Hurra, Ich werde Vater, Schwangerschaft, Geburt, die ersten Wochen

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Das Baby ist da Vater werdens – Das erste Mal Papa, das erwartet Dich – Copyright: hannamonika bigstockphoto

 

Was kommt auf mich als Vater zu?

Wenn Du das hier liest, ist es sehr wahrscheinlich das Du zum ersten mal Vater wirst. Obwohl Du vielleicht andere Väter in deinem Bekanntenkreis hast – stellt sich Dir natürlich die große Frage; Vater werden, was kommt auf mich zu?! Geht Dir genau diese Frage durch den Kopf, bist Du in guter Gesellschaft mit allen Männern, die zum ersten Mal eine Familie gründen und trotz Vorfreude auch ein wenig Magendrücken bei diesem Gedanken empfinden. Du musst deswegen kein schlechtes Gewissen haben, denn Zweifel und Unsicherheit sind normal. Um Dir die Anspannung etwas zu nehmen, geben wir Dir einen Ausblick auf die Zeit, die vor Dir liegt.

1. Ich werde Vater, was kommt in der Schwangerschaft auf dich zu?

Das emotionale Karussell beginnt, sobald Deine Partnerin Dir mitteilt, dass sich erfolgreich eine Schwangerschaft eingestellt hat. Viele Männer fühlen sich stolz und zugleich überfordert beim Blick in die Zukunft. Nicht selten stellt sich auch das nagende Gefühl der Hilflosigkeit ein, da sie gegenwärtig glauben, der Liebsten nicht viel helfen zu können. Das stimmt so jedoch nicht!

Erlebe die Schwangerschaft als stolzer Papa aktiv mit

Das erste Geheimnis lautet, die Schwangerschaft mit Herz und Seele zu begleiten. Natürlich kannst Du Deiner Partnerin in die körperlichen Aspekte nicht abnehmen, doch Du bist kein passiver Zuschauer:

 

  1.  Zeige Verständnis, wenn Deine Frau vor allem im ersten Trimester Zeit für sich und die Veränderungen ihres Körpers benötigt
  2.  Begleite Deine Frau zu den Voruntersuchungen beim Gynäkologen und stelle alle Fragen, die Dir auf der Seele brennen. Das ist nicht peinlich, sondern zeigt ehrliches Interesse.
  3.  Geht gemeinsam einkaufen, um von ersten Windeln über Spielzeug bis hin zu Babymöbeln alle Dinge zu besorgen, die das neue Familienmitglied benötigen wird.
  4.  Biete Hilfe, wenn es um die Suche der passenden Hebamme geht und lerne die wichtige Begleiterin auch persönlich kennen.
  5.  Geh nach Möglichkeit mit zur Geburtsvorbereitung, um Deine Frau ideal zu unterstützen.
  6.  Den Babybauch zu streicheln und mit dem Ungeborenen zu reden, ist nicht albern, sondern ein wunderbarer Schritt der Vater-Kind-Bindung!
  7.  Überlege Dir mit Deiner Frau gemeinsam, ob ihr vorab das Geschlecht des Kindes wissen möchtet und wählt passende Namen.
  8.  Viele Paare organisieren auch vor der Geburt einen Kita-Platz. Entscheidet ihr euch dafür, ist auch hier Dein Engagement gefragt.
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Schwangerschaft – Vater werden – Das erste Mal Papa, das erwartet Dich – Copyright: barossacustomimages bigstockphoto

 

2. Vater werden, was kommt bei der Geburt auf dich zu?

Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg Deiner Vaterschaft ist natürlich der Geburtstermin. Hier liegen gern bei beiden Partnern die Nerven blank und auch das ist vollkommen normal.

Vor dem großen Tag hat Deine Frau gemeinsam mit Hebamme und Frauenarzt geklärt, an welchem Ort die Geburt stattfinden soll. Die meisten Frauen entscheiden sich für die Entbindung im Krankenhaus, wo es heutzutage gemütliche Räume gibt, die wie ein Hotelzimmer anmuten. Auch für Dich als Papa ist dort Platz.

Die Entbindung ist ein natürlicher Vorgang, jedoch nicht für alle Väter einfach zu sehen.

Die Geburt ist ein Ereignis von besonderer Intensität – in emotionaler und physischer Hinsicht. Sie ist kein Drama, sondern von der Natur gesteuert, was jedoch für den modernen Menschen auch abschreckend wirken kann. Während die Frau sich vor den Schmerzen fürchtet, denken Männer an den Anblick von Blut. Beides gehört zur natürlichen Entbindung. Einigt euch daher vorab in ruhiger Stunde gemeinsam, ob Du bei der Geburt anwesend sein möchtest/sollst.

Wirst Du die Geburt miterleben, kannst Du gemeinsam mit Deiner Frau in der Klinik ankommen und die gesamte Zeit bei ihr bleiben. Dafür packst du am besten vorab eine kleine Reisetasche, die Wechselwäsche und Hygieneartikel für Dich enthält. Informiere alle in der Familie und im Freundeskreis und natürlich Deine Arbeitsstelle über den ungefähren Geburtstermin.

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Die Geburt – Vater werden – Das erste Mal Papa, das erwartet Dich – Copyright: O_Lypa bigstockphoto

 

3. Vater sein, was kommt in den ersten Wochen auf dich zu?

Egal, ob Du bei der Geburt im Raum warst oder nicht, Deine Anwesenheit am Wochenbett ist wichtig. Deine Frau ist erschöpft von der Entbindung und tankt Kraft durch Deine Hilfe. Übernimm den Papierkram für Sie, informiere Freunde und Verwandte über das glückliche Ereignis und vor allem: Erfreue Dich an deinem Nachwuchs!

Du wirst merken, es ist das größte Gefühl, den Säugling im Arm zu halten und bei allen Bewegungen und Geräuschen zu betrachten. Vaterstolz stellt sich ein. Nachdem ihr als junge Familie wieder im (neuen) Alltag angekommen seid, kannst Du mit Sohn oder Tochter spielen, das Kind wiegen und natürlich alle Fortschritte begeistert dokumentieren.

Für Deine Frau übernimmst Du einen aktiven Part beim Einkaufen, bei notwendigen Terminen bei Ämtern, der Kita oder beim Gang zum Kinderarzt. Du bist ihr die größte Hilfe, wenn Du Du bei Familienmitgliedern, Freunden aber auch bei Beratungsstellen in eurem gemeinsamen Interesse sprichst und ihr damit den Rücken frei hältst. Natürlich solltest Du keine Entscheidungen allein, sondern stets mit ihr gemeinsam treffen.

 

4. Ich werde Vater, was kommt mit dem wachsen des Kindes auf dich zu?

Die Erfahrung von Vätern vor Dir zeigt etwas sehr Beruhigendes: Niemand wird als perfekter Papa geboren, sondern jeder von uns wächst an der Herausforderung. Man kann sagen, Du reifst gemeinsam mit Deinem Kind und das ist eine wunderbare Sache.

Da die meisten Mütter die ersten Monate der Elternzeit allein mit dem Nachwuchs zuhause bleiben, ist es auch Deine Aufgabe, den Beruf und die Freizeit mit Frau und Kind in Einklang zu bringen. Das kann sehr anstrengend werden und erfordert einiges an Selbstmanagement. An dieser Stelle ist es nicht verboten, sich Hilfe im engen Bekanntenkreis zu suchen und den Arbeitgeber auf familienfreundliche Bedingungen wie Gleitzeit anzusprechen.

Ein Tipp: Viele Eltern entscheiden sich, das Ende der Elternzeit gemeinsam zu erleben. Dein Kind ist zu diesem Zeitpunkt schon selbstständiger und nimmt seine Umgebung bewusst wahr. Dadurch entstehen viele Spielmöglichkeiten mit Dir als Papa und Du kannst Dein Kind auch einmal allein betreuen, während Deine Frau eigene Termine oder entspannte Treffen mit Freundinnen wahrnimmt. Informiere Dich hier zur Elternzeit für Väter und Elterngeld für Väter.

 

„Vater werden ist nicht schwer – Vater sein dagegen sehr“

Es wird viel darüber berichtet, was sich für Frauen alles ändert, wenn sie ein Baby erwarten. Ob es körperliche und hormonelle Veränderungen in der Schwangerschaft sind oder Rollenkonflikte, die heutzutage bei berufstätigen Frauen auftreten, die Mutter werden. Multitasking müsse man als Frau sein, um Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Dies ist in der Tat richtig und auch sicherlich nicht einfach.

Wie gehen jedoch die Männer damit um, wenn sie Vater werden? Was verändert sich für sie alles? Wie sehen sie ihre Rolle als Vater und Ehemann oder Partner? Haben sie auch manchmal mit Anpassungsschwierigkeiten an die neue Lebenssituation zu kämpfen?

 

Vater werden früher und heute – Ein kurzer Vergleich

Nicht zuletzt durch die veränderte Rolle der Frau in unserer Gesellschaft hat sich auch die Vaterrolle im Vergleich zu früheren Zeiten verändert.  Vater werden bedeutet nicht nur Kinder zu bekommen und sich um den Nachwuchs zu kümmern was bis weit in das vergangene Jahrhundert immer die Angelegenheit der Frauen war. Auch war es völlig normal, dass eine Familie damals oft bis zu zehn Kinder hatte.

Die Mütter waren zu Hause, ihre Aufgabe waren die drei „K´s“ – Kinder, Küche und Kirche. Der Mann hingegen war der Versorger und Ernährer der Familie. Er ging arbeiten und sah seine Kinder oft sehr wenig und konnte daher auch oft keine wirkliche emotionale Beziehung zu ihnen aufbauen.

Ganz anders sieht es bei den heutigen modernen Vätern und Ihrer Vaterrolle aus.  Wenn heute aus Männern Väter werden sind Sie mehr denn je dazu bereit, sich für den Nachwuchs zu engagieren, aktiv an der Erziehung mitzuwirken und eine gute emotionale Beziehung zu ihren Kindern aufzubauen.

Wenn Männer Väter werden, wollen Sie wickeln, schmusen, füttern, spielen und einfach nur mitten drin dabei sein, wenn die Kinder groß werden. Leider gelingt die Umsetzung dieser Wünsche nicht in jeder Familie, da Väter auch Rollenkonflikte durchleben müssen und meist aus beruflichen Gründen nicht so viel Zeit mit ihrem Nachwuchs verbringen können.

So denken und fühlen Väter von heute

Eine FORSA-Studie vom Oktober 2013 beschäftigte sich mit den Wünschen und Bedürfnissen von Vätern. Insgesamt wurden über 1000 Väter und Stiefväter im Alter zwischen 20 und 55 Jahren zu verschiedenen Themen rund um das Vatersein befragt.

58 Prozent geben an, dass sich ihr Leben wenn Sie Vater werden – durch die Geburt de Kindes glücklicher und erfüllter geworden ist. 57 Prozent der Väter bestätigen jedoch auch, dass der Sex mit ihrer Partnerin seit der Geburt weniger geworden ist. Immerhin geben aber auch um die 20 Prozent der Männer an, dass sie sich manchmal überfordert fühlen und auch mehr Streit mit ihrer Partnerin seit der Geburt des Kindes haben. 24 Prozent fühlen sich den neuen Anforderungen nicht immer gewachsen und bei 20 Prozent belastet das Kind auch die Partnerschaft.

An den Umfragezahlen kann man jedoch auch erkennen, dass sich Väter heute aktiv einbringen und  sich um die Erziehung ihrer Kinder kümmern. 71 Prozent geben als positives Erlebnis an, sich um die Pflege des Säuglings zu kümmern, über 50 Prozent stehen bzw. standen nachts auf, um sich mit um das Baby zu kümmern und toben auch gerne mit dem Nachwuchs herum. An diesen Aussagen kann man erkennen, dass die Männer die Vater werden heutzutage ihre Verantwortung als wichtiger emotionaler Bezugspunkt ihrem Nachwuchs gegenüber sehr ernst nehmen und für ihre Kinder von Anfang an da sein wollen. Da sie meist jedoch immer noch Haupernährer der Familie sind und Vollzeit arbeiten gehen, sind natürlich Rollenkonflikte vorprogrammiert.

Natürlich fühlen sich die Väter manchmal genauso überfordert wie die Mütter oder haben auch mit der veränderten partnerschaftlichen Situation zu kämpfen. Man ist eben ab der Geburt nicht mehr nur Paar mit allen Freiheiten, sondern vor allen Dingen nun Eltern. Der Nachwuchs bestimmt jetzt hauptsächlich, wann man Zeit für sich selber oder den Partner haben kann.

Locker an die Sache rangehen und Freiräume schaffen

Überfordern Sie sich nicht, wenn Sie Vater werden stellen Sie keine zu hohen Ansprüche an sich und in Ihre Vaterrolle. Es gibt keinen Elternführerschein und Sie lernen auch nicht aus Ratgebern oder Fachbüchern. Je lockerer und unbeschwerter Sie an Ihre neue Rolle als Papa herangehen, desto unbeschwerter und gelassener können Sie sich  in Ihren neuen Aufgabenbereich einfinden. Handeln Sie in den meisten Dingen einfach nach Ihrem Gefühl und Ihrem eigenen Wertesystem.

Vater werden – bedeutet aber auch das die Erziehung und der Umgang mit dem Kind nicht nur nach festen Leitsätzen ( Erziehungsstilen, wie z.B. der demokratische Erziehungl) gehen sollte, sondern vielfach nach dem eigenen Bauchgefühl. Lassen Sie sich nicht von den Ansichten anderer Eltern oder Väter leiten  und schaffen Sie für sich selber und Ihre Partnerin genügend Freiräume für Zweisamkeit. Auch Oma und Opa freuen sich, wenn sie die Enkelkinder einmal betreuen dürfen oder Sie engagieren einen Babysitter, wenn Sie einmal wieder in Ruhe zusammen Essen oder Tanzen gehen möchten.

Lernen Sie, auch Schwäche zu zeigen und Unsicherheit im Umgang mit dem Kind. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und Vater sein will auch gelernt sein. Freuen Sie sich einfach auf den neuen uns spannenden Lebensabschnitt, in dem zwar nichts mehr so sein wird wie es vorher war, der aber Ihr Leben um ein Vielfaches reicher machen wird! Vater werden bedeutet einen enormen Wandel zu vollziehen – Wir wünschen Ihnen dabei viel Spass.

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