Vaterrolle – Warum wir Väter Vorbilder sind

0

Kinder lernen am Vorbild und Sie als Vater nehmen in der Erziehung eine ganz besondere Rolle ein. Lesen sie hier einige Fakten über die Vaterrolle und wie auch Sie zum Held werden, indem Sie diesen Vorbildstatus nutzen, um Ihr Kind aktiv für das spätere Leben zu prägen. Das Verständnis der Vaterrolle in der heutigen Zeit ist ein anderes als noch vor vielen Jahren. Während diese im 18. Jahrhundert gekennzeichnet war von Autorität und Macht in der Familie, möchte der heutige moderne Vater aktiv an der Erziehung seiner Kinder mitwirken.

Wir Väter sind die Helden für unsere Kinder

Vaterrolle Vorbild des Vaters

Von der Bedeutung der Vaterrolle

In der Vergangenheit nahm die Vaterrolle verschiedene Bereiche ein, als Ernährer der Familie, Disziplinierer oder auch Beschützer. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts wurde öffentlich damit begonnen, die Rolle des Vaters zu diskutieren.

Das Idealbild damals war, dass auch der Vater aktiv an der Gestaltung des Familienlebens beteiligt ist und seine Familie gezielt fördert. Dieses Verständnis hat sich im Laufe der folgenden Jahrzehnte immer wieder gewandelt. In den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts zum Beispiel waren die Bereiche von Vater und Mutter klar getrennt. Der Vater war eher der Kamerad, der sein Kind einmal mit zum Sport nahm. Emotionale Nähe und Wärme zu geben, das war eher die Aufgabe der Mutter. Die Vaterrolle ist also immer im Spiegel der Zeit, der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse zu sehen.

Wie ist das heute mit der Vaterrolle?

Heute sind die Väter in der Erziehung meist ganzheitlich präsent und arbeiten aktiv in der Erziehung mit. Dies reduziert sich nicht auf einige wenige Bereiche, sondern findet ganzheitlich statt. Väter heute bauen schon zu ihrem Baby einen intensiven Kontakt auf: Sie füttern, wechseln Windeln, singen Schlaflieder, nehmen in den Arm, trösten und beruhigen.

Sie gehen auf Spielplätze, toben mit ihren Kindern und trocknen auch einmal Tränen. Gesellschaftlich hängt das vor allem auch damit zusammen, dass sich die Rolle der Frau geändert hat. Viele Väter nehmen heute bewusst Elternzeit und kehren ihrem Beruf erst einmal den Rücken, wenn die Familie es sich leisten kann. Es gibt keine klar abgetrennten Bereiche mehr, was Männer- und was Frauensache ist.

Für ein Kind ist es besonders wichtig von beiden Elternteilen zu lernen und vor allem auch durch den Vater viel emotionale Nähe zu erfahren. Die meisten Väter heute sind voll und ganz dazu bereit und sich auch der Wichtigkeit ihrer Rolle bewusst, wenn sie dadurch auch oft aus beruflichen Gründen und fehlender Zeit in Rollenkonflikte kommen.

Seien Sie Ihrem Kind ein Vorbild

Schon der Schweizer Pädagoge Johann Heinrich Pestalozzi betonte die Grundessenz von Erziehung: „Erziehung ist Vorbild und Liebe – und sonst nichts!“. Genau das ist die Wichtigkeit Ihrer Rolle als Vater in der Erziehung Ihrer Kinder. Sie geben Ihrem Kind bedingungslose Liebe und prägen es entscheidend durch Ihr eigenes Vorbild. Verbringen Sie so viel Zeit wie möglich mit Ihrem Kind, als Vorbild geben Sie ihm Halt und Orientierung. Ihr Kind erlebt Sie als Vermittler von Werten und Einstellungen.

In Studien von GEOlino, UNICEF und anderen Organisationen wurde mehrmals bestätigt, dass die Rollen von Eltern und nahen Verwandten von Kindern unbewusst nachgeahmt werden. Deshalb sollten Sie als Vater  auch immer Ihr eigenes Verhalten und Ihre Einstellungen reflektieren und sich Ihres Vorbildcharakters bewusst sein. Sie prägen damit Ihr Kind sehr stark und dies soll natürlich eine positive Prägung sein.

Planen Sie deshalb bewusst genügend Zeit mit Ihrem Kind ein. Kinder brauchen beide Elternteile als Vorbild, Sie als Vater tragen jedoch besonders dazu bei, Ihrem Kind den richtigen Weg zu weisen. Kinder erleben bei Vätern andere Vorgehensweisen und Verhaltensmuster als bei den Müttern. So erschließen Sie Ihrem Kind mehr Möglichkeiten, die eigene Rolle zu finden und zu leben. Bereichern Sie das Leben Ihres Kindes, indem Sie ihm ein aktives Vorbild sind!

 

Vaterrolle – Ein Beispiel aus der Praxis

Nehmen Sie sich unbedingt hin und wieder die Zeit, ganz bewusst einen Vater-Kind-Tag einzuplanen. Besuchen Sie zum Beispiel mit Ihrem fußballbegeisterten Sohn ein Spiel seines Lieblingsvereins im Stadion. Auch wenn Sie sich über die Niederlage Ihres Clubs ärgern und am liebsten Ihren Bierbecher zertrampeln und fluchen wollen: Überdenken Sie Ihr Verhalten vorher, denn dadurch zeigen Sie Ihrem Sohnemann auf, wie man mit negativen Emotionen umgeht.

Er kann an Ihrem Vorbild lernen, dass man auch einmal verlieren und einem Gegner auch den Sieg gönnen muss, weil er besser war als der eigene Verein. Natürlich können Sie auch zeigen, dass Sie sauer sind, es kommt jedoch immer darauf an wie Sie darüber sprechen. Genau in solchen Situationen sind Sie Ihrem Kind Vorbild!

 

[divide]

 Redaktion: M.Foerster, Katja Grüner,  Anna Nilsson,

“Quellen,

Motiv © bst2012 – Fotolia.com


wer wir sind

Mario, vom Netpapa Team

Als begeisterter Vater und Herausgeber von Netpapa.de einem der größten deutschsprachigen Vätermagazinen, freue ich mich, Dir gemeinsam mit anderen Autoren viele hilfreiche Themen vorstellen zu können. Unsere Redaktion besteht aus Journalisten, Erziehern, Pädagogen und Mediziner aber vorallem sind wir Väter.


Bewerten Sie jetzt den Artikel:
Einige Informationen fehlen noch!Hat mir nicht so gut weitergeholfenHat mir gefallen - aber nicht richtig geholfen!Hat mir geholfen und gut gefallenArtikel hat mir sehr gut gefallen ( Bewerte jetzt als erster diese Seite )
Loading...