Wann wirkt Fiebersaft bei Kindern? Der Fiebersaft-Ratgeber:

Wann wirkt Fiebersaft beim Kind

Wie schnell senkt Fiebersaft das Fieber

Neugeborene und Babys leiden sehr oft unter hohem Fieber. Ein Fieberkrampf ist eines der Horrorszenarien, die sich Eltern vorstellen. Dabei steigen die Temperaturen der Kinder oftmals viel höher als bei Erwachsenen.

Das ist nicht in jedem Fall sofort gefährlich. Dennoch sollten wir gegen Fieber konsequent vorgehen. Die meisten Kinderärzte verschreiben Fiebersaft. Doch hast du dich auch schon einmal gefragt: Wann wirkt Fiebersaft bei Kindern? Wir werden diese Frage in dem folgenden Beitrag beantworten.

Wann wirkt Fiebersaft bei Kindern?

Grundsätzlich sollte die erste Wirkung nach 40 bis 60 Minuten einsetzen. Kontrolliere regelmäßig die Temperatur deines Babys und lass es keinesfalls aus dem Auge. Sprich sicherheitshalber die Einnahme und Medikation mit deinem Kinderarzt ab. So gehst du keinerlei unnötige Risiken ein.

Fieber beim Kind
Fieber beim Kind messen, senken, Bedeutung – Fieber beim Kind messen, senken, Bedeutung – Copyright: alexraths bigstockphoto.com

Wie lange dauert es bis Fiebersaft wirkt?

Oftmals können wir Eltern nur mit Fiebersaft und Zäpfchen die hohen Temperaturen unserer Kinder senken. Auch wenn wir möglichst selten zu Medikamenten greifen, geht es manchmal einfach nicht ohne das passende Fiebermittel.

Was verschreibt der Kinderarzt bei Fieber?

Das Mittel der ersten Wahl bei Säuglingen ist Paracetamol. Für die Einnahme von Iboprofen müssen die Kinder mindestens drei Monate alt sein und ein Gewicht von 6 kg erreicht haben. Beide Wirkmittel können das Fieber herabsetzen und Schmerzen lindern. Bei Iboprofen profitieren Sie zudem von einer entzündungshemmenden Wirkung.

Die Forscher von der Universität Bristol haben herausgefunden, dass Ibuprofen das Fieber bei Kindern schneller senkt im Vergleich zu Paracetamol. Dafür sinkt hier die Wirkdauer des Medikaments.

Wann beginnt die fiebersenkende Wirkung bei Kindern?

Eine fühlbare Veränderung dürfte nach 30 Minuten eintreten. Nach ca. 2 Stunden entfalten Fiebersäfte ebenso wie Fieberzäpfchen ihre volle Wirkung.

Dabei solltest du aber immer bedenken, dass du mit den Fiebermitteln nicht die eigentliche Ursache bekämpfst, sondern nur deren Symptome. Dein Kind ist krank und das hat eine Ursache!

Es handelt sich um Fieber ab einer Körpertemperatur von 38°C. Dein Kind hat hohes Fieber ab 40°C – bei Erwachsenen sprechen wir ab 39°C von hohem Fieber. Babys und Neugeborene messen wir Fieber im After.

Bei den Erwachsenen ist das nicht mehr üblich. Hier erfolgt die Messung mit einem digitalen Fieberthermometer unter der Armbeuge.

Wann du Fieber beim Kind von einem Arzt behandeln lassen solltest erfährst du hier:
Fieber bei Kindern – das sagt der Kinderarzt

Warte auf keinen Fall länger mit dem Arztbesuch, wenn du die folgenden Symptome beobachtest:

  • Temperatur über 39 °C
  • Fieber dauert seit mehr als 24h
  • Begleiterscheinungen: Bauchschmerzen, Ausschlag, Erbrechen
  • Baby ist jünger als 6 Monate
  • dein Kind ist sehr schwach
  • Temperatur fällt nicht trotz Fiebersaft
  • dein Baby kann nicht mehr genug Flüssigkeit aufnehmen

Warte auf keinen Fall zu lang, wenn dir die ganze Situation komisch vorkommt oder du dir nicht mehr zu helfen weisst.

Fragen zu Fiebersaft bei Kindern

Wann kann ich meinem Kind Fiebersaft geben?

Das Praktische: Der Fiebersaft ist schon bei den Kindern ab einem Gewicht von 3 kg zugelassen. Im Prinzip enthält er dieselben Wirkstoffe wie die Fieberzäpfchen. Dennoch sollten Sie den Saft nicht länger als wirklich notwendig geben.

Was soll ich tun, wenn der Fiebersaft herauskommt?

Hat dein Baby den Saft wieder herausgespuckt, kannst du die Medikamente einfach nochmal geben. Stelle dafür sicher, dass dein Kind wirklich nichts vom Medikament geschluckt hat. Andernfalls riskierst du eine Überdosierung.

Was passiert, wenn ich zu viel Fiebersaft gebe?

Eine Überdosierung ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, zu viel Paracetamol kann zu akutem Leberversagen führen. Schlimmstenfalls benötigt der kleine Patient eine neue Leber. Bei Iboprofen gehört das Nierenversagen zu den größten Risiken. Nicht selten verabreichen Eltern zu viel Fiebersaft an ihre Kinder.

Die Apotheker raten von daher, die individuelle Dosierung immer wieder auszurechnen und sich penibel an die Vorgaben zu halten. Verunsicherte Eltern sollten sich schnellstmöglich an einen Kinderarzt wenden und ihr Kind von einem Fachmann untersuchen lassen.

Der Fiebersaft ist nur eine gute Notfallhilfe, wenn dein Kind am Nachmittag bis in den Abend oder in die Nacht hinein unter Fieber leidet und du nach einer schnellen Hilfe suchst. Hat sich die Situation bis zum nächsten Morgen nicht verbessert, solltest du dich auf dem Weg zum Kinderarzt machen.

Wie lange wirkt der Fiebersaft?

In den meisten Fällen ist von einer Wirkung über die nächsten 6 Stunden auszugehen. Das ist auch genau der Abstand zwischen der Einnahme der Wirkmittel. Innerhalb eines Tages solltest du nicht öfter als 6 Stunden deinem Kind Fiebersaft geben. Oftmals leiden die Kleinen unter hohem Fieber, das sehr schnell wieder ansteigt.

Dann verschreiben die meisten Kinderärzte Iboprofen und Paracetamol im Wechsel. Die Eltern haben dadurch die Gelegenheit, den Zyklus auf 3-4 Stunden nach unten zu setzen. Wir warnen euch jedoch vor einer Selbstmedikation, diese kann äußerst gefährlich sein. Sprich die Einnahme der Medikamente unbedingt mit eurem Kinderarzt ab.

Wann gebe ich meinem Kind Fiebersaft?

Wie bei vielen Medikamenten sollten diese in Verbindung mit den Mahlzeiten eingenommen werden. Am besten gibst du dem Fiebersaft vor der Mahlzeit oder nach dem Essen. 30 Minuten vor einem Babybrei mit etwas zu trinken kann der Fiebersaft in den Organismus gelangen und seine Wirkung entfalten. Die Ärzte gehen davon aus, dass die Wirkstoffe von einem leeren Magen besser aufgenommen werden.