Entspannung für Kindern

So können Kinder Entspannen lernen: Yoga, Autogenes Training und Fantasie-Reisen

Rennen, Toben, Spielen, Schreien und wieder Rennen – beobachtest Du Deine Kinder, fällt Dir auf, dass sie voller Energie stecken. Dazu kommen Reizüberflutung und erster Leistungsdruck in der Schule und oft auch schon Freizeitstress Ohne eine gelegentliche Atempause kommen auch die quirligsten Sprösslinge nicht aus. Daher erhält das Entspannen für die Kinder eine hohe Priorität. Ihr findet hier die besten Entspannungsübungen für Kinder:

Entspannung für Kinder

Die besten Entspannungsmethoden für Kindern © gilitukha – Fotolia.com

Wie zahlreiche andere Dinge auch, bekommt der Nachwuchs die Fähigkeit, sich hinzusetzen und die Seele baumeln zu lassen, nicht in die Wiege gelegt. Stattdessen unterstützen Deine Partnerin und Du das Kind darin, die richtige Form der Entspannung zu lernen. Hierbei spielen vorwiegend die geeigneten Techniken, zur Ruhe zu kommen, eine wichtige Rolle. Daher übst Du das Entspannen zusammen mit Deinem Sprössling.

 

Entspannungsübungen für Kinder

Wie entspannen sich Deine Kinder richtig?

Bei dem Lernen oder Spielen besteht das Entspannen für Deine Kleinen nicht als selbstverständlicher Bestandteil. Die Kleinen verfügen über viel Energie und neigen dazu, sich selbst zu überschätzen. In der Folge drohen nach einem ereignisreichen Tag Übermüdung und auf längere Sicht starker Stress. Aufgrund der hohen Erwartungen in der Schule und dem Drang, sich auszuleben, kommt eine Ruhepause in der Regel zu kurz.

Um Deinen Nachwuchs vor Überforderung und einer daraus resultierenden Versagensangst zu schützen, setzt Du Entspannungs-Techniken ein. Die Kleinen gehen problemlos auf die jeweiligen Übungen ein, sodass sich ihr Alltag erleichtert. Auf die Weise bewahrst Du Deine Sprösslinge vor gesundheitlichen und emotionalen Komplikationen.

 

Warum brauchen Kinder die Entspannung?

Der Alltag konfrontiert Deinen Nachwuchs mit zahlreichen Stressfaktoren. Vorrangig verlangt der Unterricht in der Schule den Kleinen viel Konzentration und Leistungs-Bereitschaft ab. Dabei beschränkt sich das Lernen nicht auf die Stunden innerhalb des Instituts. Zu Hause warten auf die Kleinen zusätzliche Übungen, Projekte und Hausaufgaben. Des Weiteren spielt das Familienleben mit seinen schwierigen Situationen eine wesentliche Rolle. Beispielsweise leiden Deine Sprösslinge:

  • an Streitigkeiten mit den Geschwistern,
  • Konflikten mit Freunden,
  • der begrenzten Zeit der Eltern,
  • Trennungen
  • und den Arbeiten im Haus.

Selbstverständlich stellt das Aussetzen der häuslichen Pflichten keine Lösung dar, um den Kindern das Leben zu erleichtern. Für Deine Kleinen erhält die Verantwortung, die Du ihnen überträgst, eine hohe Priorität. Bekommt Deine Tochter oder Dein Sohn keine Aufgaben im Haushalt, bleibt die Entwicklung der Eigenständigkeit aus. Im schlimmsten Fall beeinflusst der Umstand das spätere Verhalten Deines Kindes im Umgang mit anderen Menschen. Beispielsweise neigen unselbstständig erzogene Sprösslinge zu einem unsicheren Handeln.

Damit Dein Nachwuchs die geforderten Pflichten und die benötigten Pausen problemlos bewältigt, eignen sich verschiedene Entspannungs-Techniken. Dabei orientieren sich die Methoden an der Belastung des Kindes. Erledigt Dein Schützling wenige Aufgaben im Haushalt, kommt er bereits mit einfachen Entspannungs-Übungen zur Ruhe. Des Weiteren brauchen Kinder, die noch nicht in die Schule gehen, weniger Erholungspausen als ihre älteren Geschwister. Daher eignen sich für die jüngeren Sprösslinge sportliche Techniken, um das seelische Gleichgewicht zu fördern.

 

Welche Methoden eignen sich für eine Erholungspause?

Mit einer einzigen Übung kommt bei Deinen Kindern kein entspanntes Gefühl zustande. Daher erhält das regelmäßige Anwenden der Techniken eine wesentliche Relevanz. Des Weiteren achtest Du darauf, wann Du die Methoden mit Deinem Nachwuchs ausprobierst. Vorwiegend in Augenblicken, in denen den Kleinen die Energie bereits fehlt, zeigen sie sich für die Entspannungstipps aufnahmefähig. Als mögliche Zeiten bestehen beispielsweise die Stunde nach dem Mittagessen oder nach dem Erledigen der Hausaufgaben. Zudem benötigen die Schützlinge ihre Ruhepause nach der Schule und direkt vor dem Einschlafen.

In ihrem Buch „Entspannungs-Sequenzen im Unterricht: Psychohygiene in der Schule“ beschreibt Ursel Winkler das Entspannen als:

  • einen gezielten Abbau negativer Spannungszustände, ohne neue aufzubauen,
  • einen körperlichen Zustand der Ruhe,
  • das Minimieren von äußerlichen Reizen
  • und das Konzentrieren auf gedankliche Prozesse.

Damit Dein Nachwuchs zur Ruhe kommt, schaffst Du eine Atmosphäre, die zum Wohlfühlen einlädt. Dafür benötigt das Kind einen bequemen Ort, um den Stress des Alltags zu vergessen. Vor dem Fernseher fällt es den Sprösslingen in vielen Fällen schwer, die äußeren Reize auszublenden. Durch das Konzentrieren auf das Geschehen auf dem Monitor entsteht kein entspanntes Umfeld für Deine Tochter oder Deinen Sohn.

Stattdessen nutzt Du autogenes Training und die Fantasie Deiner Kleinen, um für eine ruhige Atmosphäre zu sorgen. Die Studie „Autogenes Training mit Kindern und Jugendlichen“ der Forscher Goldbeck und Schmid von der Universitätsklinik Ulm bestätigt die Wirksamkeit dieser Methode. In verschiedenen Tests wiesen die Wissenschaftler den beruhigenden Effekt des autogenen Trainings auf die kleinen Probanden nach.

Diese Techniken eignen sich zur Entspannung bei Kindern:

  • Autogenes Training
  • Yoga
  • Atemübungen
  • 5 Tibeter
  • Meditation
  • Progressive Muskelentspannung
  • Massagen

 

Autogenes Training und Fantasie-Reisen entspannen

Ursprünglich entwickelte der Arzt Heinrich Schultz das autogene Training 1920 als Entspannungs-Methode für Erwachsene. Hierbei versuchen die Verwender, den Körper durch die Kraft ihres Willens in einen ruhigen Zustand zu versetzen. Damit Dein Kind die Übungen richtig versteht, liegt sein Alter zwischen acht und zehn Jahren. Ab diesem Zeitraum nehmen die Kleinen die Technik ohne Probleme auf. Bei dem Training führen Deine Partnerin oder Du den Nachwuchs in eine Fantasiewelt. Vorrangig eignen sich warme und sonnige Orte, die der Schützling gedanklich erstellt.

Durch die Vorstellung, sich an einem schönen Platz zu befinden, erhält der Nachwuchs ein angenehmes Gefühl. Damit fällt es Deiner Tochter oder Deinem Sohn leicht, sich von dem Stress des Alltags zu erholen. Ähnlich verhält es sich mit einer Fantasiereise. Dabei erzählst Du Deinem Sprössling eine Geschichte, in die er sich hineinversetzt. Alternativ wählst Du ein geeignetes Buch, das Du dem Kind vorliest. Stellt sich Dein Schützling vor, wie er in fantastische Welten reist, rücken die anspannenden Situationen des Alltags in weite Ferne.

 

Manche Kinder bevorzugen die aktive Entspannung

Vorwiegend die aufgeweckten Sprösslinge finden das Vorlesen einer Geschichte auf die Dauer langweilig. Damit Dein Nachwuchs trotzdem zur Ruhe kommt, nutzt die aktiven Entspannungs-Methoden. Beim Malen tauchen die Kleinen in ihre eigene Fantasiewelt ab und schulen gleichzeitig ihre Kreativität. Hierbei brauchen Deine Kinder nicht allein am Zeichentisch zu sitzen. Ein großes Ausmalbild gemeinsam mit den Eltern farblich zu gestalten, bereitet speziell jüngeren Schützlingen Freude.

Damit auch die älteren Geschwister eine Erholungspause erhalten, eignet sich beispielsweise das Kinder-Yoga. Die Übungen orientieren sich an den Bedürfnissen der Kleinen und ihren körperlichen Fertigkeiten. Im Mittelpunkt steht die mit der Bewegung einhergehenden Entspannung, ohne durch die Übungen einen Leistungsdruck hervorzurufen.

 

wer wir sind

Juliane Werner

Juliane ist fester Bestandteil der Netpapa Redaktion, als Autorin für Home, Wohnen und Familienthemen bereichert Sie uns mit frischer Themenvielfalt. Sie ist freie Journalistin und Grundschulpädagogin.


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