Wehen – wann muss man ins Krankenhaus?

Der Geburtstermin Ihres Kindes naht. Aufgeregt, fast kopflos beobachten Sie Ihre Frau. Ihre Gefühle sind zwiespältig – Angst macht sich breit. Wann kommen die Wehen? Wann ist es Zeit ins Krankenhaus zu fahren?

 

Ist es ihr erstes Kind, das Ihre Frau zur Welt bringt? Fahren Sie ins Krankenhaus, wenn die Wehen in einem Abstand von fünf Minuten auftreten. Werden Sie Vater Ihres zweiten oder dritten Kindes, fahren Sie früher.

Bei welchen Anzeichen müssen Sie wirklich losfahren?

Wehen wann muss man ins Krankenhaus

Allein der Gedanke macht Sie wahnsinnig. Bisher nahmen Sie die Schwangerschaft Ihrer Frau nach anfänglichen zwiespältigen Gefühlen und den ersten drei schwierigen Monaten gelassen hin.

Voller Vorfreude sind Sie und galten bis jetzt als der ausgleichende Mann an der Seite Ihrer Frau. Und nun? Was ist los? Sie laufen kopflos umher, sind verwirrt. Bisher ließ sich alles leicht organisieren. Obwohl Sie den voraussichtlichen Geburtstermin kennen, liegt es dennoch nicht in ihrer Macht zu bestimmen, wann das Kind kommt. Es kann heute sein – oder morgen? Vielleicht geht es schon in ein paar Minuten los? Ihre Frau fasst sich an den Bauch. Verzieht Sie ihr Gesicht? Sind das schon die Wehen? Wann ist es Zeit ins Krankenhaus zu fahren?

Erste Vorankündigungen des Babys

Ihre Frau spürt in ihrem Körper einige Veränderungen. Das Baby drückt nicht mehr gegen die Rippen und das Brustbein, sondern auf die Scheide und den Gebärmutterhals. Naht der Geburtstermin, spürt Ihre Frau erste Kontraktionen der Gebärmutter. Sie schläft schlecht und empfindet, als hätte sie Regelschmerzen.

Hilfe, die Wehen kommen

Ihr Kind kündigt sich an. Ihre Frau klagt über ziehende Schmerzen im Unterbauch und im Rücken, die sich bis hin zur Leistengegend bemerkbar machen. Dass es bald losgeht, erfährt Ihre Frau bei einem Gang zur Toilette, denn sie verliert geringe Mengen Blut und Schleim. Sie weiß, es ist normal und bleibt gelassen.

Stärkere Wehen spürt auch der Vater, wenn er die Hand auf den Bauch seiner Frau legt. Die Gebärmutter verhärtet sich und entspannt erst nach vergangenen 15 bis 60 Minuten. Alle acht bis zehn Minuten bekommt Ihre Frau anfangs diese Wehen. Wann ins Krankenhaus fahren? ist die aktuelle Frage, die Sie beschäftigt.

 

Zeit ins Krankenhaus zu fahren?

Wann Sie sich unverzüglich in der Entbindungsstation melden

Ihre Frau plagen noch keine regelmäßigen Wehen. Wann ins Krankenhaus zu fahren sich dennoch notwendig erweist, sind folgende Situationen:

  • Sie wissen oder ahnen, dass die Fruchtblase geplatzt ist.
  • Blutungen treten auf.
  • Der Fötus bewegt sich weniger als in den vorherigen Tagen.
  • Ihre Frau klagt über Schmerzen in der Gebärmutter und andauernden Kontraktionen.

 

Mit dem Auto fahren oder den Rettungswagen rufen?

Sie möchten Ihre Frau mit dem eigenen Wagen sicher ins Krankenhaus befördern? Verläuft alles normal, haben Arzt und Hebamme nichts dagegen einzuwenden. Ist die Fruchtblase geplatzt, rufen Sie einen Krankenwagen. Es besteht die Gefahr, dass sich die Nabelschnur in den Ausgangsbereich legt. Während der Geburt könnte sie sich um den Hals des Kindes wickeln. Ein Abdrücken der Nabelschnur während der Geburt wäre ein ebensolches mögliches Szenario. Bei geplatzter Fruchtblase fahren die Sanitäter Ihre Frau grundsätzlich liegend ins Krankenhaus.

Es gilt die Straßenverkehrsordnung!

Beginnt die Geburt mit regelmäßigen Wehen? Bleiben Sie ruhig. Sie wissen um die Vorgänge bei den Wehen und wann ins Krankenhaus zu fahren, notwendig ist. Beladen Sie das Auto mit dem Klinikkoffer. Denken Sie an den Mutterpass und übrige Papiere. Anschließend fahren Sie ruhig unter Beachtung aller Verkehrsregeln ins Krankenhaus. Ihrer Frau und ihrem Baby bekommt es nicht, wenn Sie in die Klinik hetzen und den berühmtesten Rennfahrern Konkurrenz machen. Des Weiteren bringen Sie sich selbst in Gefahr.

Zeigen Sie Verantwortung und bringen Sie Frau und Kind sicher ins Krankenhaus – Zeit ist noch genug.

 

Redaktion: M.Foerster, Bartholome & Anthofer
Quellen, Literatur, Verweise:

Motiv  © Christian Müller – Fotolia.com

 

wer wir sind

Anna Nilsson Fach-/Medizinjournalistin

Anna Nilsson, als Medizinjournalistin und Autorin ist Sie verantwortlich für den Gesundheitsbereich auf Netpapa.de.


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