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Die primäre Sozialisation nennen Experten auch die familiäre Sozialisation. Sie als Elternteile übernehmen die Vermittlung von ersten Werten und Normen an Ihre Kinder. Damit bieten Sie Ihren Kindern eine notwendige Entwicklungs-Veränderung.

Die familiäre Sozialisation nennt sich in der Fachsprache Soziabilisierung. Speziell findet dieser Prozess innerhalb der Familie statt. Zudem nehmen Gleichaltrige auf die primäre Sozialisation Ihrer Kinder Einfluss.

Die primäre Sozialisation bei der Entwicklung von Kindern:

sozialisation-prozess

Das Ziel dieser Sozialisation besteht in dem Herausbilden einer individuellen Identität Ihrer Sprösslinge. Vorwiegend findet die Soziabilisierung in den ersten beiden Lebensjahren der Kinder statt.

Was bedeutet die primäre Sozialisation?

Sie als Eltern, die Großeltern und die Verwandten übernehmen einen großen Teil der familiären Sozialisation. Beispielsweise lernt Ihr Nachwuchs durch die emotionale Geborgenheit, anderen Menschen zu vertrauen. Weitere Ziele der primären Sozialisation liegen in dem Erlernen der Sprache und der Anpassung an die Gesellschaftsordnung. In dieser Entwicklungsphase verinnerlichen die Kinder Normen, Werte und Verhaltensweisen, die im späteren Leben stabil bleiben. Das heißt, an die hier erlernten Richtlinien halten sich Ihre Sprösslinge ihr Leben lang. Jedoch besteht die Möglichkeit, die vermittelten Werte in der sekundären Sozialisation zu variieren.

 

Die verschiedenen Definitionen der primären Sozialisation

Bei der familiären Sozialisation eignet sich ein Individuum das Wissen, die Fertigkeiten und Dispositionen an, um später als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft zu fungieren. Daher besteht die Soziabilisierung in der Grundlagenbildung für das Leben im Erwachsenen-Alter. Während der gravierenden Phase in der Entwicklung Ihres Kindes spielt Ihr Verhalten als Elternteil eine wichtige Rolle. Die primäre Sozialisation besteht als Teil der Entwicklungs-Psychologie. Daher bestätigen die Sozialisations-Forscher, dass Ihre Verhaltensweisen die Bedingung für die Entwicklung Ihrer Sprösslinge darstellt.

Demnach übernehmen Ihre Kleinen während der ganzen Kindheit bei der Soziabilisierung sämtliche Werte und Normen ihres primären, also familiären, Umfelds. Hierbei startet ein Interiorisations-Prozess. Das Nachahmen von speziellen Verhaltensweisen beeinflusst den späteren Lebensweg Ihrer Kinder. Zu diesem Verhalten zählen beispielsweise:

  • Ihre Essgewohnheiten,
  • die Freizeitbeschäftigung,
  • Ihr Verhalten gegenüber Fremden
  • sowie Ihre Sprechweise (Umgangssprache).

 

Das soziale Lernen durch die Soziabilisierung

Der Prozess der primären Sozialisation nennt sich das Soziale Lernen. Ihre Kinder lernen durch das Annehmen der Strukturen ihres sozialen Umfelds. Um die familiäre Sozialisation kommt kein Kind herum. Schließlich beeinflussen alle Eltern ihren Nachwuchs. Haben einige Kinder keine Eltern, orientieren sie sich an älteren Kindern oder anderen Bezugspersonen. Damit legt die Soziabilisierung den Grundstein für die Einpassung an die Gesellschaft. Diese Basis an Weltwissen erlernen Ihre Kinder durch eine stetige Verinnerlichung. Da die Bedürfnisse einzelner Individuen variieren, verlängert sich bei einigen Kindern der Prozess der familiären Sozialisation.

 

Die Bedingungen für die Sozialisierung

Für eine normale primäre Sozialisation benötigen Ihre Kleinen eine vertrauensvolle Bindung. Die Experten sprechen von dem Urvertrauen. Bei Säuglingen besteht diese Bindung ausschließlich aus der emotionalen Sicherheit. Verfügt Ihr Nachwuchs bereits über einen höheren sensorischen Entwicklungsstand, spielen Wärme, Nahrung und Zuwendung eine tragende Rolle. Binden sich Ihre Kinder an weitere Bezugspersonen, hängt dieses Vertrauensverhältnis ebenfalls von dem emotionalen Wohlbefinden ab.

Grundsätzlich stellt dieser Entwicklungsprozess die Suche nach dem Platz im Leben dar. Diesen Platz suchen sich Ihre Sprösslinge nicht eigenständig aus. Während der familiären Sozialisation bestimmen Sie als Eltern über die spezifische Rolle des Kindes innerhalb des sozialen Umfelds. Einen wichtigen Faktor der Soziabilisierung nimmt daher die Rollenerwartung ein. Ihr Nachwuchs erfährt, dass er zu verschiedenen Personen eine unterschiedliche Rolle einnimmt. Durch diese sozialen Verknüpfungen bildet sich die Identität der Kinder heraus. Neben der Familie prägt die nähere Umgebung die Persönlichkeit von Heranwachsenden. In diesem Fall sprechen die Forscher von einer erweiterten primären Sozialisation.

 

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Redaktion: M.Foerster, veröffentlicht von  Anna Nilsson
Quellen-Literatur-Verweise:

http://lexikon.stangl.eu/5103/primare-sozialisation/
Buch: Grundwissen Sozialisation: Einführung zur Sozialisation im Kindes- und Jugendalter (German Edition) Taschenbuch – Arne Niederbacher

Motiv  © rendeeplumia – Fotolia.com

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