Angst vor einem cholerischen Vater schürt Misstrauen

Wir beleuchten die Sorgen und Nöte einer Familie deren Vater Choleriker ist und gehen dabei besonders auf die Probleme ein die er damit in seine Familie bringt! Wir sprechen hier nicht von einem gestressten Vater – Wir meinen das kennen viele Männer: Du kommst abends von der Arbeit, Deine Kinder weinen und sind geschafft vom Tag und Deine Frau nörgelt an Dir rum, da kommt es vor das der geduldigste Mann einmal lauter wird – der Alltag eines Familienvaters ist nicht immer leicht – es bedarf einer Menge an Geduld und Ruhe. Deswegen bist Du aber noch kein Choleriker.

Wenn Du aber ständig bei den kleinsten Kleinigkeiten ausfällig wirst und Wutausbrüche bekommst die Du nicht kanallisieren kannst, kann es sich um cholerisches Verhalten handeln. Wenn Du sowieso schon leicht auf die Palme zu bringen bist und Dein Umfeld Dich als Choleriker bezeichnet – wird es richtig schwierig ein guter Vater zu sein.

Cholerischer Anfall des Vaters
Wutausbruch des Vater © VadimGuzhva – Fotolia.com

Bei cholerischen Männern führt der Familienalltag zu einer Spannung, die ein Choleriker schwer aushält. Cholerische Väter laufen Gefahr, das Vertrauen ihres Kindes mit aufbrausenden Gesten und lauten Schimpf-Attacken dauerhaft zu schädigen.

Der Choleriker – eines von vier Temperamenten    

Die Lehre der vier Temperamente stammt aus dem Mittelalter. Melancholiker, Sanguiniker, Phlegmatiker und Choleriker nennen sich die vier Grundtypen. Die Begriffe sind ursprünglich nicht wertend gemeint. Jeder der vier Typen verfügt über positive wie negative Eigenschaften. Der ideale Mensch besitzt von allen vier Temperamenten gleich viele Teile und ist psychisch unauffällig und ausgeglichen.

Hast Du einen Choleriker als Vater bedeutet dies Leid: Wutausbrüche ertragen, sich verbaler und physischer Gewalt aussetzen und ständige Angst sind Merkmale eines Kindes dieser Umgebung. Dabei sind auch positive Aspekte tragend: Cholerisch veranlagte Väter, die ihre Ausbrüche kontrollieren, sind ausgezeichnete Führungs-Persönlichkeiten. Als Choleriker und Vater führst Du Deine Kinder und lehrst sie, in wichtigen Situationen des Lebens zu bestehen.

Heute finden die Begriffe im negativen Sinne Verwendung. Besonders aufbrausendes oder auffällig depressives Verhalten assoziieren Experten mit einer psychischen Störung. In einigen Fällen ist es anerzogen. Lernst Du als Kind nicht, Dich zu beherrschen, fällt es Dir als Choleriker und Vater schwer, Dich zu kontrollieren. Der Volksmund bezeichnet als cholerisch eine leicht erregbare, jähzornige und unausgeglichene Person.

 

Der cholerische Vater aus der Sicht eines Kindes

Erwachsene Männer mit cholerischem Verhalten sollten vorallem lernen:

  • ruhig bleiben,
  • Aufmerksamkeit und Achtsamkeit erlernen – für die Momente an denen das cholerische Verhalten auftritt
  • abwarten, bis der Ausbruch vorbei ist, wenn nötig, sich zurückziehen,
  • ein sachliches und freundliches Gespräch im Nachhinein führen,

Erwachsene Persönlichkeiten erzielen gute Erfolge mit diesen Strategien. Sie helfen auch Cholerikern, ein gesundes Miteinander zu finden.

Aber wie sieht das Kind die Wutausbrüche seines cholerischen Vaters:

Einem Kind nützen Ratschläge im Umgang mit einem Choleriker als Vater wenig. Du bist in Deiner Vaterrolle als Beziehungsperson zu Deinem Kind durch Dein Alter überlegen. Beschimpfst Du Deinen Sohn oder Deine Tochter und betitelst Deine Kinder mit unpassenden Wörtern, ist die Botschaft für den Nachwuchs eindeutig: Ich habe etwas falsch gemacht, er liebt mich nicht mehr. Viele Kinder beginnen in so einer Situation zu weinen, was den Wutausbruch des Vaters anstachelt.

 

Wutausbrüche des Vaters zerstören das Vertrauen zwischen Vater & Kind nachhaltig

 

Folgen cholerischen Verhaltens des Vaters auf das Familien-Leben

Du als Vater und Choleriker agierst somit in der Beziehung kontraproduktiv. Dein Kind benötigt für seine gesunde Entwicklung Körperkontakt und liebevolle Zuwendung. Dies verweigerst Du ihm und stößt es mit körperlicher und verbaler Gewalt von Dir weg. Du schürst Misstrauen, statt Vertrauen zu stärken. Dadurch lernt Dein Kind, Dir nicht mehr alles anzuvertrauen und sucht die Anerkennung vielleicht anderswo.

Falls es diese bei der Mutter nicht findet, sucht es die Liebe außerhalb der Familie. Gerät es dabei an die falschen Leute, hat dies fatale Folgen für sein Leben. Ausbeutung und mangelnde Akzeptanz führen möglicherweise zu einem Absturz in die Drogensucht. Prostitution und Kriminalität sind für Kinder und Jugendliche auf der Suche nach Annahme nicht weit entfernt.

 

Dem Vater und Choleriker fällt es gewöhnlich zu spät auf, dass sich sein Kind wegen seines unkontrollierten Verhaltens von ihm zurückzieht. Der Schaden ist angerichtet. Es ist schwierig, zerstörtes Vertrauen wieder aufzubauen. Geduld und Ausdauer sind dazu notwendig und der feste Wille, sein Temperament in den Griff zu bekommen. Oftmals ist professionelle Hilfe von Vorteil. Bei Problemen mit Deinem Temperament in der Familie lohnt es sich, zu investieren.

 

Gesundheitliche Folgen für cholerische Väter

Ein cholerischer Lebensstil bleibt für den Vater nicht ohne Folgen. Häufige unkontrollierte Wutausbrüche bringen gesundheitliche Konsequenzen mit sich:

  • erhöhtes Herz- und Schlaganfall-Risiko,
  • vermehrte Herzrhythmus-Störungen,
  • häufiger Hirnblutungen,
  • Blutdruck und Herzfrequenz steigen.

Mediziner empfehlen cholerischen Menschen, sich kardiologisch untersuchen zu lassen.

Ein Wutanfall beeinträchtigt das sympathische Nervensystem. Der Gefäß-Widerstand nimmt zu, da Blutdruck und Herzfrequenz ansteigen. Die erhöhte Produktion des Stresshormons Adrenalin wirkt sich negativ auf Herz und Kreislauf aus. Beta-Blocker hemmen diese Wirkung und Antidepressiva wirken sich positiv auf die Impuls-Kontrolle aus. Ein starker Choleriker-Vater erlebt bis zu fünf Wutausbrüche am Tag. Dies kann lebensgefährlich sein. Deshalb empfiehlt sich in diesem Fall eine ärztliche Untersuchung.

 

Hilfe zum Umgang mit aufbrausendem Temperament bei Männern

Männer leiden eher an Jähzorn als Frauen. Durch die Prägung der Gesellschaft lernen Männer weniger mit ihren Gefühlen umzugehen als Frauen. Sie lernen, Emotionen zu unterdrücken und stark zu sein. Dabei lässt diese Norm außer Acht, dass unter den Männern verschiedene Typen existieren. Ein Vater, der Choleriker ist, findet kein Ventil für seine Emotionen. Meistens sind es sehr sensible Menschen, die sich verstellen. Die Wut ist ein Ventil tiefer Gefühle, die er nie auf gesunde Art auszudrücken lernte.

Deshalb ist es wichtig, weitere Ventile zu schaffen. Wer Sport treibt, trägt zur Ausgeglichenheit seines Wesens bei. Erweitere Dein Gefühls-Repertoire um eine Eskalation zu vermeiden. Stellst Du Dich Deinem Ärger früh, besteht die Chance, ihn auf moderate Art und Weise auszudrücken.

 

Cholerische Väter lernen, mit ihren Gefühlen umzugehen

Laut Studien leiden viele Menschen unter einem Wutsyndrom. Dieses entlädt sich in der Familie oft über die Kinder, was zu Verängstigung und Rückzug führt. Du als Choleriker und Vater lernst, mit Deinen Emotionen besser umzugehen, damit Deine Kinder Dich als starken, aber auch als liebevollen Vater wahrnehmen. Falls das cholerische Verhalten zu einem Krankheitsbild gehört, ist professionelle Hilfe vonnöten. Sei nicht zu stolz, diese zu suchen. Damit schützt Du das Wohl Deiner Familie.

 

Buchtipp: Theodor Itten (Schweizer Psychotherapeut) „Rage“

weiterführend:

http://www.experto.de/lebensberatung/stress/umgehen-mit-einem-choleriker.html

http://www.familierockt.com/cholerischer-vater/

http://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article13917626/Wenn-die-Wut-nicht-mehr-beherrschbar-ist.html

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