7 Familienregeln für ein harmonisches Familienleben!

Wo Menschen zusammenleben geht es nicht ohne Regeln. Das trifft auch für jede Familie zu. An gemeinsam aufgestellten Familienregeln können sich Eltern und Kinder gleichermaßen orientieren. Dein Nachwuchs fühlt sich sicher, wenn er weiß, was Du von ihm erwartest und was die möglichen Konsequenzen sind, wenn er sich nicht an die Regeln hält. In unserem Ratgeber findest Du 7 Regeln, die jeder Familie helfen können, ein harmonisches Miteinander aufzubauen.

Familienregeln für ein harmonisches Zusammenleben. Copyright: master1305, bigstockphoto

Regel Nummer 1: Die gemeinsame Familienzeit

Eine gemeinsame Mahlzeit am Tag oder ein fester Spieleabend in der Woche fördert das Gefühl der Zusammengehörigkeit in der Familie. Je nach Alter der Kinder gehört auch ein Abendritual oder ein gemeinsamer Wochenendausflug dazu. Verbringt Zeit miteinander und sprecht über Eure Freuden und Probleme. Diese Zeit sollte ein fester Bestandteil der Familienregeln sein und von allen eingehalten werden. Natürlich kann es Ausnahmen von dieser Regel geben, die dann aber sowohl die Kinder als auch die Eltern begründen müssen.

Regel Nummer 2: Gewalt ist keine Lösung

In jeder Familie kommt es zu Streit und Auseinandersetzungen. Körperliche oder psychische Gewalt kann dabei aber nie eine Lösung sein. In Deiner Familie sollte die Regel gelten, dass Streitigkeiten mit Worten gelöst werden. Jeder hört dem Anderen zu und bei Bedarf setzt Ihr einen Schiedsrichter ein. Alle Mitglieder Eurer Familie geben aufeinander acht. Das Tempo bestimmt immer der Jüngste oder der Schwächste. 7 Regeln, die jeder Familie helfen, unterstützen Euch in einem respekt- und liebevollen Umgang miteinander.

Regel Nummer 3: Ehrlichkeit ist nicht verhandelbar

Eine der 7 Regeln, die jeder Familie helfen, handelt von der Ehrlichkeit als Basis jeder zwischenmenschlichen Beziehung. Auch in einer Familie ist Vertrauen unabdingbar und Vertrauen kann ohne Ehrlichkeit nicht bestehen. Bringe Deinen Kindern bei, dass Sie auch mit unangenehmen Dingen zu Dir kommen können, ohne gleich eine Strafe fürchten zu müssen. Ihr sucht zusammen eine Lösung für schwierige Situationen, solange Lügen nicht als Ausweg gewählt werden. Egal ob schlechte Noten in der Schule oder falsche Entscheidungen das Problem sind, Ehrlichkeit verhandelt Ihr in Eurer Familie nicht.

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Regel Nummer 4: BiIdschirmzeiten nach Plan können Konflikten vorbeugen

Mit den richtigen Regeln ist auch die Benutzung der verschiedenen Medien kein Problem mehr bei Euch. Setzt Euch zusammen an den Tisch und legt fest, wer an welchem Tag wie lange an den Laptop, den Fernseher und die Spielekonsole darf. Altersgerechte Empfehlungen geben zum Beispiel Kinderärzte heraus. Zeiten für das Handy sind ebenfalls wichtig, wenn Dein Kind schon ein eigenes besitzt. Vielleicht kann sich der Nachwuchs auch Bildschirmzeit mit Hilfsarbeiten im Haushalt verdienen? Am besten beginnen die Mediennutzung an Schultagen immer erst, wenn die Hausaufgaben erledigt sind.

Regel Nummer 5: Jeder hat eine Aufgabe

7 Regeln, die jeder Familie helfen, haben auch etwas mit der Organisation Eures Familienlebens zu tun. Um Kindern ein gleichberechtigtes Miteinander näher zu bringen, kann es helfen, sie schon früh an vielen Aufgaben im Haushalt zu beteiligen. Hängt einen Plan an den Kühlschrank oder zeigt den Kleinsten mit einer bebilderten Magnettafel, wer wann für welche Aufgabe zuständig ist. Eine extra Belohnung oder „Bezahlung“ ist nicht sinnvoll, schließlich sollte jedes Familienmitglied im Rahmen seiner eigenen Möglichkeiten mit anpacken.

Regel Nummer 6: Jeder Mensch braucht Freiräume

7 Regeln, die jeder Familie helfen, haben das Wohlergehen aller Familienmitglieder im Sinn. Weder Eltern noch Kinder können ständig offen für die Kommunikation und die Auseinandersetzung mit ihrem Umfeld sein. Zu Hause darf man sich auch mal zurückziehen und runterkommen vom Stress im Alltag. Ihr könnt diese Regel zum Beispiel mit einem Stoppschild für die Zimmertür umsetzen, das jedes Familienmitglied benutzen darf. Wie lange die Auszeit für wen sein darf, hängt natürlich sehr vom Alter Deiner Kinder ab.

Regel Nummer 7: Ein strukturierter Tag ist ein entspannter Tag

Ständige Diskussionen und eine regelmäßige Änderung der Tagesplanung kostet viel Kraft. Einigt Euch auf einen strukturierten Tagesablauf, insbesondere mit festgelegten Zubettgehzeiten für die Kinder. Jeder lernt zu planen und während der Woche bekommen Eltern und Kinder ausreichend Schlaf für Arbeit und Schule. Am Wochenende und in den Ferien darf es natürlich Ausnahmen von der Alltagsregel geben. 7 Regeln, die jeder Familie helfen, sollen das Familienleben erleichtern. Jede Familie passt sie an ihre persönliche Situation an.

Kleine Kinder werden groß und Regeln müssen sich immer wieder ändern

Unsere 7 Regeln, die jeder Familie helfen, sind Anhaltspunkte für Euer eigenes Regelwerk. Lass den Familienrat regelmäßig tagen und achte darauf, welchen Punkte überarbeitet werden sollten, weil Deine Kinder älter geworden sind. Natürlich haben auch Deine Tochter oder Dein Sohn etwas zu sagen und dürfen Eure Familienregeln aktiv mitgestalten. Sei offen für ihre Ideen und lass es in der passenden Situation auch einmal auf eine Abstimmung ankommen.

Quellen:

  • Thomas Baumann, Atlas der Entwicklungsgeschichte: Vorsorgeuntersuchung von U1 bis U10/J1, Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2015
  • Claudia und David Arp, Und plötzlich sind sie 13 oder: Die Kunst, einen Kaktus zu umarmen – So begleiten Sie Ihr Kind durch die Teenagerzeit, Brunnen Verlag, Gießen 2010
  • Remo H. Largo, Babyjahre: Die frühkindliche Entwicklung aus biologischer Sicht, Piper Verlag, München 2007