Die Grünen Partei für Kinder erklärt »

Das sind BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und das macht grüne Politik aus:

„Fridays for Future“, Nachhaltigkeit und der derzeitige Gegenpol zum Rechtsruck in Deutschland – Die Grünen sind im oberen politischen Establishment angekommen. Wir als Väter wollen die Inhalte Grüner Politik auch unseren Kindern vermitteln.

Mit 8 bis 10 jahren wächst auch das Interesse von Kindern an Politik und der Außenwelt, Nachrichtensendungen auf Kika vermitteln einen ersten Eindruck was so in Deutschland und der Welt passiert. Mit Themen des Naturschutz, Klimawandel und Schutz unserer Umwelt erregt das BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Aufmerksamkeit. Die Partei zeichnet sich durch ihre grüne Politik aus. Um Deinen Kindern die Grünen gut erklären zu können haben wir dir in diesem Artikel einige Aspekte der angesagten Partei zusammengestellt.

Die Grünen und ihre grüne Politik

Die Farbe Grün symbolisiert, wofür die Partei steht: Natur und Naturschutz. Gleichzeitig hebt sie sich durch die Farbwahl von anderen Parteien ab. Demzufolge deutet sie auf die alternative Sichtweise der Parteimitglieder hin. Neben dem Natur- und Klimaschutz beschäftigen sich die Grünen mit den Menschenrechten. Vorwiegend versuchen sie, die Rechte von Minderheiten, beispielsweise Migranten und Behinderten, zu stärken. Sie fordern mehr Integration und ein beschleunigtes Asylverfahren. Gleichzeitig setzen sie sich für die Gleichstellung der Geschlechter und eine faire Wirtschaft ein.

Die größte grüne Partei in Deutschland nennt sich BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Dabei entstammt der Name „Bündnis 90“ einer Kleinpartei, die sich in letzten Jahren der DDR gründete. Des Weiteren existieren in anderen Ländern Parteien mit ähnlichen politischen Zielen. In der Schweiz setzt sich als Beispiel die Grüne Partei für den Umweltschutz ein.

Veranstaltung der Grünen mit Robert Habeck in Görlitz

Von der Protestpartei zur etablierten Partei im Bundestag

Informierst Du Deine Kinder über BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, empfiehlt es sich, auf deren Geschichte einzugehen.

Anfänglich handelte es sich um eine Protestpartei, die sich:

  • gegen Umweltzerstörung,
  • gegen die Nutzung von Atomenergie und
  • gegen die atomare Hochrüstung

einsetzte. Ihr Ziel war es, in Deutschland sämtliche Atomkraftwerke aus Gründen der Sicherheit stillzulegen. Alternativ regten sie an, Strom aus Sonnenenergie, Wasser, Biomasse und Wind zu gewinnen. In den 70er-Jahren schlossen sich zahlreiche Umweltaktivisten diesen Zielen an.

In den 1980er-Jahren machten „Die Grünen“ durch zahlreiche Friedensdemonstrationen auf sich aufmerksam.

Im Jahr 1983 gelang der Partei der Einzug in den Bundestag. Aufgrund ihrer pazifistischen Tradition bezeichnen andere Politiker die Grünen teilweise als „Hippies“. Obgleich sich in den Gründungsjahren Anhänger der Hippie-Bewegung den Grünen anschlossen, ist der Name unzutreffend. Immerhin befürwortet die Partei Auslandseinsätze der Bundeswehr.

In der Geschichte der Bundesrepublik stellt das BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die erfolgreichste Neugründung einer Partei dar. Seit den 1980er-Jahren etabliert sich diese im deutschen Parteiensystem. Neben CDU, SPD und FDP gehört sie zu den starken liberalen Fraktionen in Deutschland.

Demonstration gegen Atomkraft am 19.03.2011 in Hannover
Urheber: Benjamin Radzun, Germany

Eine Partei mit einer bewegten Geschichte

Damit Deine Kinder die Beweggründe der Grünen verstehen, gehst Du auf deren bewegte Vergangenheit ein. Die Partei entstand aus einem Zusammenschluss mehrerer Bewegungen. Zu diesen zählten die Neue Soziale Bewegung, Studentenbewegungen und DDR-Bürgerrechtsorganisationen. In der Mitte der 1970er-Jahre entstanden in mehreren Bundesländern „grüne Listen“.

Im Jahr 1979 schlossen sich die Organisationen vor der Europawahl zu einer Wählergruppe zusammen. Ihr Name lautete „Sonstige Politische Vereinigung DIE GRÜNEN“. Ein Jahr später bildete sich daraus eine bundesweite Partei, „Die Grünen“. Diese schlossen sich 1993 mit dem in Ostdeutschland entstandenen Bündnis 90 zusammen. Seither heißt die Partei offiziell „BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN.

Vorwiegend in der Gründungsphase prägten Richtungskrämpfe die Entwicklung der neuen Partei. Konservative verließen sie frühzeitig. Zu den Hauptstreitpunkten gehörte in den 80er-Jahren die Frage nach einer Regierungsbeteiligung. Sie spaltete die Partei in zwei Lager. Die Realpolitiker, Realos genannt, strebten einen Sitz in der Regierung an. Die radikal-linken Fundamentalisten, Fundis, lehnten diesen ab. Bis 1991 verstärkte sich die realpolitische Linie der Grünen. Aus dem Grund verließ eine Vielzahl der fundamentalistischen Kräfte die Partei.

Im Laufe der Zeit durchlebte diese eine Entradikalisierung. Diese zeigt sich darin, dass die Parteimitglieder sich von systemfeindlichen Positionen distanzierten. Die fundamentalistischen Anhänger forderten eine Überwindung der kapitalistischen und marktwirtschaftlichen Ordnung. Dieses Ziel lässt sich nicht durchsetzen, ohne die Regierung maßgeblich zu destabilisieren. Das erkannten die Realpolitiker der Grünen. Sie akzeptierten die herrschende parlamentarische Demokratie. Zusätzlich entwickelten sie Konzepte, um ihre „grünen Reformen“ durchzusetzen. Zu diesen zählen bis heute:

  • die Förderung erneuerbarer Energien,
  • der Atomausstieg,
  • ein Umbau des Steuersystems und
  • die Agrarwende.

Durch ihr Engagement verhalfen die Grünen anderen Parteien dazu, sich für den Umweltschutz zu öffnen. Aus dem Grund gehören Maßnahmen zum Natur- und Klimaschutz zu den Parteiprogrammen verschiedener Fraktionen.

Wofür setzen sich die Politiker von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ein?

Viele Stimmen erhalten die Grünen aufgrund ihrer Gleichstellungspolitik von den Frauen. Zudem erzielen die Grünen bei den Jungwählern überdurchschnittliche Wahlergebnisse. Der Grund: Sie sprechen das zunehmende Umweltbewusstsein der Jugend an und fordern ein Stopp der Massentierhaltung. Kinder und Jugendliche setzen sich zunehmend bewusster mit ihrer Umwelt und dem Naturschutz auseinander. Demonstrationen gegen die aktuelle Klimapolitik, die „Fridays for future“ sowie die „Öko-Welle“ belegen diesen Trend. Interessieren sich Deine Sprösslinge für:

  • gesunde Ernährung aus biologischem Anbau,
  • artgerechte Tierhaltung in der Landwirtschaft,
  • die nachhaltige Produktion von Textilien und Kleidung,
  • Energiesparen und erneuerbare Energien sowie
  • Alternativen zur Massentierhaltung

identifizieren sie sich unter Umständen mit der Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Deren wichtigstes Ziel besteht im Schutz der Umwelt. Aus dem Grund forderten bereits die Parteigründer einen bewussteren Umgang mit der Natur.

Grünen Politiker Robert Habeck und Franziska Schubert in Görlitz, 2019

Zur damaligen Zeit, in den 70er- und 80er-Jahren, war dieser politische Ansatz neu. Die Kernziele der großen Parteien bestanden hauptsächlich in einer gesicherten Wirtschaft. Die Grünen bewegten andere Politiker zum Umdenken. Die konsequente Energiewende sowie die soziale Gerechtigkeit fließen inzwischen in die Wahlprogramme der Union, der Sozialdemokraten sowie der FDP.

Ziel der Grünen ist es, die EU zu einer „Union des Klimaschutzes“ umzugestalten. Ein gesamteuropäischer Stromverbund soll die flächendeckende Versorgung mit Strom in Europa sichern. Hilfestellung dabei leistet nach Wunsch der „Grünen“ ein europaweites Netz von Energiespeichern. Weitere Kernpunkte des „grünen“ Wahlprogramms bestanden zur Europawahl 2019 in:

  • einer Stärkung der Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion,
  • der Sicherung von Freiheit und Demokratie,
  • der Verteidigung der Menschenrechte,
  • der Förderung von Frieden und Sicherheit,
  • der Förderung von Bildung und Kultur.

 

 

Wer ist Robert Habeck (Die Grünen)

Robert Habeck Foto: Nadine Stegemann

Grüne Wahrheiten auf Jung & Naiv

Robert Habeck folgen:

Wodurch zeichnet sich grüne Politik aus?

Die Politik der Grünen, teilweise als Ökopolitik bezeichnet, strebt eine ökologisch nachhaltige Gesellschaft an. Deren Pfeiler sind: soziale Gerechtigkeit, Gewaltlosigkeit und konsequente Demokratie.

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Quellen: