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Ab dem fünften Lebensjahr ist es so weit. Nacheinander fallen die Milchzähne aus und das bleibende Gebiss ersetzt die ersten Zähne Deines Kindes. Bei vielen Kindern halten sich Milchzähne hartnäckig. Oft siehst Du den zweiten Zahn nach oben wachsen, während der erste noch fest im Kiefer sitzt.

Grund zur Sorge oder normaler Vorgang – Hinweise zum Wechsel der Zähne liest Du in diesem Beitrag.

Milchzähne
Wackelnde Milchzähne – ziehen oder abwarten?
© Karin & Uwe Annas – Fotolia.com

Wie läuft der Milchzahn-Zahnwechsel ab?

Zwischen dem fünften und 13. Lebensjahr entwickeln sich die dauerhaften Zähne und stoßen nacheinander die Milchzähne aus dem Kiefer. Den Anfang machen die Sechsjahr-Molaren (Backenzähne), die keinen Milchzahn wegdrängen. Da 32 zweite Zähne 20 Milchzähne ersetzen, wachsen sie bereits, wenn die ersten Zähne noch fest im Kiefer sitzen. Im zweiten Durchgang wechseln die unteren mittleren Schneidezähne, gefolgt von den oberen mittleren Dentes incisivi. Im Anschluss daran sind die seitlichen Schneidezähne an der Reihe. Bis zum 13. Lebensjahr geht es weiter mit den Backenzähnen – von innen nach außen. Die Milch-Eckzähne halten sich regelmäßig am längsten.

 

Was geschieht im Kiefer beim Zahnwechsel?

Sämtliche Zähne, auch die Zweiten, sind bereits bei der Geburt angelegt. Grund für das Entstehen von Milchzähnen ist, dass der Kiefer von Kindern nicht in der Lage ist, 32 bleibende Zähne zu beherbergen. Die ersten Zähne dienen als Platzhalter. Wachsen die Neuen, lösen sie im Laufe der Zeit die Wurzeln der Milchzähne auf. Diese beginnen zu wackeln und fallen nacheinander aus.

 

Wenn der Milchzahn bleibt … und nicht locker wird?

Der Zeitraum für den Zahnwechsel ist bei jedem Kind unterschiedlich. Manchmal beginnt es mit vier Jahren, andere Kinder beginnen mit sieben Jahren. Eine Faustregel lautet: Wer früh Milchzähne bekommt, verliert sie früh. Daraus lässt sich ableiten, dass eine Verzögerung um sechs Monate kein Grund zur Besorgnis ist.

Irritiert es Dich, dass neben Milchzähnen bereits zweite Zähne sichtbar sind, bewahre die Ruhe. Der neue Zahn schiebt den alten im Lauf der Zeit weiter nach oben, sodass er ausfällt. Grund für einen schief wachsenden zweiten Zahn ist niemals ein Milchzahn, der zu lange im Mund bleibt. Bei deutlichen Verzögerungen empfiehlt ich ein Besuch beim Zahnarzt, der dem alten Zahn beim Ausfallen nachhilft.

 

Wenn ein Zahn nicht angelegt ist

Ein Sonderfall ist ein nicht angelegter zweiter Zahn. Manchmal bleiben Milchzähne unverrückbar fest, weil darunter kein weiterer Zahn wächst. In diesem Fall lösen sich die Wurzeln der Milchzähne nicht auf und es besteht für sie kein Grund, auszufallen. Der Zahnarzt überzeugt sich bei einem entsprechenden Verdacht mit einer Röntgenaufnahme des Gebisses. Fehlt der neue Zahn, zieht er den alten, um die Entwicklung des restlichen Gebisses nicht zu behindern. Die entstehende Zahnlücke schließt er durch einen provisorischen Zahnersatz.

 

Karies als Hemmschuh für den neuen Zahn

In einigen Fällen löst der Körper die Wurzeln eines von Karies befallenen Milchzahns nicht auf. In dessen Folge fällt er nicht aus und der zweite Zahn darunter entwickelt sich nicht komplett. Betrifft das Dein Kind, entfernt der Zahnarzt seines Vertrauens die Wurzel des kariösen Zahns. Dies macht deutlich, wie wichtig eine sorgfältige Zahnpflege bei Milchzähnen ist. Karies beim ersten Zahn überträgt sich auf neue zweite Zähne.

 

Zahnwechsel – eine langwierige Geschichte

Verzögerungen von einigen Monaten beim Wechsel der Zähne geben keinen Anlass, Dir Sorgen zu machen. In der Zeit von fünf bis 13 Jahren empfiehlt es sich, mit Deinem Kind regelmäßig den Zahnarzt zur Kontrolle aufzusuchen. Der Arzt erkennt Besonderheiten und hat die Möglichkeiten, sie zu beseitigen.

 

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