Gemeinsames Schlafen im Familienbett – das bringts:

FamilieAls das Familienbett gilt eine Schlafstätte, die sich die Eltern mit ihren Kindern teilen. Das bedeutet, dass Deine Partnerin und Du zusammen mit dem Nachwuchs schlaft. Speziell bei Säuglingen zeigen sich die Vorteile eines Familienbetts deutlich. Durch die Nähe zu dem Baby fällt es Deiner Frau leichter, es schnell zu stillen. Zudem gelingt es Dir schneller, Dein Kind zu beruhigen, wenn es nachts aufwacht und weint.

Früher warnten viele Forscher davor, dass das gemeinsame Schlafen mit den Sprösslingen diese verwöhnt. Die These gilt als widerlegt.

 

Familienbett
Eltern Kind im Bett © Andriy Petrenko – Fotolia.com

Die Vorteile des Familienbetts für Säuglinge

Besonders bei Säuglingen und Kleinkindern birgt das Schlafen in einem gemeinsamen Bett zahlreiche Vorteile. Du überwachst den Schlaf Deines Sprösslings auf natürliche Weise. Das betrifft vorwiegend die Atemkontrolle, die in den ersten drei Lebensmonaten Deines Kindes eine hohe Priorität erhält.

Jedoch holst Du Deinen Nachwuchs erst ab einem bestimmten Alter in das Familienbett. Das Baby ist im besten Fall bereits zwei Monate alt, bevor Du es in das gemeinsame Bett nimmst. Dies empfehlen Experten, um das Kind nicht zu gefährden.

 

Beugt das Familienbett Albträumen vor?

Das Familienbett erhält nicht ausschließlich dann Wichtigkeit, wenn Du Dein Baby mit hineinnimmst. Auch bei Kindern im Schulalter spielt das Schlafen bei den Eltern eine wesentliche Rolle. Leiden Deine Kinder gelegentlich an Albträumen, suchen sie nachts die Nähe der Eltern. In einigen Fällen schlafen sie über Wochen oder Jahre zwischen Mutter und Vater. Auch hierbei handelt es sich um eine Art Familienbett – auch wenn dieses nicht als solches vorgesehen war.

Leiden Kinder nachts unter Ängsten, stören diese den Nachtschlaf. Das häufige Aufwachen belastet die Psyche der Kleinen, sodass sie unter Umständen Angst vor dem Einschlafen bekommen. In diesem Fall suchen die Kinder instinktiv die Nähe der Eltern und kuscheln sich zwischen Dich und Deine Partnerin. Hier fühlen sich die Kinder sicher und geborgen.

Die elterliche Nähe beugt den Albträumen vor. Somit verlieren Deine Sprösslinge die Furcht vor dem Einschlafen. Auch für den Schlafrhythmus zeigt sich das Familienbett förderlich. Dies liegt daran, dass die Kleinen nicht jede Nacht den Schlaf ihrer Eltern mit Weinen oder Rufen unterbrechen.

 

Das Familienbett und der Einfluss auf die familiäre Bindung

Früher warnten Forscher davor, die Kinder auf diese Weise zu verwöhnen. Das Schlafen im Familienbett würde für eine ungesunde Bindung an die Eltern sorgen. Diese These gilt mittlerweile jedoch als hinreichend widerlegt. Das Schlafen in einem gemeinsamen Bett beweist im Gegenteil eine kinderorientierte Erziehung.

Bei der Nutzung eines Familienbetts steht das Wohlbefinden der Kleinen im Mittelpunkt. Das sichere Gefühl während der Nachtruhe gewährleistet einen gesunden und erholsamen Schlaf. Dies gilt für die Kinder sowie für Dich und Deine Partnerin.

Des Weiteren trägt das Familienbett in keinem Fall dazu bei, die Sprösslinge zu verziehen. Hierbei kommt es darauf an, wie lange Du als Vater Deinem Kind erlaubst, zwischen Dir und Deiner Partnerin zu nächtigen. Häufig verlassen Kinder aber freiwillig das Familienbett. Somit verziehst Du Deinen Nachwuchs durch das gemeinsame Schlafen nicht. Stattdessen ermöglichst Du den Kindern einen Reifungsprozess.

 

Laut einer Studie, die das Internetportal babywelten veröffentlichte, gehören 65 Prozent aller deutschen Kinder zu den seltenen Bedsharern. Diese Kinder teilen gelegentlich die Schlafstätte mit den Eltern. Der hohe Prozentsatz zeigt, dass das Familienbett in vielen Familien wenigstens von Zeit zu Zeit zum Einsatz kommt. Auch dies beweist, dass Du Deine Kinder nicht verwöhnst, wenn sie gemeinsam mit Euch in dem gemeinsamen Bett schlafen. Vielmehr gehst Du als guter Vater auf die Bedürfnisse der Kleinen ein.

 

Gewährt das Familienbett ausreichend Erholung?

Für einen gesunden und erholsamen Schlaf eignet sich das Familienbett. Dabei spielt die Größe der Schlafstätte eine wichtige Rolle. Bei einem zu kleinen Bett besteht die Gefahr, dass keiner der Schlafenden ausreichend Platz erhält. Das Drängeln und Querliegen im Bett nimmt einen negativen Einfluss auf den Schlafrhythmus. Bei einem Familienbett mit der richtigen Größe existiert dieses Risiko nicht. Die optimalen Maße besitzt der Schlafplatz, wenn sich beide Elternteile ohne Probleme ausstrecken können.

Bei zwei ausreichend breiten Matratzen bleibt in der Mitte genügend Platz für den Nachwuchs. Bei mehreren Kindern wählst Du ein entsprechend größeres Bett, damit all Deine Sprösslinge mit hineinpassen. Zudem gibt es weitere Dinge, die es bei einem Familienbett zu beachten gilt. Zu den Voraussetzungen dafür zählen,

  • dass beide Eltern ihr Einverständnis für das gemeinsame Bett geben,
  • dass es sich um eine feste Matratze handelt, die problemlos zusätzliches Gewicht trägt,
  • dass möglichst keine Ritzen existieren, in die das Kind rutscht,
  • dass Babys zwingend einen eigenen Schlafsack innerhalb des Familienbetts erhalten
  • und dass keines der Elternteile raucht oder viel Alkohol zu sich nimmt.

Diese Maßnahmen beugen des Weiteren dem plötzlichen Kindstod vor. Dies belegt eine Studie der American Academy of Pediatrics (AAP). Hältst Du Dich an diese Voraussetzungen, gewährst Du Deinem Nachwuchs eine gute Nachtruhe. Speziell das Gefühl der Geborgenheit sorgt dafür, dass sich Dein Kind psychisch ohne Probleme entwickelt.

 

Die Vorteile des Familienbetts zusammengefasst

Das Schlafen in einem Familienbett sorgt bei Kindern für ein sicheres Gefühl während des Schlafens. Albträume und Ängste halten Deine Sprösslinge auf diese Weise nicht von der erholsamen Nachtruhe ab. Zudem stillt die elterliche Nähe eines der Grundbedürfnisse von Babys und Kleinkindern. Vorwiegend Säuglinge beruhigen sich nach dem nächtlichen Aufwachen schneller, wenn die Eltern nah bei ihnen sind. Zahlreiche Familienexperten empfehlen, die Voraussetzungen für das Schlafen im gemeinsamen Bett, beispielsweise den Baby-Schlafsack, einzuhalten.

 

weiterführend:

http://geborgen-wachsen.de/2012/08/27/ammenmarchen-uber-das-familienbett/

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