Wie erkläre ich meinem Kind Religion und Glauben?

Die 5 bedeutenden Weltregionen

Fragen Kinder nach Bedeutung und Sinn von Religion, herrscht oft Ratlosigkeit. Das Thema ist abstrakt. Es fällt schwer, auf die Schnelle eine kindgerechte Umschreibung zu finden. Um Kindern die fünf Weltreligionen zu erklären, bedarf es Zeit. Wir helfen Euch als Eltern mit einer fundierte Erklärung der wichtigsten  Glaubensrichtungen für Kinder.

Religionen leicht erklärt
Religionen leicht erklärt.. Copyright: Rawpixel.com bigstockphoto.com

Kindern die fünf Weltreligionen nahe bringen

Zunächst hilft es, den Sprösslingen das Wort „Religion“ zu erklären. Der Begriff leitet sich aus dem Lateinischen vom Ausdruck „religio“ ab. Übersetzt bedeutet es „Gottesfurcht“ oder „Versöhnung mit den Göttern“. Durch Alltagsbeispiele erklären Eltern dem Nachwuchs, dass Menschen aus ihrem Glauben Kraft ziehen. Sie wenden sich in gefährlichen oder traurigen Situationen an eine höhere Macht. Aus dem Glauben, diese Macht schütze sie, schöpfen sie Trost.

Anschließend beleuchten die Erwachsenen die fünf Weltreligionen. Sie machen dem Kind klar, dass nicht alle Menschen an denselben Gott glauben. Auf der Welt existieren zahlreiche Glaubensrichtungen. Die fünf großen Religionen mit den meisten Anhängern nennen sich:

Die Religionsunterschiede hängen mit den Heimatländern der Gläubigen zusammen. Der Buddhismus und der Hinduismus prägen den asiatischen Raum. Im Nahen Osten zeigt sich der Islam verbreitet. Europa und die USA hängen zu großen Teilen dem Christentum an. Jüdische Gläubige leben vorwiegend in Nordamerika und in Israel.

Vater erklärt
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Die bedeutenden Religionen der westlichen Welt

Gehören die Eltern einem Glauben an, nutzen sie diesen als Beispiel, um dem Sprössling Religion nahezubringen. Als Christen sprechen sie über Gott und Jesus Christus. Diesen verehren seine Glaubensanhänger, weil er Wunder bewirkte. Er half den Menschen und opferte sich für ihre Sünden. Seine Geschichte schrieben seine Apostel in der Bibel nieder. Jedes Jahr zu Weihnachten feiern die Christen die Geburt Jesu. Mit 2,1 Milliarden Anhängern stellt das Christentum die größte Weltreligion dar.

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Die kleinste der verbreiteten Religion nennt sich Judentum. Beispielsweise finden die Eltern eine Überleitung, indem sie erzählen, dass Jesus Jude war. Die Juden glauben an Jahwe. Dieser versprach dem „auserwählten Volk“, es ins „Gelobte Land“ zu führen. Um ihre Ehrfurcht vor Gott zu zeigen, tragen die männlichen Gläubigen eine Kippa. Die kleine, runde Kappe gehört zu den bekannten Symbolen des jüdischen Glaubens. Ältere Kinder informieren die Erwachsenen über die Judenvertreibung aus Deutschland und den Holocaust. Bei jüngeren Sprösslingen empfiehlt es sich, vorerst auf das düstere Kapital der Geschichte zu verzichten.

Um dem Nachwuchs den Islam nahezubringen, kann zunächst eine Geschichte aus 1001 Nacht helfen. Anschließend erzählen die Eltern, dass die Hauptfiguren der Märchen an Allah glauben. Er bestimmt das Schicksal der Gläubigen. Um nach dem Tod ins Paradies zu gelangen, halten sich diese an die Regeln, die in ihrem Glaubenswerk stehen. Dieses nennt sich Koran und schreibt ihnen beispielsweise den Verzicht auf Alkohol und Schweinefleisch vor. Der Islam besteht als zweitgrößte Weltreligion. Vorwiegend in der Türkei, im Iran und im Iran hängen die Menschen diesem Glauben an. Die Gläubigen heißen Muslime. Als Zeichen für ihre Gottesfurcht tragen viele muslimische Frauen ein Kopftuch.

Buddhismus und Hinduismus als Religionen aus dem Osten

Die Christen, Muslime und Juden glauben an einen Gott. Dieser trägt in den drei Religionen verschiedene Namen. Des Weiteren existieren zwei Weltreligionen, die sich vom westlichen Glauben unterscheiden. Berichten die Eltern ihrem Kind vom Buddhismus, zeigen sie ihm als Beispiel ein Bild Buddhas. Die friedliche Weltreligion zeigt sich in folgenden Ländern verbreitet:

  • Myanmar,
  • Thailand,
  • der Mongolei und
  • Kambodscha.

Buddhisten wünschen sich, ins Nirwana zu gelangen. Sie glauben an einen Kreislauf der Wiedergeburt, der erst mit der Erlösung endet. Um die neue Daseinsebene zu erreichen, leben die Gläubigen enthaltsam. Sie bemühen sich um Frieden mit ihren Mitmenschen und ehren die Natur.

Um ihren Geist zu reinigen, meditieren Buddhisten. Leiten die Erwachsenen zum Hinduismus über, erklären sie beispielsweise, dass sich beide Religionen die Idee der Wiedergeburt teilen. Beim Hinduismus handelt es sich um die drittgrößte Religion der Welt. 750 Millionen Inder bekennen sich zu der Glaubensrichtung. Sie stellen die eigenen Handlungen über den Gottesglauben, da sie ihr Karma beeinflussen.

Dieses entscheidet, als welches Lebewesen sie nach ihrem Tod erneut auf die Welt kommen. Hindi mit gutem Karma erhalten im nächsten Leben eine bessere Stellung. Sünder können als Tier oder Stein wiedergeboren werden. Ebenso wie in den anderen Religionen existieren im Hinduismus Heilige Schriften. Sie enthalten die Geschichten und die Botschaften der Götter. Als einzige der Weltreligionen verehrt der hinduistische Glauben mehrere Götter.

Quellen und Interessante Links zu den fünf Weltreligionen