15 Tipps: Selbstständigkeit von Kindern fördern

Um den Nachwuchs auf das Erwachsenwerden vorzubereiten, ist es notwendig von Beginn an Kinder zur Selbstständigkeit zu bewegen und Ihnen das richtige Maß an Eigenverantwortung zuzugestehen. Ein wichtiger Bestandteil für eine gute Selbstständigkeit ist das Urvertrauen.

Fühlt sich das Kind geliebt und angenommen, fördert dies die Entwicklung zum eigenständigen Menschen. Essenziell bei der Förderung der Selbständigkeit sind kleine Schritte. Zu große Einschnitte überfordern das Kind. Sie haben den gegenteiligen Effekt.

Selbstständigkeit
Kinder zur Selbstständigkeit zu bewegen Copyright: photosvit bigstockphoto.com

So geht die Förderung der Selbständigkeit beim Kind

Alles was Dein Kind von alleine schaffen kann, sollte es auch selbst erledigen, auch wenn es noch nicht 100% gelingt oder länger dauert.

1. Lassen Sie eigene Ideen des Kindes zu:

Eigeninitiative zu ergreifen und eigene Ideen zu entwickeln fördern Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein. Entspricht der Einfall des Kindes nicht den eigenen Vorstellungen, nehmen Sie sich etwas zurück. Geben Sie Ihrem Kind die Möglichkeit, sich in ungefährlichem Rahmen auszuprobieren.

2. Geben Sie Ihrem Kind positive Verstärkung:

Loben Sie Ihr Kind, wenn es eine eigenständige Entscheidung gut umsetzt. Hat etwas nicht geklappt, bieten Sie Ermutigung und Hilfestellung. Besprechen Sie, wie ein alternativer Lösungsweg hätte aussehen können. Hierbei achten Sie darauf, Ihrem Kind die Möglichkeit zur Eigenreflexion zu geben.

3. Fördern Sie die Eigeninitiative:

Bestärken Sie Ihr Kind darin, eigene Entscheidungen zu treffen. Indem es in altersgemäßem Rahmen selbst gewählte Erfahrungen macht, erkennt es, was funktioniert und was nicht.

4. Lassen Sie Ihr Kind kleinere Probleme selbst lösen:

Greifen Sie nicht sofort ein, wenn Ihr Kind etwa Streit mit einem Freund hat. Dadurch lernt es, eigene Strategien zur Problemlösung zu entwickeln. Zudem fördert es die soziale Kompetenz Ihres Kindes. Sie schreiten erst unterstützend ein, wenn Sie bemerken, dass ein für Ihr Kind unlösbares Problem vorliegt.

5. Geben Sie Ihrem Kind das Gefühl der Geborgenheit:

Fühlt sich Ihr Kind geliebt und geborgen, stärkt es sein Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein. Dadurch ist es offener für eigene Ideen und Entscheidungen. Ihr Kind traut sich selbst zu, es auch alleine zu schaffen.

6. Übertragen Sie Ihrem Kind Verantwortung:

Dem Kindesalter entsprechende Aufgaben fördern das Verantwortungsgefühl. Zudem macht es den Nachwuchs stolz, etwas ganz alleine zu vollbringen. Die sind kleinere Aufgaben im Haushalt, wie das Aufräumen des Kinderzimmers, oder den Schulweg ohne elterliche Hilfe zu bewältigen.

7. Lassen Sie Ihr Kind seine eigenen Fähigkeiten erproben:

Kinder können oft mehr, als ihre Eltern ihnen zutrauen. Schnell ist die elterliche Sorge im Weg, dem Sprössling könne etwas zustoßen.

8. Nehmen Sie ihrem Kind nicht alles ab:

Anfangs brauchen Kinder bei Tätigkeiten, die Erwachsenen mühelos von der Hand gehen, mehr Zeit. Planen Sie daher einen Puffer ein, damit Ihr Kind etwa sein Frühstücksbrot in aller Ruhe zubereiten kann. Dadurch geben Sie Ihrem Kind die notwendige Gelassenheit, die Arbeitsschritte zu perfektionieren.

9. Treffen Sie klare Absprachen:

Diese fördern das Verantwortungsgefühl des Kindes. Es lernt verantwortungsvolles Handeln. Absprachen sind eine bestimmte Uhrzeit, an der Ihr Kind nach Hause kommt oder Zeiten für soziale Medien.

10. Geben Sie Ihrem Kind die Möglichkeit, seine Gefühle auszudrücken:

Klappt etwas nicht wie gewünscht, sind häufig Wut und Enttäuschung die Folge. Der Umgang mit negativen Gefühlen sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Seien Sie für Ihr Kind da. Signalisieren Sie Gesprächsbereitschaft und bieten bei Bedarf Trost. Freuen Sie sich im umgekehrten Fall mit Ihrem Kind, wenn etwas zu seiner Zufriedenheit geklappt hat. Sparen Sie nicht mit Lob.

11. Vermeiden Sie Überforderung:

Zwingen Sie Ihr Kind nicht zu eigenen Entscheidungen, wenn es dazu noch nicht bereit ist. Ihr Kind braucht seine individuelle Zeit, mit neuen Erfahrungen umzugehen. Bieten Sie Unterstützung und Hilfestellung an.

12. Lassen Sie Ihr Kind kreativ sein:

Dadurch lernt es selbsttätiges und neues Denken. Dies fördert zudem den Aufbau von Problemlösungsstrategien und die Selbstwahrnehmung.

13. Bringen Sie Ihrem Kind Vertrauen entgegen:

Vermeiden Sie überängstliche und über das normale Maß hinausgehende beschützende Verhaltensweisen. Dies hilft Ihrem Kind, potenzielle Gefahren einzuschätzen und den Umgang mit neuen Situationen zu lernen.

14. Fördern Sie die Selbstwahrnehmung:

Bieten Sie Ihrem Kind durch Gespräche die Möglichkeit der Selbstreflexion. Dabei vermeiden Sie, Ihrem Kind Ihre eigenen Ansichten und Meinungen aufzudrängen. Geben Sie Hilfe zur Selbsthilfe.

15. Lassen Sie Ihr Kind seine Fehler selbst erkennen und korrigieren:

Vermeiden Sie es, Ihrem Kind auf den Kopf zuzusagen, was es falsch gemacht hat. Es erkennt häufig selbst das Problem und findet eigenständig eine Lösung. Durch Gesprächsbereitschaft signalisieren Sie Ihrem Kind Ihre Unterstützung. Ist Ihr Kind überfordert, sind behutsame Fragen eine Möglichkeit, die Selbsterkenntnis zu fördern.

 

Überdenken Sie vorab in Ruhe, welche Freiheiten Sie für altersangemessen halten. Erklären Sie Ihrem Kind etwaige Entscheidungen und lassen es an Ihrem Denkprozess teilhaben. Sagen Sie Ihrem Kind, dass Sie Selbständigkeit schätzen. Dadurch unterstützen Sie Ihr Kind bestmöglich auf seinem Weg zum Erwachsenwerden. Es fühlt sich einerseits durch die Familie geborgen. Andererseits erhält es die Möglichkeit, seine Flügel auszubreiten und seinen eigenen Weg zu finden.