuten den Ort des Geschehens verlässt. Diese Strategie kommt am besten in den eigenen vier Wänden zum Tragen. Entfernst Du Dich von dem Konflikt, besteht die Möglichkeit, Deine Gedanken zu sammeln. Oftmals bemerkst Du, dass Du auf den ersten Schreck reagierst und nicht auf das Problem selbst. Speziell, wenn sich die Kleinen in Gefahr bringen, führen Angst und Hilflosigkeit der Eltern zu einem Aggressions-Potenzial.

Durch den räumlichen Abstand zu der Situation, analysierst Du diese. In der Regel sinkt in dieser Zeit der Adrenalinspiegel wieder ab. Dir gelingt es, auf die Komplikation besonnen zu reagieren. Danach sprichst Du mit Deinem Nachwuchs ruhig über den Grund Deines Ärgers. Du erklärst Deinem Kind, was Du an seinem Verhalten missbilligst oder was Dich an der Situation beunruhigt. In einem Gespräch unter vier Augen verstehen die Sprösslinge das Verhalten der Eltern und sehen ihre Fehler eher ein. Somit gelingt es Dir, Deinem Nachwuchs ein Verbot verständlich zu machen.

 

Frische Luft sorgt für überlegtes Handeln

Das Durchatmen hilft Müttern und Vätern, die Erziehung ruhig zu gestalten. Bemerkst Du, dass eine Situation Dich aufregt, öffnest Du beispielsweise ein Fenster. Bereits wenige Atemzüge der frischen Luft sorgen für eine bessere Durchblutung des Gehirns. Dadurch gehst Du ein Problem überlegt an und verfällst nicht in Rage. Ebenso drehst Du mit Deinem Sprössling eine Runde um den Block. Hierbei versuchst Du, den Grund für Deinen Ärger nicht anzusprechen.

Verfliegt Deine Wut bei dem Spaziergang, bemerkst Du, dass sich die Situation entschärft. Ablenkungen helfen ebenfalls, Deinen Gemütszustand zu regulieren. Vielleicht entdeckst Du mit Deinem Kind draußen etwas Interessantes. Ein solches Erlebnis fördert die Eltern-Kind-Bindung. Erst zurück in den eigenen vier Wänden sprichst Du das Problem erneut an. Der zeitliche Abstand zu der Situation sorgt dafür, dass Deine Wut verfliegt. Lass Dir von Deinem Sprössling erklären, warum er sich über Deinen Willen hinwegsetzt oder quengelt. Auf diese Weise findet Ihr gemeinsam eine Lösung.

Alternativ zu einem Spaziergang nutzt Du Arbeit, um die angestaute Spannung abzubauen. Speziell in der Küche finden sich Lebensmittel zum Zerschneiden. Schließt Du die Tür, fällt es nicht auf, wenn Du während der Arbeit schimpfst. Bemerkst Du, dass sich Deine Wut legt, gehst Du zurück zum Nachwuchs. Die klein gehackten Lebensmittel nutzt Du im Idealfall für ein Versöhnungs-Essen.

 

Humor entschärft viele Situationen

Zusätzlich versuchst Du, der jeweiligen Komplikation etwas Lustiges abzugewinnen. Humor hilft, Spannungen zu entschärfen. Um als Eltern ruhig zu reagieren, scheut Ihr Euch nicht, über belanglose Probleme zu lachen. Im Nachhinein erklärst Du Deinem Sprössling, warum er falsch handelte. Ein Witz oder ein Augenzwinkern lockert die Stimmung auf.

Damit die Erziehung ruhig und besonnen abläuft, klärst Du Probleme am besten zeitnah. Staut sich eine Menge Wut in Dir an, bringt eine Lappalie das Fass zum Überlaufen. Beispielsweise schimpfst Du in diesem Fall aufgrund eines zu lauten Spiels mit Deinem Kind. Dieses wundert sich, warum Du auf diese Weise reagierst. Für beide äußert sich dieses Verhalten in einer gespannten Situation. Im schlimmsten Fall leidet die Eltern-Kind-Beziehung, wenn Du bei kleinen Problemchen in die Luft gehst.

 

Wie Eltern in der Erziehung ruhig bleiben – die Zusammenfassung

Nicht immer gelingt es Müttern und Vätern, in der Erziehung besonnen zu bleiben. Vorwiegend in stressigen Situationen erheben die Erziehungs-Berechtigten die Stimme. Um eine gespannte Stimmung innerhalb der Familie zu vermeiden, existieren nützliche Strategien. Damit Eltern ruhig bleiben, verlassen sie den Raum, wenn sie die Fassung zu verlieren drohen. Der räumliche Abstand von der Komplikation ermöglicht besonnene Gedankengänge. Somit besteht die Möglichkeit, das Problem zusammen mit dem Kind zu lösen.

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