5 Dinge, für die du dich als Vater niemals rechtfertigen musst

Frischgebackene Väter jonglieren vollkommen neue Aufgaben und eine große Verantwortung, haben Verständnis für den ungewohnten Familienstress und behalten einen klaren Kopf. Da ist es doch an der Zeit, die Dinge zu tun, für die du dich nicht als Vater rechtfertigen musst.

Sobald wir anfangen, den Grund für unser Handeln anzugeben, rechtfertigen wir uns. Wer sich ein paar Gedanken über die letzten Gespräche macht, wird schnell herausfinden, dass wir uns fast immer rechtfertigen.

5 Dinge, für die du dich als Vater niemals rechtfertigen musst
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Damit wollen wir oftmals unsere Beweggründe und Absichten herausstellen. In vielen Fällen werden daraus Entschuldigungen und Rechtfertigungen. Diese Form von Gesprächen nehmen zu, wenn Kinder in unser Leben treten. Väter und Mütter fühlen sich dazu verpflichtet, den Umgang mit ihren Kindern, mit der Familie und dem Alltag sowie den Job neu zu vertreten. Es ist Zeit aufzuhören und aufzuklären, für was du dich als Vater nicht rechtfertigen musst.

1. Wann du deine Väterzeit nimmst

Umwälzungen der letzten Jahre haben den Vätern weitaus mehr Möglichkeiten eingeräumt, wenn es darum geht, die erste Zeit nach der Geburt mit den Kindern zu verbringen. Dennoch ist eine 100-prozentige Gleichberechtigung Utopie. Tatsächlich werden viele Papas belächelt, wenn sie anstelle der Mütter mit den Kindern zuhause bleiben. Für diese Entscheidung muss sich keine Familie rechtfertigen. Sie trifft diese Entscheidung einzig und allein in der Partnerschaft.

Bei vielen Papas reagiert das Umfeld äußerst skeptisch, wenn sie äußern, die Anfangszeit mit den Kindern zuhause zu bleiben. Bist du arbeitslos? Das ist doch sicherlich eine Übergangslösung? Fragen derart solltest du abprallen lassen und nicht beantworten. Sie zielen auf eine Rechtfertigung, die vollkommen unnötig ist.

5 Dinge, für die du dich als Vater niemals rechtfertigen musst
Als Vater einfach sein, Copyright: Everst, bigstockphoto

2. Was du mit deinen Kindern isst

Sicherlich kennst du die Ernährungspyramide und die Grundsätze einer gesunden Ernährung. Das ist jedoch kein Grund, sich für den Speiseplan bei dir zuhause zu rechtfertigen oder Gründe dafür anzugeben. Es ist einfach wunderbar, ausgiebig mit den Kleinen einmal zu naschen und Süßigkeiten zu essen. Gerade das, was nicht immer die gesündeste Lösung ist, kann im Ausnahmefall das Paradies auf Erden bedeuten. Im Alltag setzt ihr auf frisch Gekochtes, gesundes Essen, dann sind Ausreißer vollkommen in Ordnung und obliegen allein deiner Entscheidung.

3. Was du mit deiner Familie in der Freizeit machst

Du hast das ganze Wochenende mit deiner Familie auf der Couch verbracht und ein paar Pflichten im Haushalt vernachlässigt? Kein Problem, wenn es dem Familienfrieden zugutekommt. Setze dich zusammen mit deinen Kindern und deiner Frau und entscheidet gemeinsam, wie ihr eure Familienzeit verbringt. Lasst euch nicht von dem Umfeld oder vom äußeren Druck der Schwiegereltern oder Verwandten, des Freundeskreises oder der Bekannten beeindrucken. Ein ganzer Tag im Wald mit ein paar Sandwiches und wilden Abenteuern kann dabei herauskommen oder ein Schwimmbadbesuch. Hobby, Privatleben und Freizeit bleibt Privatsache, für die sich weder Papa noch Mama zu rechtfertigen haben.

4. Wenn du Zeit ohne deine Kinder verbringen möchtest

So schön der Familiennachwuchs ist und so wundervoll die Erfahrung, die eigenen Kinder aufzuwachsen zu sehen, brauchen wir auch mal eine Pause. Für die Beziehung und die gemeinsame Partnerschaft verlangt nach Dates, privat ohne Nachwuchs zu erleben. Am Anfang direkt nach der Geburt ist dafür wirklich nur sehr wenig Zeit.

Doch wenn die Kinder älter werden, solltet ihr unbedingt Zeit zu zweit verbringen. Schwiegereltern, Oma und Opa sowie Babysitter bieten reichhaltige Möglichkeiten, positive Energie in die eigene Partnerschaft zu stecken. Dafür solltest du dich nicht rechtfertigen. Das solltest du unbedingt in dein Leben einbauen.

5. Mit den Kindern toben + Quatsch machen

Wir Eltern sollten unsere Kinder dem Alter entsprechend pädagogisch fördern und von Anfang an zum Vorbild werden. Schließlich wirkt sich unser Verhalten auf unseren Nachwuchs aus. Das ist kein Grund, mit der aufgestauten Energie hinter dem Berg zu halten. In vielen Situationen wollen Väter einfach mal gemeinsam mit ihren Kindern die Sau rauslassen und zuhause, im Garten oder auf der Terrasse ausgiebig toben. Das ist wichtig, denn so baut ihr gemeinsam Energie ab und habt einfach Spaß. Gerade nach einem harten und anstrengenden Tag kann das am Wochenende das nötige Ventil bieten, zusammen zu finden und weitere Planungen für die Familienzeit zu treffen.

Abschließend rechtfertigen wir Eltern uns viel zu häufig für unseren Erziehungsstil, für unsere Verhaltensweisen, den Speiseplan, die Ernährung, das Spielzeug und die Freizeit. Dabei haben Mama und Papa ein gesundes Bauchgefühl mit der Geburt der Kinder mitbekommen, das ihnen oftmals genau den richtigen Weg weist.

 

Schließlich lässt sich nicht jede Familie über einen Kamm scheren. Die einen Kinder haben Spaß daran, mit ihren Vätern durch den Garten zu toben. Andere wollen einfach mal ein paar Stunden auf der Couch verbringen und Gummibärchen naschen. Es ist nicht immer sinnvoll, sich nach festen Rastern und Vorbildern zu verhalten. Wir Papas sollten uns die Freiheit nehmen, das zu tun, wofür wir uns nicht immer rechtfertigen müssen.