Wichtiges Vitamin D Einnahme & Dosierung

Vitamin D supplementieren: Informationen zur Notwendigkeit und Dosierung

Nahrungsergänzung und Therapie eines diagnostizierten Mangels – Vitamin D supplementieren

Die Nachfrage nach Vitamin-D-Präparaten steigt an. Vermehrt entscheiden sich Personen dazu, Vitamin D zu supplementieren. Mit der regelmäßigen Zufuhr des Vitamins kompensieren sie die unzureichende Produktion des Körpers. Dadurch beugt die Supplementierung der Entstehung von Mangelerscheinungen vor. Gleichermaßen besteht im Falle eines diagnostizierten Cholecalciferol-Mangels die Notwendigkeit der zusätzlichen Gabe entsprechender Präparate. In den nachfolgenden Abschnitten schließen sich detaillierte Informationen zur Thematik der Vitamin-D-Supplementierung und der empfohlenen Dosierung bei einer regelmäßigen Einnahme an.

Vitamin D Einnahme

Vitamin D Einnahme Urheber: altanaka / 123RF.com

Fazit: Täglich bis zu 2.000 IE Vitamin D empfohlen

Zusammengefasst stellt die Vitamin-D-Supplementierung eine ausreichende Versorgung sicher. Das gilt insbesondere für Personen, die sich in den Sommermonaten im Hinblick auf die körpereigene Produktion zu wenig in der Sonne aufhalten. Die gesunde Konzentration von Vitamin D im Blut bewegt sich zwischen 20 und 50 ng/ml. Um den Wert zu erreichen, bedarf es der Einnahme von täglich 800 bis 2.000 Internationalen Einheiten. Das Vitamin-D-Supplementieren erfolgt in Form von Tabletten, Kapseln oder Tropfen. Hochdosierte Supplemente erlauben es, anstelle der täglichen Gabe wöchentlich das Vitamin zuzuführen. Dementsprechend steigt die Dosierung auf bis zu 14.000 IE. Die Gefahr einer Überdosierung besteht erst bei der regelmäßigen Einnahme von mehr als 40.000 IE pro Tag.

 

Gefahr eines Vitamin-D-Mangels durch Supplemente reduzieren

Der Vitamin-D-Mangel gilt in den Industrieländern als weitverbreitetes Phänomen. Die Folgen zeigen sich auf unterschiedliche Weise im Körper. Cholecalciferol besitzt wichtige Funktionen beim Knochenstoffwechsel. Dazu legen Studien Korrelationen zwischen Vitamin D und Krebs sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen nahe. Im Falle eines diagnostizierten Cholecalciferol-Mangels erhalten die Patienten entsprechende Supplemente. Darüber hinaus entscheiden sich vermehrt Personen ohne Mangel, Vitamin D zu supplementieren. Die Zielsetzung besteht darin, einem Mangel präventiv entgegenzuwirken.

 

Hintergrund der Vitamin-D-Supplementierung

Die steigende Nachfrage nach Vitamin-D-Supplementen hängt mit der Produktion des Stoffes im Körper zusammen. Der menschliche Körper nimmt lediglich einen geringen Anteil seines Tagesbedarfs über die Nahrung auf. Den Großteil des in vielfältiger Weise benötigten Vitamins produziert der Organismus selbst in der Haut. Hier verantwortet 7-Dehydrocholesterol die Bildung. Unter Einwirkung von UV-B-Strahlung entsteht daraus letztendlich Vitamin D.

Als problematisch zeigt sich dabei die erforderliche UV-B-Strahlung. Das Sonnenlicht bietet hauptsächlich in der warmen Jahreszeit über die Mittagsstunden die notwendige Intensität. Ansonsten steht die Sonne in einem ungünstigen Winkel und die gewünschte Bildung von Vitamin D bleibt aus. Zudem setzt die Vitamin-D-Produktion den direkten Kontakt der Haut mit der Energie der Sonne voraus. Kleidung oder Sonnenschutzprodukte mindern beziehungsweise verhindern die Herstellung des Vitamins. Im Winter findet keine körpereigene Vitamin-D-Produktion statt. Existieren keine Vorräte aus überschüssiger Bildung im Sommer, droht eine Unterversorgung. Folglich besteht ein realistisches Risiko, aufgrund zu geringerer Sonneneinstrahlung an einem Vitamin-D-Mangel zu erkranken. Um dem Defizit vorzubeugen, beziehungsweise ihn zu behandeln, finden Vitamin-D-Supplemente Verwendung.

 

Varianten der Vitamin-D-Supplemente

Derartige Präparate mit dem Ziel, Vitamin D zu supplementieren, existieren in unterschiedlichen Varianten. Hierbei kommen vor allem Supplemente in Form von Tropfen, Kapseln oder Tabletten infrage. Tropfen bieten den Vorteil, keinerlei Schluckbeschwerden zu verursachen. Darüber hinaus erlauben sie eine variable Dosierung und eignen sich für hoch dosierte Therapien zur Behandlung eines akuten Mangels. Zur exakten Dosierung verfügen die Supplemente über eine Pipette, die zum Schraubverschluss der Flasche gehört.

Neben der Darreichungsart stellt die Vitamin-D-Konzentration in den einzelnen Tropfen, Kapseln oder Tabletten einen wichtigen Faktor dar. Grundsätzlich existiert in Bezug auf Cholecalciferol die Maßeinheit „Internationale Einheiten“ (kurz: IE). Die Dosierung beim Vitamin-D-Supplementieren hängt vom Ziel der Einnahme ab. Die Therapie eines diagnostizierten Mangels erfordert tendenziell eine höher dosierte Zufuhr mittels Präparaten. Deren Konzentration legt der behandelnde Arzt fest. In den nachfolgenden Abschnitten schließen sich detaillierte Informationen zur Dosierung bei der Supplementierung mit dem Ziel der Prävention einer Unterversorgung an.

 

Dosierung richtet sich nach dem Schwellenwert des Vitamin-D-Mangels

Es existieren unterschiedliche Ansichten und Meinungen bezüglich des Grenzwerts für einen Vitamin-D-Mangel und die empfohlene Tagesdosis. So geht beispielsweise das amerikanische Institute of Medicine erst von einer Unterversorgung aus, wenn die Konzentration im Blut unter die Grenze von 20 ng/ml sinkt. Andere Experten legen den Schwellenwert in der Höhe von 50 ng/ml fest.

 

Vitamin D supplementieren: zwischen 800 und 2.000 IE bei der Dosierung empfohlen

Unterschiedliche Meinungen zeigen sich gleichermaßen, wenn es um die Dosierung beim Supplementieren von Vitamin D geht. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine tägliche Cholecalciferol-Zufuhr von 800 Internationalen Einheiten. Andere Fachleute raten zu bis zu 2.000 IE täglich. Alternativ besteht die Möglichkeit, einmal pro Woche Vitamin D zu supplementieren. Hierbei erhöht sich folgerichtig die Dosierung auf 5.600 bis 14.000 Internationale Einheiten. Dafür bieten sich Präparate mit sehr hoher Cholecalciferol-Konzentration an.

 

Diverse Studien belegen positiven Auswirkungen auf den Körper, wenn Personen gemäß den angeführten Dosierungen Vitamin D supplementieren. Professor Dr. Stefan Pilz von der Medizinischen Universität in Graz berichtet laut der Ärztezeitung von Placebo-kontrollierten Untersuchungen, die eine signifikante Reduktion von Knochenbrüchen und Hüftfrakturen bestätigen. Dazu sinkt die krebsbedingte Mortalitätsrate ebenfalls deutlich um 12 Prozent. Professor Pilz weist zudem darauf hin, dass sich im Fall von Übergewicht die tägliche beziehungsweise wöchentliche Dosis erhöht. Je schwerer eine Person, desto höher die Zufuhr von Cholecalciferol mittels Präparaten. Rund ein Drittel aller diagnostizierten Fälle von Vitamin-D-Mangel gehen auf ein zu hohes Körpergewicht zurück.

 

Informationen zu einer möglichen Überdosierung

Die Supplementierung von Vitamin D führt zwangsläufig zum Gedanken einer möglichen drohenden Überdosierung. Allerdings weist der menschliche Körper in dieser Hinsicht eine hohe Leistungsfähigkeit auf. Eine Person mit heller Hautfarbe produziert bei maximaler Sonneneinstrahlung eine Vitamin-D-Menge, die umgerechnet zwischen 10.000 und 20.000 Internationalen Einheiten entspricht. Die hohe Kapazität hängt mit der Notwendigkeit zusammen, im Sommer Vitamin-D-Reserven für die kalte Jahreszeit anzusammeln.

 

Die European Food Safety Authority (kurz: EFSA) legt die sichere Obergrenze für die tägliche Vitamin-D-Einnahme auf 4.000 Internationale Einheiten fest. Diverse Studien befassten sich mit der Thematik einer Überdosierung. Hierbei droht eine übermäßige Kalziumaufnahme. Der Fachbegriff dafür lautet Hyperkalzämie. Sie tritt jedoch erst bei der täglichen Einnahme von 40.000 Internationalen Einheiten auf. Dagegen stellten die Untersuchungen bei überdurchschnittlich hohen Dosierungen wie 10.000 IE pro Tag noch keine Anzeichen einer Hyperkalzämie fest. Empfohlene Mengen im Bereich von 2.000 Internationalen Einheiten bleiben folglich deutlich unter der kritischen Grenze. Im Falle einer Überdosierung kommt es zu allgemeinen Symptomen wie Erbrechen, Übelkeit, Mattigkeit, Appetitlosigkeit oder Verstopfung.

Mitunter verschreiben Ärzte Therapien mit extrem hohen Dosierungen. Gaben im Bereich von 60.000 Internationalen Einheiten bei wöchentlicher Einnahmen verfolgen das Ziel, leere Speicher des Körpers wieder aufzufüllen. Derartige Dosen stellen ebenfalls keine Gefährdung für den Körper dar. Die Überdosierung droht erst bei täglicher Zufuhr von Vitamin D mit 40.000 IE über einen regelmäßigen Zeitraum.

 

Quellen:

Vitamin-D-Dosierung und Tagesbedarf

 

wer wir sind

Anna Nilsson Fach-/Medizinjournalistin

Anna Nilsson, als Medizinjournalistin und Autorin ist Sie verantwortlich für den Gesundheitsbereich auf Netpapa.de.


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