Einzigartiger Männerpodcast: „Geht ein Mann zum Arzt“ – Raiko Thal im Gespräch über den rbb Podcast

Artikelbild
Raiko Thal und Anke Burmeister im gespräch (© rbb / Thomas Ernst)

Herzlich willkommen zu einem spannenden Interview mit Raiko Thal, dem Moderator von rbb-Praxis, der uns einen Einblick in den faszinierenden Podcast „Geht ein Mann zum Arzt“ gewährt. In einer Welt, in der viele Männer mittleren Alters Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt vernachlässigen oder gar vermeiden, hat das Team der Gesundheitsredaktion des rbb einen Podcast entwickelt, der genau dieser Zielgruppe gewidmet ist.

Geht ein Mann zum Arzt
Raiko Thal und Anke Burmeister (© rbb / Thomas Ernst)

 „Geht ein Mann zum Arzt“ ein Podcast über Männergesundheit mit viel Humor

In „Geht ein Mann zum Arzt“ geht es nicht nur um Männergesundheit, sondern auch um Unterhaltung. Raiko Thal begibt sich nicht nur in das Tonstudio, sondern auch tatsächlich zum Arzt. Er lässt seine Haut, seine Haare und sein Blut untersuchen, durchläuft einen umfassenden Gesundheitscheck und wagt sich nach einem tiefgründigen Gespräch mit einem Gesundheitspsychologen sogar zur Prostatauntersuchung. Raiko Thal nimmt dabei keine Rücksicht auf sich selbst, sondern erfährt alles hautnah am eigenen Leib und hat sein Aufnahmegerät stets griffbereit.

Geht ein Mann zum Arzt

Der Berliner Moderator holt außerdem Fachleute ins Tonstudio, die ihm Hintergrundwissen vermitteln, und diskutiert in Gesprächen mit seiner rbb-Kollegin und Freundin Anke Burmeister seinen eigenen Gesundheitszustand. Mit 59 Jahren stellt er sich mutig den Gesundheitsthemen, vor denen sich viele Männer gerne drücken. In unserem Interview erfahren wir mehr über die Motivation hinter diesem einzigartigen Podcast und welche Erkenntnisse Raiko Thal auf seiner persönlichen Gesundheitsreise gewonnen hat.

Raiko Thal im Interview über den rbb Podcast „Geht ein Mann zum Arzt“

Geht ein Mann zum Arzt
Raiko Thal und Anke Burmeister im gespräch (© rbb / Thomas Ernst)
  1. Raiko, „Geht ein Mann zum Arzt“ ist ein recht einprägsamer Titel. Wie bist du darauf gekommen und was willst du damit beim Hörer hervorrufen?

Der Titel ist nicht von mir. Der stammt von meiner Gesundheitsredakteurin Ina Czycykowski (sprich: Tschi-tschi-kowski). Sie hat sich den Podcast inhaltlich ausgedacht. Später hat sie sich daran erinnert, dass ich ihr mal vor Jahren diesen Witz erzählt hatte.  Sie ist ein lustiges Persönchen und hat den Podcast sofort so benannt. Überhaupt ist „Geht ein Mann zum Arzt“ sehr unterhaltsam geworden. Die Hörer und Hörerinnen sollen gern lachen, auch wenn es um das ernste Thema Gesundheit geht. Und dann schnappt man so ganz nebenbei jede Menge wichtiger Informationen auf. Ohne, dass dabei der pädagogische Finger erhoben wird.

  1. Dein Podcast beschäftigt sich mit Gesundheitsthemen. Was unterscheidet ihn von anderen Gesundheitspodcasts, und was ist deine persönliche Herangehensweise an die Themen?

Es gibt inzwischen viele Gesundheitspodcasts auf dem Markt. Meist fragt ein Moderator einen Arzt/Ärztin aus oder aber ein Experte (Urologe, Hautärztin, Allgemeinmediziner, …) erklärt sein Spezialgebiet. Bei „Geht ein Mann zum Arzt“ begebe ich mich – stellvertretend für alle Männer – selbst zum Arzt. Ich erfahre alles am eigenen Leib und das Mikrofon ist überall dabei.

Und wer kennt es nicht. Wer aus der Praxis raus ist, hat plötzlich viele Fragen, die kein Arzt schnell beantwortet – auch Dr. Google nicht. Diese Fragen konnte ich danach anderen Experten stellen. Am Ende sitze ich mit meiner Kollegin und Freundin Anke Burmeister im Podcaststudio und werten alles aus. Da hinterfragt sie so manches und ich muss dann auch ehrlich Rede und Antwort stehen.

  1. Du bist vor allem als Fernsehmoderator bekannt. Was hat dich dazu bewegt, den Sprung in die Podcast-Welt zu wagen?

Zu Beginn von Corona wollten wir sofort einen Podcast machen, aber der NDR war mit dem Virologen Christian Drosten schneller. Aber alle im rbb waren von den Probeaufnahmen so begeistert, dass wir den Auftrag erhielten einen Männer-Gesundheitspodcast zu entwickeln.

  1. In welcher Weise erhoffst du, dass dein Podcast die Einstellung der Männerwelt zum Gesundheitswesen und zu medizinischen Themen beeinflusst?

Mit dem Podcast möchten wir das Bewusstsein für die eigene Gesundheit schärfen, mit Klischees und Vorurteilen aufräumen und zeigen, dass Vorsorge nicht schlimm und meist sogar extrem wichtig ist. Ich habe eine Menge über meinen Körper erfahren und will das mit den Hörerinnen und Hörern teilen. Und es darf – wie schon gesagt – viel gelacht werden.

  1. Kannst du uns einen kleinen Teaser geben und verraten, welche Themen oder Gäste uns in den kommenden Episoden erwarten? 

Also beim Check-up 35 war ich beim Allgemeinmediziner Ilker Aydin. Der hat mich singend mit Gitarre empfangen. Das war absolut überraschend. Und das machte er jetzt nicht für mich und wegen des Podcasts. Seine Gitarre steht immer in Reichweite in seiner Berliner Arztpraxis und damit beruhigt er oft aufgeregte Patienten.

Für die Prostata-Untersuchung habe ich mir zu späteren Auswertung Prof. Dr. Thorsten Schlomm von der Berliner Charité ins Studio geholt. Jemand, der jeden Tag Prostata-Krebs operiert. Er hat wunderbare Vergleiche gefunden, u.a. ich zitiere: „Und das haben wir Männer gelernt, dass man das Auto sehr pfleglich und vorsorgend behandelt. Und das machen wir mit unserem eigenen Körper nicht.“

Ich habe meine Haare und meine Haut untersuchen und mir viel über Haar-Transplantationen erklären lassen und Alternativen dazu. Mit meinen Geheimratsecken habe ich inzwischen Freundschaft geschlossen. Auch beim Hautscreening war ich vorher noch nie. Und prompt wurde was entdeckt, was dringend raus muss. Gut, dass ich da war. Über Sonnenschutz haben wir gesprochen, da gibt es inzwischen ganz tolle Sachen auch für den Kopf, wenn die Haare oben dünn werden.

Na und dann gab es eine Diagnose, die meine Redaktion veranlasst hat, mich zu einer Ernährungsmedizinerin zu schicken. Daniela Kielkowski vertritt den Ansatz, dass viele Menschen zu wenig Essen und davon dick werden. Bei mir war es auch so. Ich habe dann meine Ernährung umgestellt. Viel mehr gegessen und trotzdem abgenommen. Das war echt der Hammer.

  1. Du hast bereits eine große Reichweite und viel Erfahrung durch das Gesundheitsmagazin rbb Praxis. Welche Herausforderungen siehst du persönlich in diesem neuen Projekt und was hast du dabei bis jetzt gelernt?

Obwohl ich mich wöchentlich mit Gesundheitsthemen auseinandergesetzt habe, war auch ich ein Vorsorgemuffel und bin nur mittelgern zum Arzt gegangen. Ich habe hier versucht, meine Einstellung zu ändern, mutiger und auch gesünder zu werden. Und in diesen Podcast musste ich mich all diesen Dingen stellen, genau wie meinen Vorurteilen und Klischeevorstellungen, was Männergesundheit angeht. Gesundheitsvorsorgeuntersuchungen stehen nun wiederkehrend in meinem Kalender und ich werde sie einhalten.

Über den Podcast

Hosts: Raiko Thal und Anke Burmeister
Produktion: Gesundheitsredaktion des rbb
Idee, Redaktion, Regie: Ina Czycykowski
Autor*innen: Anke Burmeister, Carola Welt, Anna Corves, Ina Czycykowski, Benjamin Kaiser
Co-Autor: Claus Schwartau

Wo kann man den Podcast hören

Statistiken zeigen, dass Männer im Durchschnitt fünf Jahre früher sterben als Frauen, oft körperliche Warnsignale ignorieren und Vorsorgeuntersuchungen meiden.

So könnt Ihr Raiko Thal folgen:

Aktuelles

Schulfrust bei Kindern

Schulfrust: Das können Eltern tun wenn ein Kind nicht lernen will:

Wir zeigen was gegen Schulfrust hilft: Das können Eltern tun wenn ein Kind nicht lernen will, keine Lust auf Schule und Hausaufgaben: Lernmotivation für Kinder
[amazon_disclaimer /]

Das sagen andere über uns

Folgen und Mitmachen

Austausch mit über 40.000 Vätern in unserer Vätercommunity „Einfach Vater“