20 Tipps für starke Kinder » Was Du als Vater tun kannst

Die Grundregeln für Väter – für ein selbstbewusstes Kind

Selbstvertrauen ist der Schlüssel dafür, später mit beiden Beinen im Leben zu stehen. Kinder, die lernen, selbstbewusst zu sein, zeigen mehr Mut. Kleine und große Niederlagen verkraften sie besser als andere. Sie sind erfolgreicher, gesünder und widerstandsfähiger gegen Versuchungen. Insgesamt leben sie entspannter. Sie finden leichter Freunde. Du bist als Vater maßgeblich daran beteiligt, dein selbstbewußtes Kind wird ein authentischer starker Erwachsener. Wir verraten Dir 20 Tipps, um das Selbstvertrauen Deines Kindes zu stärken. So werden aus Angsthasen schnell Superhelden, die im Leben jede Hürde meistern.

starke Kinder
starke Kinder, Vater und Sohn, Copyright: yarruta, bigstockphoto.com

1. Schenke Deinem Kind das Beste: Deine bedingungslose Liebe

Gemeinsames Schmusen, Kuscheln und Herumtoben gehören zu einer gut funktionierenden Eltern-Kind-Beziehung. Verbringe Zeit mit Deinem Kind, lerne es kennen, gib ihm emotionale Wärme. Selbst, wenn es trotzig reagiert, schenkst Du ihm bedingungslose Liebe. Strafst Du es mit Liebesentzug, führt das später zu emotionaler Abhängigkeit. Betroffene geben ihre Selbstbestimmung auf, um die Wünsche des Partners zu erfüllen. Dies geschieht aus Angst davor, die Liebe des Gegenübers zu verlieren. Neben körperlicher Wärme sind Worte ein wichtiges Mittel, um Deiner Liebe Ausdruck zu verleihen. Dadurch entwickelt Dein Kind eine gesunde Selbstliebe. Es wächst mit einem positiven Selbstwertgefühl auf.

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2. Sprich mit Deinem Kind über Gefühle

Ist Dein Kind traurig, sprich mit ihm darüber. Schöne Erinnerungen wischen Tränchen schnell davon. Gib ihm die Gewissheit, dass negative Gefühle und Trauer vergehen. Erkläre ihm, dass sie Teil des Lebens sind und nichts Schlimmes daran ist, sich auch einmal schlecht zu fühlen. Auf diese Weise suggerierst Du Deinem Schützling, dass er schlechten Gefühlen nicht ausgeliefert ist. Auf keinen Fall hilft es, negative Gefühle zu verdrängen oder zu ignorieren. Wenn die Tränen kullern, zeigst Du Verständnis. Mit einer Umarmung beruhigst Du Dein Kind.

3. Sei bewusst für Deinen Sohn oder Deine Tochter da

Selbst in stressigen Zeiten ist es von Vorteil, wenn Du Deinem Kind die notwendige Aufmerksamkeit schenkst. Dadurch fühlt es sich wichtig. Beachtest Du Deinen Schützling nicht, fühlt er sich wertlos. Höre Deinem Kind aufmerksam zu. Beschäftige Dich mit den Dingen, die es interessieren. Es merkt schnell, wenn Du unkonzentriert bist, nebenbei Mails checkst oder Nachrichten schaust. Hast Du wirklich keine Zeit, erkläre dies Deinem Nachwuchs. Versprich ihm, dass Du Dich später intensiv mit ihm beschäftigst. Dabei wendest Du Dich ihm aufmerksam zu. Auf Augenhöhe gelingt das am besten.

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4. Sieh das Leben lockerer

Gerade im Kindesalter geschehen durch Unachtsamkeit kleine Missgeschicke. Statt aus der Haut zu fahren, lösen sich viele kleine Wehwehchen mit Lachen in Luft auf. Gemeinsames Lachen hilft Deinem Kind, mit Fehlern entspannter umzugehen. Wichtig ist, dass ihr miteinander lacht, nicht übereinander. Lachst Du über Dein Kind, schwächst Du dessen Selbstwertgefühl.

5. Konzentriere Dich auf das Positive

Eine Fokussierung auf die Stärken Deines Nachwuchses führt dazu, dass es sich positiv entwickelt. Schaust Du nur auf die Makel, entwickeln sich Probleme an Stellen, an denen es tatsächlich keine gibt. Konzentriere Dich auf Erfolge, Glücksmomente und Stärken. Das erleichtert Dir das Leben und erhöht das Selbstbewusstsein des Kindes.

6. Sei ehrlich zu Deinem Kind

Lüge Dein Kind niemals an. Dadurch verspielst Du sein Vertrauen. Bist Du ehrlich, wird es Dein Kind auch zu Dir sein. Ein offenes Verhältnis verhindert Misstrauen. Du signalisierst Deinem Kind damit, dass auf Dich Verlass ist. Auch kleine Notlügen mindern das Vertrauen.

7. Lass Dein Kind eigene Erfahrungen machen

Der Nachwuchs ist neugierig. Er lernt, die Welt mit eigenen Augen zu entdecken. Das gilt auch für seine Erfahrungen. Stetig entwickelt er sich weiter. Dein Kind probiert sich aus. Unterstütze es dabei, Dinge selbst zu tun. Übe Dich in Geduld. Verzichte darauf, sofort einzuspringen, wenn etwas nicht funktioniert. Eigene Erfolge stärken das Selbstbewusstsein. Zudem gibt Dein Kind nicht sofort auf, wenn etwas nicht funktioniert. Benötigt es doch Hilfe, biete sie ihm freundlich an.

8. Schaffe Sicherheit mit kleinen Ritualen

Fühlt sich der Nachwuchs sicher und geborgen, lernt er früher mit beiden Beinen fest im Leben zu stehen. Sicherheit schafft Vertrauen in sich selbst und andere. Regelmäßige Gewohnheiten festigen das Durchhaltevermögen. Schöne Rituale sind das abendliche Bürsten der Haare oder die Gutenachtgeschichte.

9. Biete Sport an, um das Selbstvertrauen zu verbessern

Sportliche Betätigung in einem Verein ist ein guter Weg, um das Selbstbewusstsein zu stärken. Bei Kindern mit relativ schwachem Selbstvertrauen eignen sich Kurse, die nicht auf Erfolgsdruck drängen, sondern das Miteinander fördern. Bei diesen zählt nicht allein der Sieg, sondern die gemeinsame sportliche Betätigung. Hier honoriert ein achtsamer Trainer, wie sehr sich Dein Schützling anstrengt. Gruppen mit hohem Leistungsniveau und Konkurrenzkampf mindern das Selbstbewusstsein. Steht der Spaß im Vordergrund, findet er schnell Gefallen an seinem neuen Hobby.

10. Gib Deinem Kind die Chance mitzuhelfen

Jüngere Kinder arbeiten gerne im Haushalt mit. Am meisten Spaß bereitet es ihnen, den Teig zu rühren oder Klöße zu formen. Sie bringen alles durcheinander und sorgen für ein großes Chaos. Das ist nicht weiter schlimm. Durch die Erfahrungen lernen Kinder dazu. Sie bauen Kompetenzen auf. Auf diese Weise verlieren sie auch im Teenageralter nicht die Lust daran, mitzuhelfen. Gib Deinem Schützling kleine Hilfestellungen. Sei nicht sofort böse, wenn etwas zu Bruch geht.

11. Nimm Dir Zeit für Fragen

Kinder haben viele Fragen, auf die Du nicht immer die passende Antwort hast. Versuche sie möglichst zu beantworten. Unterstütze die Neugier der Kleinen. Ermuntere sie dazu, Fragen zu stellen. Dann hat Dein Kind keine Angst davor, mit anderen Personen zu kommunizieren. Es traut sich, Menschen anzusprechen.

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12. Langeweile zulassen, um die Kreativität zu fördern

Kindern wird schnell langweilig. Die meisten Eltern sind bestrebt, sie so schnell wie möglich zu beschäftigen. Damit schnell Ruhe einkehrt, stehen Internet und Fernsehen auf der Tagesordnung. Doch auch Langeweile ist ein entscheidender Teil des Lebens. Diese brauchen die Kleinen, um sich Erholungspausen zu gönnen. Gleichzeitig steigert sie den Einfallsreichtum und die Kreativität. Bespaßt Du Dein Kind rund um die Uhr, lernt es nicht, sich selbst zu beschäftigen. Lerne, Deinem Kind nicht ständig Aktivitäten aufzudrängen. Sucht sich Dein Nachwuchs selbst eine Beschäftigung, ist er später kreativer und aktiver.

13. Beachte die Grenzen Deines Kindes

Dein Kind legt fest, wo seine Grenzen liegen. Gleiches gilt für sein Bedürfnis nach Privatsphäre. Das beginnt beim Teilen der Spielsachen mit Freunden und geht bis hin zum körperlichen Kontakt. Will es keine Umarmungen oder Küsschen von Oma, dränge es nicht dazu. Respektiere die Grenzen Deines Kindes. Das bietet ihm die Chance, sich später besser durchzusetzen.

14. Lass schlechte Laune zu

Natürlich ist nicht immer alles eitel Sonnenschein. Schlechte Laune gehört bei Kindern dazu. Erlaube Deinem Kind diese Phasen. Anderenfalls versucht es später, diese Gefühle zu unterdrücken. Auf Dauer macht dieses Verhalten krank. Neben Verspannungen, Magenproblemen und Kopfschmerzen führt das zu schwerwiegenden Depressionen. Natürlich darf Dein Sprössling seine miese Laune nicht an anderen Personen auslassen.

15. Sei der Co-Pilot im Leben Deines Kindes

Dein Sohn oder Deine Tochter sammelt ständig neue Erfahrungen. Dabei hilft es, wenn Du ihm oder ihr Rückendeckung gibst. Das bedeutet, dass Du immer für Dein Kind da bist. Ist es auf sich selbst gestellt, ruft das Ängste hervor. Als Co-Pilot überlässt Du Deinem Schützling das Steuer. Du greifst ein, wenn es brenzlig wird. Kann er sich auf Dich verlassen, wird er mutiger. Er meistert dann auch schwierige Stationen, wie den ersten Tag in der Schule.

16. Akzeptiere die Meinung Deines Kindes

Eine eigene Meinung ist wichtig. Sie zeigt Selbstbewusstsein. Blinder Gehorsam erscheint Dir angebracht, fördert jedoch das Selbstwertgefühl Deines Nachwuchses nicht. Es ist wichtig, dass Du ihm beibringst, dass er damit niemanden verletzt. Respekt und Wertschätzung beugen rebellischen Teenagern vor. Wenn Du Dein Kind ernst nimmst, verhinderst Du Konflikte.

17. Sprich Dich mit Deinem Kind ab

Kinder erwarten Respekt. Kommandierst Du Deinen Nachwuchs herum, riskierst Du, dass er sich verschließt. Besprich mit ihm Deine Erwartungen und Wünsche. Später dankt er Dir dafür. In der Arbeitswelt und in der Partnerschaft lässt er sich nicht herumschubsen.

18. Zeige Deinem Nachwuchs, dass Fehler dazu gehören

Aus Fehlern lernen wir. Sie fördern die weitere Entwicklung und spornen zu neuen Lösungen an. Egal, wie oft Kinder scheitern, sie versuchen es erneut. Kritisierst Du sie, werden sie sich des Fehlers bewusst. Das schürt die Panik davor, etwas falsch zu machen. Dein Kind traut sich aus Angst zu scheitern nicht, etwas Neues zu versuchen. Bestärke es darin, die passende Lösung zu finden. Vielleicht kommt es selbst auf die richtige Idee. Dann freut es sich über das Erfolgserlebnis. Durch Ausprobieren lernt Dein Kind, auf die eigenen Fähigkeiten zu vertrauen und dranzubleiben. Die Hartnäckigkeit bringt ihm oder ihr später viele Pluspunkte in der Schule und im Job.

19. Vergleiche Dein Kind nicht mit anderen

Das Selbstwertgefühl Deines Schützlings bewahrst Du, indem Du darauf verzichtest, es mit Dir oder seinen Geschwistern zu vergleichen. Anderenfalls fühlt sich Dein Kind minderwertig, unterlegen oder unzureichend. Das nagt am Selbstbewusstsein. Für eine positive Entwicklung bieten sich Vergleiche mit Deinem Kind selbst an. So zeigst Du ihm seine Lernfortschritte auf. Ein kleines Lob steigert das Selbstwertgefühl zusätzlich.

20. Zeige Deinem Kind was Dir nicht gefällt

Neben Lob gehört auch Kritik zu einer guten Erziehung. Mit angemessener Beanstandung zeigst Du ihm, was falsch läuft. Versuche sachlich und ruhig zu bleiben, auch wenn Du verärgert bist. Lautes Geschrei nagt am Selbstwertgefühl. Schimpfst Du mit dem Kind, begib Dich auf Augenhöhe. Eine strenge, ernste Stimme zeigt, dass Du mit etwas nicht einverstanden bist. Alternativ wandelst Du Deine Kritik in Wünsche um, die Du Deinem Kind mitteilst.

Quellen: