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Wie gut oder schädlich und wie sicher sind die Babyhopser wirklich?

Wer kein kleines Kind zuhause hat, wird erst einmal nichts mit einem Türhopser anfangen können. Zugegeben ich war auch erst irritiert. Die Erleichterung der kunterbunten Babyhopser gefällt vielen Eltern nach dem ersten Praxistest.

Schließlich müssen sie nichts weiter machen, als ihre Babys in die Sitzvorrichtung zu setzen, anzuschnallen und schon beginnt das Vergnügen. Mit den kleinen Füßen stoßen sich die Kinder vom Boden ab und können in der Luft schweben und nach Herzenslust hopsen.

Türhopser
Türhopser – Bildlizenz: Amazon Partner, Rechte Munchkin

Sind Türhopser für Babys genau das Richtige für eine kurze Abwechslung im Alltag, wenn ihr nebenbei einen Wäscheberg angeht oder für ein paar Augenblicke Bewegung sorgen wollt.

Die kindgerechte Türschaukel ist aber nicht ganz frei von Risiken. Im folgenden Türhopser Test gehe ich den wichtigsten Kriterien beim Kauf auf den Grund und komme auf die Nachteile und Gefahren zu sprechen.

Was ist ein Türhopser?

Prinzipiell gibt es eine ganze Reihe von Bezeichnungen für den Türhopser, wie Türschaukel, Baby-Türhopser, Baby-Türschaukel oder Babywippe. Im Prinzip beziehen sich alle auf die bewegliche Sitzvorrichtung.

Im Grunde ist ein Türhopser eine spezielle Sitzvorrichtung, die an elastischen Bändern direkt am Türrahmen hängt. In diesem Stuhl können die Babys strampeln und hopsen.

So halten die Türschaukeln Eltern die Hände frei und bieten den Kindern die Möglichkeit, sich frei zu bewegen. Beim Hopser befindet sich der Schwerpunkt des Gewichts im Bereich des Pos. So verhindern die Sitze über einen hohen Rand das Herausfallen der Kinder. Zusätzliche Sicherheit bieten die Gurte.

Sind Türhopser für Babys schädlich?  Was sagen die Ärzte?

Risikolos ist die Verwendung der Babyhopser nicht. Im Netz kursieren diverse Horrorgeschichten, die ich so nicht unterschreiben kann. Dennoch solltet ihr diese speziellen Sitze nicht einfach wahllos einsetzen, sondern euch an ein paar Empfehlungen der Fachleute halten. Mit der Möglichkeit, sich im Türrahmen zu bewegen, steigt auch das Unfallpotenzial, über die ausladenden Bewegungen in Kontakt mit dem Türrahmen zu stoßen.

Die Ärzte warnen davor, das Kind über längere Zeit im Türhopser zu parken. Das Hopsen ist nämlich keine natürliche Bewegung und ähnelt nicht dem Springen. Demnach werden auch die Knochen und die Muskulatur nicht natürlich belastet. Wir haben es also eher mit einer zeitweiligen Abwechslung, als mit einer Dauerlösung zu tun.

Achtung: Weder im Babyhopser noch in einer Babyschale sollen die Kleinsten über längere Zeit sitzen. Die unnatürliche Haltung wirkt sich negativ auf die körperliche Entwicklung aus.

Je nach Abstand stehen die Babys auf ihren Zehenspitzen. Sie würden in einer Türschaukel auf keinen Fall Laufen lernen. Eltern sollten darauf achten, dass sich keine falschen Bewegungsmuster etablieren.

Vor- und Nachteile der Türhopser in der Übersicht

Vorteile

  • hohe Bewegungsfreiheit
  • Kleinkinder können selbstständig ohne Hilfe hopsen
  • lässt sich überall im Haus am Türrahmen anbringen
  • waschbarer Bezug: hygienisch und pflegeleicht
  • Eltern haben die Hände frei

Nachteile

  • Erhöhte Verletzungsgefahr bei falscher Installation
  • Kindern niemals unbeobachtet lassen
  • unnatürliches Hopsen hilft nicht beim Laufen lernen
     

Türhopser – für welches Alter geeignet?

Die meisten Türhopser sind schon für die Kleinsten im Einsatz, die aber zumindest ein Gefühl für das aufrechte Sitzen mitbringen sollten. Die meisten der Schaukeln und Hopser sind für Kleinkinder ab 10 Monaten bis 18 Monaten geeignet. Werft beim Einsatz einen Blick auf die maximale Belastung. Bis zu diesem Gewicht ist der Babysitz in der Lage, die versprochene Sicherheit zu gewährleisten. Erst wenn sich die Gurte verstellen lassen, wächst die Sitzfläche über einige Monate mit.

Viele Babys sitzen schon mit 6 Monaten in einer Baby Türschaukel. Sobald euer Kind sich selbstständig in der sitzenden Position hält, ist der Zeitpunkt für den Schaukelsitz gekommen.

Kaufberatung: Welche Türhopser sind gut?

Ein wichtiges Kriterium beim Kauf der Türhopser bilden die Konstruktion und das Material. So bringst du die Sitzvorrichtung über eine Türrahmenklammer direkt am Rahmen an. Die hochwertigen Sitze kombinieren eine sichere Schale und angenehme Polster sowie weiche Kissen. Zudem sollte sich der Stuhl auf die Größe des Babys einstellen lassen. Könnt ihr im Nachhinein die Sitzpolster abnehmen und in der Waschmaschine reinigen, ist jedes Malheur schnell wieder vergessen.

Die Auswahl an Designs und Farben ist riesig. Grundsätzlich solltet ihr im Hinblick auf die Wertigkeit, Stabilität, Sicherheit und auf das Handling entscheiden. Nur so bildet der Hopser im Alltag eine wirkliche Erleichterung, ohne die Sicherheit der Kleinsten aufs Spiel zu setzen. Nicht unwichtig ist das Gesamtgewicht der Konstruktion, die sich problemlos anbringen und abmontieren lassen sollte.

Einige Hersteller kombinieren die Vorteile einer Babyschaukel und Türhopser miteinander. Dabei sollten angenehme, feste Gurtpaare das Kind in der Sitzposition halten und eine aktive Luftzirkulation zulassen. Die Kinder haben das Gefühl, zu schweben und zugleich zu springen, zu schaukeln und zu hopsen.

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Wie sicher sind Türhopser?

Die Sicherheit ist bei allen Schaukeln, Wippen und Hopsern kein einfaches Thema. Schließlich können die Bewegungen der Kinder zu Verletzungen führen. Im direkten Zusammenhang mit dem Türrahmen droht ein unangenehmer Aufprall auf der harten Oberfläche. Wer diesen Babystuhl als Abwechslung nutzt und sein Kind im Blick behält, kann das Risiko von Verletzungen so gering wie möglich halten.

Gibt es eine Alternative zum Türhopser?

Andere Sitze für Kleinkinder gibt es auf dem Babymarkt in Hülle und Fülle. Im direkten Vergleich punktet zum Beispiel die Babyschaukel. Diese Kleinkindschaukeln werden an Seilen befestigt, was sie weniger elastisch als Türhopser macht. Dennoch sollten die Kleinsten mindestens Sitzen können, um wirklich sicher zu schaukeln.

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Auch hier gilt: Die Kinder niemals unbeaufsichtigt im Hopser oder in der Babyschaukel zu lassen!

Türhopser: Welche Höhe auswählen?

Eine Voraussetzung für einen sicheren Hopser bildet die richtige Höhe. Eigentlich lässt sich fast jeder Kindersitz im Haus und selbst im Garten anbringen. Das Prinzip ist einfach: Die Springschaukel befestigt ihr mit einem festen Seil oder einer Feder am Türrahmen. Die Kleinen haben die Gelegenheit, sich selbst ständig vom Boden abzustoßen, ohne sofort hinzufallen.

Damit die ganze Konstruktion sicher hält, solltet ihr sie am Rahmen korrekt anmontieren. In den meisten Fällen verlangen die Hersteller eine Mindestbreite von 1,5 cm, um einen sicheren Halt für die Türklinke zu gewährleisten. Den Sitz bringt ihr auf der passenden Höhe an, wenn die Kinder mit den Fußballen den Boden berühren. So können sie sich abstoßen. In der normalen Position sollte euer Kind mit dem gesamten Fuß den Boden erreichen. Andernfalls könnte die falsche Höhe zu einer unnatürlichen Fußhaltung führen.

Was sagt die Stiftung Warentest zum Türhopser?

Derzeit gibt es keinen speziellen Türhopser Test bei der Stiftung Warentest. Dennoch haben die Experten schon vor einigen Jahren vor gefährlichen Unfällen mit den Lauflernhilfen gewarnt.

In Kooperation mit der Bundesarbeitsgemeinschaft für mehr Sicherheit für Kinder stellten die Tester Schaukeln, Wippen, Hopser und Rollis auf die Probe. So lernt ein Kind zum Beispiel in einem Babywalker eigentlich nur verzögert. Laut einschlägiger Erfahrungen lernen die Kinder in diesen Geräten oftmals später laufen.

Der Praxistest kam zu der Erkenntnis, dass die aktuelle, europäische Norm nur unzureichend auf die Qualität der Lauflernhilfen eingeht.

Weitere Wippen, Schaukeln und Lauflernhilfen in der Übersicht

Im Vergleich zu den geläufigen Gehhilfen und Lauflernhilfen ergeben sich deutliche Unterschiede. Die wichtigsten Unterschiede habe ich euch wie folgt zusammengestellt:

  • Gehfrei: Das Baby sitzt in dieser Lauflernhilfe. Für die notwendige Sicherheit sorgt ein Gurt an den Beinen. Die Kinder haben die Gelegenheit, die eigenen Bewegungen auf die Rollen zu übertragen, um den Babywalker voranzubringen. In den meisten Fällen nehmen sie aber eine eher unphysiologische Haltung ein und berühren nur mit den Zehenspitzen den Boden.
  • Lauflernwagen: Dieser kleine Wagen sieht aus wie ein umgestylter Puppenwagen oder wie ein Baby-Rollator. Die Kinder können sich an einem Griff festhalten und den Wagen vor sich herschieben. Im direkten Vergleich zum Gehfrei sollte das Kind am Lauflernwagen sicher aufrecht stehen und schon die ersten Schritte gehen können. Der Babywagen motiviert vielmehr dazu, weiter zu laufen und fleißig zu üben.

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  • Babyschaukel: Die Schaukel für das Baby befestigt ihr über Seile an einem Rahmen. Im Gegensatz zum Türhopser handelt es sich um nicht-elastisches Material. So soll euer Kind nur nach vorn und zurück schaukeln und nicht springen.
  • Babywippe: Wie es der Name vermuten lässt, wippt die Babywippe. Sie besitzt zumeist ein Gestell aus Leichtmetall, das die Bewegungen der Kleinsten unmittelbar überträgt. In der Kombination punkten einige Sitze mit einer zusätzlichen Massagefunktion, Musik, Spielzeug und ein Spielbogen.
  • Babystuhl: Der Vollständigkeit halber inspiziere ich alle Sitzgelegenheiten für Babys. Zu den Lauflernhilfen gehört der Babystuhl zwar nicht. Er bietet aber die sicherste Variante, den Kleinsten einen Platz am Tisch der Familie einzurichten. Der passende Babystuhl gewährleistet sicheren Halt und angenehmen Komfort über weiche und ergonomische Kissen.

 

Fazit: Was ihr beim Kauf der Tür- oder Babyhopser beachten solltet!

Die Ärzte, Tester und Fachleute appellieren an das Verantwortungsbewusstsein der Eltern, stabile, sichere und hochwertige Sitze für die Kleinsten zu kaufen und die Kinder niemals aus den Augen zu lassen. Erst wenn euer Baby in der Lage ist, selbstständig zu sitzen, bietet der Hopser eine echte Erleichterung für ein paar Augenblicke am Tag.

Dieser Sitz lässt sich grundsätzlich am Türrahmen und auf der Terrasse sowie im Garten sicher anbringen. Babyhopser punkten im Vergleich mit einem unkomplizierten Einsatz, verstellbaren Gurten, angenehm weichen Kissen sowie einem stabilen System, das eine zuverlässige Sicherheit bietet. Wer beim Kauf auf die wichtigen Kriterien achtet und die Türschaukel auf korrekter Höhe anbringt, minimiert das Risiko von fehlerhaften Belastungen und Verletzungen.

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