Die Vaterrolle in der Familie im Wandel:

Die Bedeutung des Vaters und seine führende Rolle innerhalb einer Familie

Die Vaterrolle in der Familie unterliegt einem steten Wandel. Hierbei finden Sie als Vater einen Mittelweg zwischen Ihrer Rolle als Ernährer und der als Erzieher. Für eine gute Vater-Kind-Beziehung steht dieser Aspekt im Vordergrund.

Als Vater definiert sich Ihre Rolle in der Familie als Erzeuger und wichtige Bezugsperson für Ihr Kind. Sie erziehen und prägen den Nachwuchs, womit Sie Ihre Partnerin unterstützen. Das Wiedergeben von Werten und Emotionen gehört zu Ihren wichtigsten Aufgaben als Vaterfigur.

Die neue Vaterrolle fernab als Erzeuger und Erzieher

Vaterrolle in der Familie

Ein eindimensionales Männerbild gibt es längst nicht mehr in der Gesellschaft. Jedoch erhält die Differenz der Geschlechter einen hohen Stellenwert für Ihre Kinder.

Der Kinderpsychologe Wolfgang Bergmann bezeichnet den Vater als die Trennlinie zwischen Mutter und Kind. Das heißt, Ihre Vaterrolle in der Familie besteht in der Loslösung Ihrer Sprösslinge von der Mutter-Symbiose.

Dieser Loslösungs-Prozess erhält bei der Entwicklung der Kinder eine hohe Priorität. Somit helfen Sie Ihren Kleinen, sich zu eigenständigen Individuen zu entwickeln. Ihre väterliche Erziehung beginnt in der Regel, sobald Ihr Kind sich seiner Umgebung zuwendet. Speziell bei Kleinkindern fungieren Sie als Vater als Weltobjekt. Die Sprösslinge beginnen, sich für ihre Umwelt zu interessieren und nutzen Sie als wichtigsten Bezugspunkt.

 

Innerhalb der Familie ist die Vaterrolle von besonderer Bedeutung. Sie bricht die emotionale Dichte der Mutter-Kind-Beziehung auf.

 

Ebenso steht die beschützende Vater-Autorität im Mittelpunkt. Kinder reagieren auf die Strenge des Vaters im Regelfall stärker als auf eine Zurechtweisung der Mutter. Dies liegt an der Rolle des Vaters als Freund und Beschützer. Somit spielt diese Differenz zwischen Mutter und Vater eine tragende Rolle bei der Erziehung Ihrer Kinder.

 

Die emotionale Rolle des Vaters in der Familie

Der Diplom-Psychologe Michael Thiel spricht bei der Vaterrolle von der emotionalen Sachlichkeit des Vaters. Damit schaffen Sie sich eine Distanz, die Ihnen das Finden effektiver Lösungen für Probleme erlaubt.

Bereits im Kleinkindalter Ihrer Sprösslinge zeigt sich der Unterschied zur mütterlichen Überbehütung. Väter unternehmen mit ihren Kindern die Aktivitäts-Spiele. Das fördert die Selbstständigkeit sowie die physische Mobilität Ihrer Sprösslinge. Ebenso steht bei der Vaterrolle in der Familie die emotionale Bindung zu den Kindern im Fokus. Es existieren mehrere Punkte, die eine gute Vater-Kind-Bindung gewährleisten.

Hierzu gehören die zeitliche und emotionale Erreichbarkeit des Vaters für das Kind. Speziell kleine Kinder brauchen körperlichen Kontakt, um sich sicher und geborgen zu fühlen.

Die emotionale Nähe geben Sie als Vater weiter. Der zweite Punkt besteht in der Zuverlässigkeit des Vaters als Bezugsperson. Weist Ihr Nachwuchs Sie auf eine Komplikation hin, reagieren Sie sofort. Daher fungieren Sie als emotionaler Anker, der die Kleinen auffängt. Trost und Sicherheit spielen eine wichtige Rolle. Beispielsweise kommen Ihre Kinder mit Problemen zu Ihnen, die sie mit ihrer Mutter nicht besprechen. Die gegenseitige Wertschätzung ist bei der Vater-Kind-Bindung von großer Wichtigkeit. Ihre Vaterrolle in der Familie besteht in dem Aufrechterhalten des Gleichgewichts zwischen Nähe und Distanz.

 

Als Vater suchen Sie für sich und Ihr Kind relevante Rituale. Hierfür eignen sich beispielsweise allabendliche Gutenacht-Geschichten. Sie vermitteln Ihrem Nachwuchs, dass Sie sich Zeit für ihn nehmen.

Gleichzeitig entlasten Sie Ihre Partnerin. Ihre Rolle innerhalb der Familie zeigt sich als Unterstützer und Rollenvorbild. Ihrem Sohn zeigen Sie, wie er sich später als Mann verhält. Ihrer Tochter bringen Sie durch Ihr Verhalten bei, was sie später von anderen Männern erwarten kann. Daher gilt die Vater-Kind-Bindung als Prototyp für alle weiteren Bindungen, die Ihre Kinder in ihrem Leben eingehen.

 

Die moderne Vaterfigur in der Familie

Laut einer Studie der Zeitschrift „Eltern“ sehen sich 70 Prozent der Männer weniger als Ernährer, denn als Erzieher für Ihre Kinder. Sie als moderner Vater sorgen für die emotionale Bildung Ihrer Sprösslinge.

Bereits vor der Geburt der Kinder besteht Ihre Vaterrolle in der Familie in der Anteilnahme an Schwangerschaft und Niederkunft Ihrer Partnerin.

Die Ausgestaltung Ihrer Rolle als Mann und Vater beinhaltet zahlreiche Facetten. Ihre Vaterfunktion umfasst auf diese Weise Ihre Aufgaben innerhalb der Familie und der Gesellschaft. Sie befindet sich ständig im Wandel. Vorwiegend in den Bereichen Kinderbetreuung und Erziehung nimmt das Engagement von Vätern statistisch gesehen stark zu.

Die Vater Position früherVon der Position des Mannes als strafende Instanz entwickelt sich die Vaterrolle in der Familie zu einem emotional zugänglichen Ansprechpartner. Ihre eigentlichen Erziehungs-Aufgaben präsentieren sich modifizierbar.

Jedoch bleibt Ihre Rolle als Identifikations-Objekt und Freizeitpartner für Ihren Nachwuchs. Hier definierte der Soziologe Rolf Stein den Begriff von dem Bewusstsein der neuen Väterlichkeit. Der Vater in der Familie zeigt sich solidarisch, zärtlich und fürsorglich. Damit verstehen sich viele Väter als Partner und Spielkameraden für ihre Kinder, um eine Abgrenzung zur eigenen Kindheit mit dem Vater als Patriarchen zu schaffen.

 

Mit der sich wandelnden Vaterrolle in der Familie beschäftigt sich zudem der Familienforscher Wassilios Fthenakis. In seiner Studie der Vaterrolle im Familien-Entwicklungsprozess grenzt er drei Kompetenzen des Vaters ein. Demnach bestehen Ihre Aufgaben in:

  • der Funktion des Geldverdieners,
  • der instrumentellen Funktion
  • und der sozialen Funktion.

Sie als Vater übernehmen vorrangig während der Schwangerschaft und dem ersten Lebensjahr Ihrer Kinder die Funktion des Ernährers. Danach ändert sich Ihre Funktion. Sie nehmen die Rolle einer Bezugsperson ein, die eine Beteiligung an der psychischen und emotionalen Entwicklung der Sprösslinge erhält.

Die instrumentelle Funktion zeigt sich als Ihre Interaktion mit dem Kind. Hierzu gehört als Beispiel Ihre Vorbildwirkung in den Bereichen Ernährung und Verhalten. Die soziale Funktion umfasst die Weitergabe von Normen und Werten. Zudem fungieren sie als Problemlöser für Ihre Kinder. Innerhalb der Studie betrachteten die Befragten die soziale Funktion als wichtigsten Part Ihrer Vaterrolle in der Familie.

Ihre Rolle als Vater beeinflusst im gleichen Fall Ihre Partnerin. Bereits bei den Erziehungs-Vorstellungen nehmen Sie eine wichtige Rolle ein. Dies liegt an der emotionalen Distanz, welcher der Mutter in vielen Fällen fehlt. Für das Gleichgewicht innerhalb der Familie zeigt sich eine Verteilung der Aufgaben von Vorteil. Sie als Vater finden einen Mittelweg zwischen Bezugsperson und Berater.

 

Des Weiteren hängt Ihre Rolle als Vaterfigur von Ihren eigenen Erfahrungen im Kindesalter ab. Häufig orientieren sich Männer an ihren eigenen Vätern. Hierbei kommt es zu einer Identifizierung mit dem Vater oder zu einer deutlichen Differenz. Die oberste Priorität bei einer Vater-Kind-Bindung besteht jedoch in gegenseitigem Vertrauen und Liebe.

 

 

Redaktion: M.Foerster, veröffentlicht von  Anna Nilsson
Quellen-Literatur-Verweise:

http://www.zeit.de/gesellschaft/familie/2010-06/erziehung-vater/seite-3

http://www.planet-wissen.de/alltag_gesundheit/familie/vaeter/

http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenstelle/Pdf-Anlagen/PRM-24420-SR-Band-213,property=pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=true.pdfHYPERLINK „http://www.familie.de/eltern/wenn-eltern-unterschiedlich-erziehen-537433.html“

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Mario, vom Netpapa Team

Als begeisterter Vater und Herausgeber von Netpapa.de eines der größten deutschsprachigen Vätermagazine, freue ich mich, Dir gemeinsam mit anderen Autoren viele hilfreiche Themen vorstellen zu können. Unsere Redaktion besteht aus Journalisten, Erziehern, Pädagogen und Mediziner aber vorallem sind wir Väter.


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