Woran erkennt man Blähungen beim Baby und wie kann man diese vermeiden

Schreit Ihr Baby und lässt sich nicht trösten, zieht währenddessen seine Beinchen an den Körper und Sie nehmen ein Rumoren in seinem Bäuchlein wahr – dann können Sie als Eltern davon ausgehen, dass Ihr Baby Bauchweh hat. Genauer gesagt, hierbei handelt es sich um Anzeichen für Blähungen beim Baby.

Welche Symptome weisen Blähungen beim Baby auf?

Blähungen Hilfe für Babys
Fliegergriff bei Blähungen und Bauschmerzen © lisalucia – Fotolia.com

In der Tat leidet eine Vielzahl an Babys innerhalb der ersten vier Monate ihres Lebens unter Blähungen. Welche Auslöser hierfür in Frage kommen, konnte bislang noch nicht genauer geklärt werden. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass das noch nicht ausgereifte Verdauungssystem beim Säugling dafür verantwortlich zeichnet. Glücklicherweise können Sie als Eltern allerdings davon ausgehen, dass mit dem Ende des vierten Lebensmonats diese Phase der Blähungen beim Baby überstanden ist.

Gehäuft treten derartige Beschwerden jeweils zur gleichen Tageszeit in Erscheinung, vorzugsweise abends. Aber auch nachmittags können Blähungen beim Baby auftreten. Erkennen können Sie diese an den nachfolgenden Symptomen:

  • Auftreten typischer Beinbewegungen in Form von krampfhaften Anziehen und anschließendem Wegstrecken der Beinchen
  • Unruhig werden des Kindes
  • Weinen

Im Übrigen sind Babys mit Blähungen in der Regel jedoch völlig gesund. Sie sind munter und fröhlich, essen und entwickeln sich gut – bis auf den Umstand, wenn der Bauch zwickt.

Treten diese Symptome zum ersten Mal bei Ihrem Baby auf, empfiehlt es sich, noch am selben, jedoch spätestens am folgenden Tag einen Kinderarzt aufzusuchen. Gerade bei Säuglingen sollte ausgeschlossen werden, dass keine ernstere Erkrankung hinter dieser Symptomatik steckt. Dies könnte unter Umständen auch eine Allergie auf das Eiweiß in Kuhmilch sein.

 

Erste Soforthilfe bei Blähungen beim Baby

Aber auch Sie selbst können vor dem Arztbesuch schon etwas für Ihr Baby bei auftretenden Blähungen tun. Massieren Sie zum Beispiel das Bäuchlein Ihres Babys sanft. In Apotheken können Sie hierfür spezielle Öle oder Salben erwerben. Auch der so genannte Fliegergriff hilft beim Abgehen der sich angestauten Luft weiter.

 

Vorbeugende Maßnahmen gegen Blähungen beim Baby

Unter Umständen kann es möglich sein, dass es bei den Blähungen beim Baby sich als problematisch erweist, dass diese eine zu große Menge an Luft schlucken während sie trinken. Vermeiden können Sie dies durch folgende Maßnahmen:

  • Bevor Sie Ihrem Baby das Fläschchen geben, schauen Sie stets, dass das im Flaschensauger vorhandene Loch die richtige Größe aufweist. Dieser sollte auf jeden Fall über eine dem Alter angemessene Größe verfügen und ferner passend zur Nahrung gewählt werden.
  • Um eine unnötige Schaumbildung zu verhindern, sollten Sie die zubereitete Flasche auf keinen Fall schütteln. Stattdessen wir ein einfaches Hin- und Herkippen empfohlen.
  • Unabhängig davon, ob Sie Ihrem Baby die Flasche geben oder ob Sie dieses stillen – das Kind sollte nach jeder eingenommenen Mahlzeit ein Bäuerchen machen. Insbesondere bei Säuglingen, welche ihre Nahrung sehr hastig zu sich nehmen, macht es Sinn, wenn Sie diese zwischendurch zum Aufstoßen bewegen können.

Darüber hinaus ist es äußerst sinnvoll, Ihrerseits darauf zu achten, dass Ihr Kleines während des Trinkens aus der Milchflasche oder an der Brust keine hohen Mengen Luft schluckt. Hilfreich kann es sein, dem Kleinen während des Stillens den Warzenhof mit einsaugen zu lassen und nicht einzig die Brustwarze in den Mund zu geben.

Eltern, deren Baby per Fläschchen ernährt wird und starke Blähungen hat, können in der heutigen Zeit auf besondere Milchnahrungen zurückgreifen. Ihr Kinderarzt wird Ihnen gern hilfreich zur Seite stehen und gegebenenfalls mitteilen, ob ein Wechsel zu einer derartigen Nahrung empfehlenswert ist. Nicht zuletzt sollten Sie jedoch nicht des Öfteren einen Wechsel der Milchsorte vornehmen, um nach Möglichkeit keine zusätzliche Belastung der Verdauung Ihres Kindes hervor zu rufen.

Für den Fall, dass Sie Ihr Baby stillen, könnte es durchaus im Bereich des Möglichen liegen, dass dieses über die Muttermilch an Inhaltsstoffe aus Ihrer eigenen Nahrung herankommt. Diese können der Auslöser für Blähungen beim Baby sein. Haben Sie diese Vermutung, dann lassen Sie die betreffenden Lebensmittel einige Tage weg und beobachten Sie ob sich das Befinden Ihres Babys bessert.

 

Diagnostik von Blähungen beim Baby

Für eine klare Diagnosestellung ist es erforderlich, dass die Symptome für eine Zeitspanne von wenigstens drei Wochen länger als drei Tage in der Woche auftreten. Dabei hält die Dauer des Ereignisses im Großen und Ganzen rund drei Stunden an. Doch selbst dann, wenn Ihr Baby nicht so viel schreit, kann dies für Sie als Eltern eine enorme Belastung werden. So macht es durchaus Sinn, eine Behandlung in Erwägung zu ziehen.

Liegt keine Beeinträchtigung der Entwicklung bei Ihrem Kind vor, fällt die Untersuchung durch den Kinderarzt unauffällig aus und deuten die Weinanfälle auf die genannte Symptomatik hin, dann kann der Kinderarzt im Allgemeinen problemlos die Diagnose für Blähungen beim Baby stellen. Stellt der Arzt jedoch fest, dass Ihr Baby nicht gut zunimmt oder Probleme mit dem Wachstum hat, so kann hier auch eine Erkrankung verantwortlich sein.

 

Behandlungsmöglichkeiten von Blähungen im Säuglingsalter

Als Mutter können Sie Ihrem Baby bei Blähungen Fenchel-Kümmel-Anis-Tee zu trinken geben. Dieser hat eine beruhigende Wirkung auf dessen Bäuchlein. Als stillende Mutter können Sie diesen Tee aber auch selber trinken oder die Nahrung Ihres Babys hierin zubereiten. Geben Sie Ihrem Kind das Fläschchen, lassen Sie dieses nach dem Zubereiten noch einige Zeit stehen, damit sich der Schaum setzen kann. Auch ein warmes Bad kann zur Entspannung beitragen.

Ferner gibt es im Handel spezielle Babynahrung, wie zum Beispiel Comformil oder auch Novalac. Am besten sprechen Sie dies mit dem behandelnden Kinderarzt ab. Bewährt hat sich bei auftretenden Blähungen beim Baby auch die Gabe von Kümmelzäpfchen. Aber auch Entschäumer zeigen gute Resultate. Diese sind in der Lage, im Darm des Säuglings befindliche kleine Luftbläschen in größere Blasen umzuwandeln, welche sich wesentlich leichter auflösen. Besonders wirksam sind Substanzen wie beispielweise Simethicon oder auch Demeticon.

 

Fazit

Vermuten Sie hinter dem vielen Schreiattacken Ihres Babys Blähungen, können Sie Erstmaßnahmen wie leichte Bauchmassagen oder Wärmezufuhr einleiten. Sollten diese Maßnahmen nicht von Erfolg gekrönt sein, suchen Sie unbedingt einen Kinderarzt auf. Dieser kann eine genaue Diagnose stellen und gegebenenfalls eine weitere Behandlung einleiten.

 

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