Dinge, die uns an unseren Eltern immer nerven werden

Manche Eltern und ganze Generationen scheinen sie wohl evolutionsgemäß an ihre Nachkommen weiterzugeben. Einige, wirklich nervige Sätze wiederholen sich epochal von Familie zu Familie. Woran mag das wohl liegen? Steckt vielleicht ein tieferer Sinn hinter diesen Elternsätzen? Wie kommen Sie überhaupt bei unseren Kindern an? Wir liefern in dem folgenden Artikel die 10 nervigsten Sätze, mit denen wir Eltern unseren Kindern wirklich auf den Geist gehen.

Wenn Vater oder Mutter nerven
Wenn Vater oder Mutter nerven – Urheber: cookelma / 123RF.com

#1 Du isst was auf den Tisch kommt.

Eines der sehr heiß umkämpften Themen, wenn es darum geht, den Teller leer zu essen. Ist es eigentlich überhaupt noch sinnvoll, die Kinder dazu anzuhalten, unbedingt alles aufzuessen? Hierbei handelt es sich tatsächlich um alt eingeschworene Sätze, die wir noch von unseren Omas im Ohr haben. Angesichts der steigenden Anzahl von übergewichtigen Kindern und Jugendlichen birgt dieser Satz immer größere Gefahren.

 

#2 Probier’ es doch wenigstens mal!

Wenn wir es auch nicht wahrhaben wollen, gerade Kinder und Jugendliche haben ein gespaltenes Verhältnis zu bestimmten Lebensmitteln. Angeführt vom grünen Gemüse, die abschreckend wie ein kulinarisches Spukgespenst über die Teller huschen. Wir können uns nicht vorstellen, was wir unseren Kindern antun, wenn wir immer wieder verlangen, das für sie Ungenießbare noch einmal durchzukaufen. Gerade frisch gebackenen Eltern raten wir dazu, den Kindern vorurteilsfrei in den ersten Lebensjahren unterschiedliche Lebensmittel anzubieten, um sie zielgerichtet zu sensibilisieren.

 

3# Wie lange brauchst du bloß im Bad? Du bist nicht allein!

Umso älter die Kinder werden, insbesondere in der Pubertät, können sie sich scheinbar stundenlang im Bad aufhalten und machen diesen Raum zur Tabuzone für den Rest der Familie. Selbst die Kleinen haben große Freude daran, sich ausgiebig auf der Toilette zu entspannen, Zeitschriften anzusehen und ihrem Entdeckergeist nachzugehen. Umso wichtiger, bei Kleinkindern und Kindern gerade gefährliche Gegenstände und Putzmittel aus der Reichweite zu nehmen. Darüber hinaus gibt es viele Extras, die Abstände im Bad so kindgerecht und sicher wie möglich machen.

 

4# Wer A sagt, muss auch B sagen.

Nervig für viele Kinder, aber wichtig in der Erziehung, ist das Aufzeigen von Konsequenzen. Wenn Ihr nun mit Eurem Kind vereinbart haben, dass nach der TV-Sendung das Zimmer aufgeräumt wird, sollte dieses Vorhaben mit Nachdruck durchgesetzt werden. Darüber hinaus gehört es zum Größerwerden dazu, dass Kinder durch das Anecken und eigene Fehler auch ihre Konsequenzen zu spüren bekommen. Eltern sollten ihre Kinder davor nicht schützen, denn so würden wichtige soziale Werte und Lernerfahrungen verloren gehen.

 

5#Von mir hast du das nicht.

Gehen wir diesem Satz gemeinsam auf den Grund, wird sein innerer, doch recht verletzender Wert immer deutlicher. Zumeist handelt es sich um so genannte schlechte Eigenschaften der Kinder, die sie so niemals mit sich selbst vereinbaren können. Eines sei an dieser Stelle herausgestellt, jedes Kind ist einzigartig, mit individuellen und persönlichen Gedanken ausgestattet, die zum Teil

  • durch das äußere Umfeld,
  • durch die eigene Familie und
  • die Erziehung beeinflusst werden.

Doch in jedem Fall eifern Kinder ihren Eltern gerade in jüngeren Jahren nach. Wir Erwachsene sind wichtige Vorbilder und Orientierungspunkte für die kindliche Entwicklung. Also, vielleicht hat Ihr Kind es wohl doch von Ihnen?

 

6# Ruf bitte an, wenn du da bist.

Zieht es die lieben Kleinen immer mehr aus dem Haus, wollen dies viele Eltern am Anfang auf keinen Fall wahrhaben. Doch bildet mittlerweile das Smartphone eines der wichtigsten Verbindungen zwischen Eltern und Kind. Es vermittelt Sicherheit und bietet Mama und Papa in jeder Gelegenheit die Möglichkeit, die lieben Kleinen anzufunken – um zu kontrollieren, ob es ihnen gut geht, was sie gerade tun und wo sie sich befinden. Dennoch sollte man die ideale Verbindung der Smartphones nicht überstrapazieren, sondern den Kindern auch die nötigen Freiheiten lassen. Vereinbart Zeiten, Treffpunkte und klare Grenzen. In diesen Grenzen ist es möglich, für die Kinder ihre eigenen Freiheiten für sich auszuleben. Hier sollten Eltern so wenig wie nur möglich hineinfunken.

 

7# So lang du deine Füße noch unter meinen Tisch steckst…

Respekt vor den Eltern und dem beginnenden Ablagerungsprozess von Jugendlichen und Kindern in der Familie gehen stetig mit Diskussionen und zunehmenden Konflikten einher. Mit diesem Satz möchten Mama und Papa es immer wieder deutlich machen, wer der Herr im Haus ist. Für Jugendliche und Heranwachsende wohl das Nervigste, was sie in der Pubertät und Schulzeit zu hören bekommen.

 

8# Von dem vielen Fernsehen bekommst du noch ganz viereckige Augen.

In jedem Fall sollte ein gesundes Maß an Fernsehen gewahrt werden. Hier bilden pädagogisch sinnvolle Vorgaben über die maximale Fernsehzeit eine praktische Orientierung für die ganze Familie. Lasst es nicht auf Diskussionen mit Euren Kindern ankommen, einigt Euch auf bestimmte Fernsehzeiten am Tag, dann müsst Ihr diesen Satz nie wieder sagen.

 

9# Scheinbar muss ich immer alles selber machen.

Ihr habt zum wiederholten Male gefragt, ob Euer Kind nicht endlich das Zimmer aufräumt, die Pflichten im Haushalt wahrnimmt und die Hausaufgaben macht? Vielleicht war genau die Frage das Problem. Wir haben es hier mit einer Andeutung von Unzufriedenheit der Eltern zu tun. Kinder können dies bewusst überhören und werden den eigentlich durchdringenden Wunsch und die Anweisung wohl immer noch nicht wahrnehmen.

 

10# Dein Zimmer sieht aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen.

Viele Eltern stehen kopfschüttelnd vor einem chaotischen Kinderzimmer und können nicht verstehen, wie sich ihre Kinder in diesem Chaos wohl fühlen. Tatsächlich muss es jedes Kind und jeder Jugendliche lernen, erst einmal Ordnung im Leben zu halten. Dabei sollten Eltern nicht so penibel sein und auch klare Aufgabenbereiche und Ordnungssysteme schaffen. Ein praktisches Kistensystem, einfache Regale und Schubläden schaffen schneller aus einem Chaos wieder Ordnung. Doch sollten wir uns darüber im Klaren sein, dass Kinder ein ganz anderes Ordnungsempfinden haben als wir Eltern. Gerade in der Pubertät ist das chaotisches Zimmer ein Ausprobieren und ein Wagnis, das zur Entwicklung der Persönlichkeit dazugehört, auch wenn es die Nerven von Eltern enorm anspannt.

 

Praktische Tipps der Einfach Eltern Readktion für Eltern:

  • Nervige Elternsätze sind überflüssig. Klar formulierte Ansagen, Regeln und Konsequenzen sind hingegen viel wirksamer.
  • Von mir hast du das nicht. Gerade der versteckte Unwillen von Eltern kann nur bedingt von Kindern wahrgenommen werden. Auch hier sollten Tatsachen und Konsequenzen klar angesprochen werden.
  • Geht Diskussionen aus dem Weg und zeigt Konsequenzen und Folgen auf, die in jedem Fall eingehalten werden.

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