Mein Kind will morgens nicht aufstehen

Wie Eltern Ihre Kinder wecken: Morgenmuffel, Schlafmütze & Co

Ich bin sicher nicht allein, mit meinem alltäglichen morgendlichen Kampf gegen meine zwei Schlafmützen – Wie macht Ihr das, Wie schafft Ihr es, Euer Kind liebevoll aus dem Bett zu bekommen? Wollen die Kleinen einfach nicht aus den Kissen kriechen und Ihr steht jeden Morgen denselben immerwährenden Kampf um die tägliche Morgenroutine aus?

Tatsächlich können die kleinen Murmeltiere uns wirklich konsequent ignorieren und direkt zum Beginn des Tages einen vollkommen unnötigen Konflikt hervorrufen. Wenn Ihr Euch nun fragt, wie Ihr Euer Kind morgens weckt oder wenn die Kleinen morgens immer müde sind, dann haben wir in diesem Beitrag die passenden Tipps zum Aufstehen und für die perfekte Zeiteinteilung, mit der Ihr stressigen Problemen konsequent aus dem Weg geht.

Mein Kind will nicht aufstehen

Mein Kind will morgends nicht aufstehen – Eltern gegen Morgenmuffel & Schlafmützen Urheber: zigf / 123RF.com

Mein Kind ist morgens immer müde? Rituale schaffen Lösungen

Im Grunde genommen gehören die morgendlichen Aufsteh-Rituale zu einem festen und durchgeplanten Tagesablauf. Eben genau diese rhythmischen, wiederkehrenden Punkte gelten für Kinder als Orientierungen über den gesamten Tag. Wir Eltern haben nun die Aufgabe, diese Routinen einzuhalten, um der Familie wichtige Orientierungspunkte zu geben. Darüber hinaus gehört ein durchdachtes Zeitmanagement zu jedem gelassenen Morgen-Programm dazu.

Wer stürzt schon gern aus dem Bett, rennt ins Bad, weckt voller Hast die Kinder und lässt dabei vielleicht noch den Kakao überkochen? Kommen wir dann im Büro oder auf der Arbeit an, hat der Tag bereits mit einer unangenehmen Stolperfalle begonnen und wird sich zumeist nicht mehr positiv entwickeln. Auch wenn vielleicht viele Eltern diese Situationen kennen. Simple Kniffe und die Disziplin der Eltern sind gefragt, um konsequent dagegen anzugehen.

 

Morgens immer müde: Wie viel Schlaf benötigt Euer Kind?

Im Prinzip sollten wir in einem ersten Punkt herausstellen, wie viel Schlaf unsere Kinder eigentlich brauchen. Erst dann können wir wirklich abschätzen, wann sie ausgeschlafen haben und uns eher ausgeruht entgegen blinzeln als genervt und übermüdet. Erwachsene brauchen im Durchschnitt 7-8 Stunden Schlaf am Tag, um wirklich ausgeruht und voller Energie durch den Tag zu gehen. Bei Kindern sieht das Schlafbedürfnis vollkommen anders aus.

 

  • Babys und Neugeborene: Gerade in diesem Alter haben die Kleinen ein enormes Bedürfnis an Schlaf. Hier sollten Sie sich an 14-18 Stunden pro Tag orientieren.
  • Säuglinge: Mit 3-6 Monaten reduziert sich das Schlafverhalten auf bis zu 16 Stunden jeden Tag. Doch zumeist werden diese Zeiten noch in Etappen aufgeteilt, sodass der obligatorische Mittagsschlaf dazugehört. Bei sehr kleinen Kindern sollten die Schlafphasen auf bis zu vier Perioden am Tag eingeteilt werden.
  • Kleinkinder: Bis zu einem Alter von vier Jahren sprechen wir vom Kleinkindalter. In diesem Stadium gelten 11-14 Stunden als gesund.
  • Schulkinder: Ein neuer Lebensabschnitt mit vielen neuen Herausforderungen beginnt. Mit dem vierten Lebensjahr bis hin zum Grundschulalter sollten Eltern auf 10-12 Stunden Schlaf Wert legen – auch wenn der Mittagsschlaf gerade für Schulkinder eigentlich nicht mehr notwendig ist.
  • Jugendliche: Erreicht Ihr Kind das Alter von 15-16 Jahren, benötigt es dennoch bis zu 10 Stunden Schlaf. Die meisten Konzentrationsprobleme gründen tatsächlich auf viel zu wenig Schlaf und Ruhe.

 

Wie Ihr erkennt, ob Euer Kind genügend Schlaf hat?

Im Prinzip ganz einfach: Habt Ihr morgens keine Probleme mehr, die Kleinen aus dem Bett zu bekommen, hat Euer Kind reichlich Schlaf genossen. Kommt es hingegen zu Einschlafproblemen, verarbeiten Kinder in den meisten fällen Sorgen und Probleme des Alltags. Bei chronischen Problemen in Verbindung mit dem Schlafen, ist es sinnvoll, sich fachmännischen Rat zu holen.

 

Am Abend für den kommenden Morgen vorsorgen

Mit der Frage nach dem individuellen Schlafbedürfnis sind wir zunächst einer ursächlichen Analyse morgendlicher Probleme auf den Grund gegangen. Von nun an gehen wir davon aus: Ist Euer Kind morgens immer müde, hat es vermutlich nicht genug Schlaf. Plant über den Tag hinweg mehr Ruhephasen und einen harmonischen Übergang in die Abendrituale. Hier hilft ein fester Rhythmus der gesamten Familie, sodass es bestimmte Zeiten gibt, die über ein wiederkehrendes Prozedere bestimmt sind.

In jedem Fall ist es sinnvoll, Euer Kind bis zu 1 Stunde vor dem Schlafengehen kein Fernsehen mehr schauen zu lassen und sich gemeinsam mit den Kindern ins Bett zu begeben, ihnen eine Geschichte vorzulesen und für ein ruhiges und ausgeglichenes Einschlafen zu sorgen. Auf keinen Fall sollten Eltern gemeinsam mit Ihren Kindern am Abend noch einmal aufdrehen und ausgiebig toben. Auf diese Weise fahren Sie den kindlichen Stoffwechsel und Blutdruck nach oben. Das Einschlafen wird somit auf keinen Fall leichter!

 

Morgens immer müde: NICHT mit effektivem Zeitmanagement!

Die meisten Eltern planen den Morgen einfach viel zu knapp: Verständlich, man selbst möchte so viel Zeit wie möglich im Bett verbringen. Doch gerade Stress und Hektik am Morgen können dem eigenen Organismus noch mehr zusetzen als das rechtzeitige Aufstehen. Für die Berechnung der passenden Zeit für die morgendlichen Rituale und Vorbereitungen bilden zwei Variablen einen unmissverständlichen Einfluss:

  1. zum einen der Zeitpunkt, an dem Ihr das Haus verlasst und
  2. zum anderen das Schlafbedürfnis Eurer Kinder.

Im Grunde genommen ist es vollkommen ausreichend, ungefähr eine Stunde am Morgen für alle Aufgaben einzuplanen. In diesem Zeitraum müssen die folgenden Aufgaben von den Kindern gemeinsam mit den Eltern erledigt werden:

  • wecken und aufstehen,
  • anziehen,
  • frühstücken,
  • waschen,
  • Zähneputzen,
  • Abmarsch: Es geht vor die Tür.

 

Wenn es gerade am Anfang etwas holpriger abläuft, solltet Ihr einen zeitlichen Puffer von bis zu 30 Minuten einplanen. Schließlich benötigt jedes Kind unterschiedlich lang für das Anziehen, Frühstücken oder Waschen.

 

Was erledigt ist, spart Zeit!

Für alle Morgenmuffel ist es sehr hilfreich, so viel wie möglich am Abend vorher zu erledigen. Zeitmanagement und vorausschauendes Handeln ist der Schlüssel zum Erfolg und einen Start in den Tag vollkommen ohne Stress und Hektik. Das können Sie ohne Probleme am Abend vorher erledigen:

  • Schultasche kontrollieren und zusammenpacken,
  • Kindergartentasche packen,
  • Stundenplan überprüfen, Hobbys und AGBs checken,
  • Pausenbrote vorbereiten und in den Kühlschrank legen,
  • Kleider herauslegen,
  • Kaffeetasse herausstellen und Frühstück ansatzweise vorbereiten.

 

So holt Ihr Euh ohne Probleme 15 Minuten Schlaf am Tag.

 

Sanftes und liebevolles Wecken – wie Kind morgens wecken?

Ist es jetzt endlich so weit und Ihr weckt Euer Kind mit den besten Vorsätzen? Verschafft Euch einen Vorsprung von mindestens 30 Minuten, dann liegt Ihr perfekt im Zeitplan.

  1. Bleibt sanft und sensibel beim Aufwecken,
  2. streichelt über den Rücken, den Bauch und
  3. flüstert leise den Namen Eures Kindes.
  4. gebt einen liebevollen Kuss auf die Wange oder auf die Stirn und
  5. wartet ab, bis die Augen sich zum ersten Mal öffnen.

 

Wie Kind morgens wecken – so NICHT: Licht an, Decke weg und „Aufstehen“ im Admiralston gehen viel schneller, sorgen aber für reichlich Zündstoff und schlechte Laune.

 

Unser Fazit – Kind ist morgens immer müde, was tun?

Nehmen sich Eltern am Morgen genügend Zeit, bereiten die einzelnen Rituale am Abend vor und achten auf ein ausreichendes Schlafbedürfnis für Ihre Kinder, werden sich die meisten Probleme am Anfang des Tages in Wohlgefallen auflösen. Garantiert ist Euer Kind morgens immer müder und benötigt ein paar Minuten mehr, um aus den Träumen zu kommen. Bleibt geduldig, sensibel, liebevoll und empfangt die Kleinen mit einem leckeren Frühstück, um den Tag so friedlich und harmonisch wie möglich zu beginnen.

wer wir sind

Mario, vom Netpapa Team

Als begeisterter Vater und Herausgeber von Netpapa.de eines der größten deutschsprachigen Vätermagazine, freue ich mich, Dir gemeinsam mit anderen Autoren viele hilfreiche Themen vorstellen zu können. Unsere Redaktion besteht aus Journalisten, Erziehern, Pädagogen und Mediziner aber vorallem sind wir Väter.


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