Was Väter oft bereuen „Ich wünschte, ich hätte mehr Interesse gezeigt“

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Foto: Mario Förster

Vater sein ist eine kontinuierliche Lernreise ist, auf der wir Fehler machen und daraus lernen. Wichtig ist, dass wir offen für Veränderungen sind und versuchen, die Beziehung zu unseren Kindern stets zu verbessern. Persönlich glaube ich, dass der Schlüssel zu einer starken Vater-Kind-Beziehung in der Fähigkeit liegt, sich selbst zu reflektieren und bereit zu sein, aus Fehlern zu lernen. Es geht nicht darum, perfekt zu sein, sondern präsent, unterstützend und liebevoll. Wir wollen zeigen, dass es nie zu spät ist, eine Veränderung herbeizuführen und eine tiefere Verbindung zu unseren Kindern aufzubauen.

EJeden Tag stehen wir vor neuen Herausforderungen und lernen, wie wir am besten für unsere Kinder da sein können. Oftmals merken wir erst im Nachhinein, dass wir manche Dinge hätten besser machen können. Wir haben die Aussagen von Vätern aus unserem Netzwerk und aus unserer Vätercommunity „Einfach Vater sein“ gesammelt und viele Meinungen und persönliche Erfahrungen in diesem Artikel verwendet, um Euch Einblicke zu geben, wie viele Väter die Beziehung zu ihren Kindern rückblickend stärken würden und was sie bereuen.

Lernen aus Fehlern

Das Elternsein bringt uns in Situationen, in denen wir nicht immer klar denken oder richtig handeln. Im Rückblick erkennen wir, dass unsere Handlungen oder Worte unsere Kinder verletzt oder verunsichert haben könnten. Oft fällt uns der Fehler erst auf, wenn wir ähnliche Verhaltensweisen bei unseren Kindern oder deren Umgang mit dem eigenen Nachwuchs sehen. Es ist nie zu spät, aus diesen Momenten zu lernen und zu versuchen, die Beziehung zu unseren Kindern zu verbessern.

Berührende Aussagen und Lektionen

  1. Konstruktive Kommunikation: Statt häufig „Sei vorsichtig“ zu sagen, sollten wir klare Anweisungen geben, die das Kind versteht und umsetzen kann.
  2. Konsistenz: Klare Routinen und Regeln sind wichtig. Ein Vater aus Kalifornien bereut, dass er nicht konsequenter war und sich zu sehr von seinen Stimmungen leiten ließ.
  3. Gespräche über Geld: Ein Vater wünscht sich, er hätte offener über finanzielle Themen gesprochen, um seinen Kindern eine gesunde Einstellung zu Geld zu vermitteln.
  4. Eigenständigkeit in der Erziehung: Ein Vater wünscht sich, er hätte weniger auf die Erziehungsmethoden seiner Eltern hören und früher eigene Entscheidungen treffen sollen.
  5. Interesse zeigen: Ein Vater bedauert, dass er nicht mehr Interesse an den Leidenschaften seines Sohnes gezeigt hat.
  6. Qualitätszeit: Die Bedeutung von Einzelzeit mit jedem Kind wird oft unterschätzt. Ein Vater aus Colorado wünscht sich, er hätte mehr davon gehabt.
  7. Körperliche Fitness: Ein Vater wünscht sich,, wie wichtig es ist, körperlich fit zu sein, um den Anforderungen des Elternseins gerecht zu werden.
  8. Weniger Druck: Kinder müssen ihren eigenen Weg finden. Ein Vater aus New York bereut, dass er seinen Sohn zu sehr gedrängt hat.
  9. Urteile über andere Eltern: Ein Vater erkennt, dass er zu schnell andere Eltern verurteilt hat, bevor er selbst in deren Situation war.
  10. Eigene Geschichten teilen: Man sollte abwägen, wann der richtige Zeitpunkt ist, um persönliche Jugenderlebnisse zu teilen, um nicht falsche Signale zu setzen.
  11. Selbstakzeptanz: EEin Vater wünscht sich, er hätte weniger hart zu sich selbst sein sollen und mehr auf sein Bauchgefühl vertrauen.
  12. Akzeptanz von Phasen: Kinder durchlaufen viele Phasen. Es ist wichtig, diese zu akzeptieren und sie daraus lernen zu lassen.
  13. Liebe zeigen: Ein Vater bedauert, dass er seinen Kindern nicht öfter gesagt hat, dass er sie liebt.
  14. Weniger schreien: Ein Vater wünscht sich, er hätte seine Frustration besser kontrollieren können, statt zu schreien.

Was Väter oft bereuen

Nicht genug präsent sein

In der heutigen schnelllebigen Welt ist es leicht, sich von Arbeit und anderen Verpflichtungen vereinnahmen zu lassen. Viele Väter bereuen später, dass sie nicht genügend präsent waren und wichtige Momente im Leben ihrer Kinder verpasst haben. Die Balance zwischen Beruf und Familie zu finden, ist eine Herausforderung, die jedoch entscheidend für die Entwicklung einer starken Eltern-Kind-Bindung ist.

Zu wenig Geduld

Geduld zu bewahren, besonders in stressigen oder herausfordernden Erziehungsmomenten, ist eine Kunst, die viele Väter rückblickend gerne besser gemeistert hätten. Kinder zu erziehen bedeutet, ihnen Raum zum Wachsen zu geben, Fehler zu machen und aus diesen zu lernen. Väter, die zurückblicken, wünschen sich oft, sie hätten in bestimmten Momenten mehr Geduld gezeigt und ihre Kinder mit mehr Verständnis und Ruhe begleitet.

Nicht genug Unterstützung für die Mutter

Die Erziehung ist ein Teamwork, und viele Väter erkennen im Nachhinein, dass sie die Mutter ihrer Kinder nicht ausreichend unterstützt haben. Dies kann sowohl emotionale als auch praktische Unterstützung umfassen. Eine starke Partnerschaft bildet das Fundament für ein stabiles und liebevolles Zuhause, in dem Kinder gedeihen können.

Zu stark auf Leistung fokussieren

Einige Väter bereuen, dass sie zu viel Wert auf Leistung und Erfolg gelegt und dabei übersehen haben, dass Glück und Zufriedenheit nicht allein durch Leistung definiert werden. Kinder zu ermutigen, ihre eigenen Interessen und Leidenschaften zu verfolgen, auch wenn diese nicht immer zu konventionellen Erfolgen führen, ist etwas, das viele Väter im Rückblick gerne mehr betont hätten.

Nicht genug eigene Interessen und Hobbys teilen

Väter bringen eine einzigartige Perspektive in die Familie ein, und viele wünschen sich, sie hätten ihre eigenen Interessen und Hobbys mehr mit ihren Kindern geteilt. Gemeinsame Aktivitäten stärken die Bindung und bieten wertvolle Lernmöglichkeiten für Kinder, um neue Fähigkeiten zu erlernen und die Welt aus verschiedenen Blickwinkeln zu sehen.

Für eine bessere Vater-Kind-Beziehung kannst Du das tun:

  • Offene und konstruktive Kommunikation üben.
  • Konsistent in Regeln und Routinen sein.
  • Finanzielle Bildung als Teil der Erziehung ansehen.
  • Eigene Entscheidungen in der Erziehung treffen.
  • Interesse an den Leidenschaften der Kinder zeigen.
  • Bewusst Zeit mit jedem Kind einzeln verbringen.
  • Körperliche Fitness als Teil der Vorbereitung auf das Elternsein sehen.
  • Kinder ihren eigenen Weg finden lassen.
  • Weniger schnell urteilen und mehr Verständnis zeigen.
  • Geschichten und Erfahrungen gezielt teilen.
  • Weniger Selbstkritik und mehr Vertrauen in eigene Entscheidungen.
  • Phasen der Kinder akzeptieren und unterstützen.
  • Liebe offen zeigen und kommunizieren.
  • Emotionale Selbstkontrolle üben und weniger schreien.

Diese Erkenntnisse sind nicht nur für Väter, sondern für alle Elternteile wertvoll, um die Beziehung zu ihren Kindern zu stärken und ein erfüllteres Familienleben zu führen.

Persönliche Meinung

Das Bedauern, das viele Väter empfinden, unterstreicht die Bedeutung von Reflexion und bewusstem Handeln in der Erziehung. Jeder Tag bietet neue Möglichkeiten, präsent zu sein, Geduld zu üben, Unterstützung zu bieten, den Druck zu mindern und unsere Welt mit unseren Kindern zu teilen. Das Ziel sollte nicht Perfektion sein, sondern Authentizität, Liebe und das Bestreben, gemeinsam zu wachsen.

Diese Einsichten sind eine Erinnerung daran, dass es nie zu spät ist, Veränderungen vorzunehmen und eine tiefere, bedeutungsvollere Beziehung zu unseren Kindern aufzubauen. Als Väter haben wir die einzigartige Gelegenheit, unsere Kinder in ihrer Entwicklung zu begleiten und zu unterstützen. Indem wir aus unseren Fehlern lernen und bewusst an unserer Beziehung zu unseren Kindern arbeiten, können wir das Fundament für ein erfülltes und liebevolles Familienleben legen.

Wenn Du magst komm gern in unsere Vätercommunity „Einfach Vater sein“ unsere Gruppe gibt Dir Raum für Väter Themen.

 

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