Schadet Sex in der Schwangerschaft dem ungeborenen Kind

Was Ihr beim Sex in der Schwangerschaft beachten müsst

Während der ersten Monate der Schwangerschaft bleibt die Lust beider Partner vorerst auf der Strecke. Vorwiegend die Müdigkeit und die Übelkeit sorgen dafür, dass Frauen weniger Interesse an Intimität aufweisen und viele Paare stellen sich auch die Frage „Schadet Sex in der Schwangerschaft dem Kind“?  Trotzdem bedeutet dieser Umstand nicht, dass der Sex in der Schwangerschaft in den ersten Wochen ausbleibt. Sobald Du mit Deiner Partnerin über das Thema redest, findet Ihr einen Weg, um Eure gemeinsame Begierde auszuleben. Zudem besteht die Notwendigkeit, dass Ihr Sex während der Schwangerschaft nicht tabuisiert.

Sex und schwanger?

Sex in der Schwangerschaft © detailblick-foto – Fotolia.com

Durch das Besprechen der Sexualität geht Ihr offen mit der Problematik um und festigt auf diese Weise Eure Beziehung. Damit es innerhalb der Schwangerschaft nicht zu Komplikationen kommt, achtet Ihr auf die richtige Stellung während des Geschlechtsaktes. Vorwiegend in den letzten Wochen der Schwangerschaft stellt der anschwellende Bauch Deiner Partnerin eine Herausforderung beim Liebesspiel dar. Hierbei achtest Du darauf, keinen Druck auszuüben, sondern Deine Partnerin sensibel und liebevoll zu stimulieren.

Somit verändert sich der Geschlechtsakt, verliert jedoch nichts von der Intensität. Fühlt sich Deine Frau während des Sex in der Schwangerschaft in den ersten Wochen unwohl oder verspürt Schmerzen, gehst Du emotional sachlich mit der Situation um. Hierbei erhält Dein Verständnis einen hohen Stellenwert, da Vorwürfe Deine Partnerin verletzen und emotional verunsichern. Zudem machst Du Ihr klar, dass sie Dich am besten über ihren körperlichen Zustand informiert.

 

Welche Stellungen schaden beim Sex in der Schwangerschaft dem Kind

Damit sich Deine Partnerin bei dem Geschlechtsverkehr auch mit zunehmender Körperfülle wohlfühlt, achtet Ihr auf die richtigen Positionen während des intimen Akts. In dem Sachbuch „Sexualität in der Schwangerschaft“ weist die Autorin Anja Grünfelder auf gute sexuelle Stellungen im Verlauf der Schwangerschaft hin. Auf diese Weise passt Ihr Euer Liebesspiel auf das Bedürfnis der schwangeren Frau an. Vorwiegend in dem letzten Drittel der Schwangerschaft eignet sich die „Löffelchen-Stellung“.

Hierbei wendet Deine Partnerin Dir den Rücken zu, sodass der Babybauch kein Hindernis für den Geschlechtsakt darstellt. Auf diese Weise genießt Ihr zusammen Eure Begierde, sodass keine Schmerzen während des Aktes entstehen. Somit stellt der Geschlechtsverkehr während der Schwangerschaft auch aus medizinischer Sicht keine Schwierigkeit dar. Jedoch existieren Situationen, in denen Ihr den zuständigen Frauenarzt um Rat bittet.

Beispielsweise besteht die Möglichkeit, dass Deine schwangere Frau unter einer Muttermund-Schwäche leidet. In dem Fall sprechen die Mediziner von einer Zervix-Insuffizienz. Durch dieses Phänomen droht in den ersten Wochen der Schwangerschaft eine Fehlgeburt. In den letzten drei Monaten vor der Geburt besteht durch die Schwierigkeit die Gefahr, dass es zu einer Frühgeburt kommt. Machte Deine Frau bereits eine Frühgeburt durch, erhöht dies die Wahrscheinlichkeit für eine erneute verfrühte Geburt.

Hierbei raten viele Ärzte dazu, in den ersten vier Monaten während der Schwangerschaft auf Sex zu verzichten. Des Weiteren entstehen Komplikationen in Form von:

  • Blutungen,
  • Bauchschmerzen,
  • Unterleibskrämpfen
  • und Infektionen.

 

Was ist mit Lust beim Sex in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft brauchen Deine Partnerin und Du nicht auf das intime Liebesspiel zu verzichten. Für Eure Beziehung erhält die gegenseitige Zärtlichkeit einen hohen Stellenwert. Vernachlässigt Ihr intime Zärtlichkeiten, kommt es unter Umständen zu Spannungen in der Partnerschaft. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, dass der zusätzliche Druck während der Schwangerschafts-Monate einen negativen Einfluss auf Eure Dynamik als Paar nimmt. Demnach sorgt der Sex in der Schwangerschaft für Eure emotionale Entspannung.

Um die Beziehung zu festigen, spielt der Geschlechtsakt eine tragende Rolle, da er einen wichtigen Faktor in der Partnerschaft darstellt. Fehlt der Sex über den gesamten Zeitraum von neun Monaten, leidet Eure Beziehung unter dem Fehlen der körperlichen Zuneigung. Beispielsweise bemerkst Du in dem Fall, dass Deine Frau sich emotional von Dir zurückzieht. Fühlt sie sich unattraktiv, bekommt sie im schlimmsten Fall Selbstzweifel, was sich negativ auf Euer Zusammenleben auswirkt. Daher besprecht Ihr Euren Wunsch nach Intimität, um Spannungen vorzubeugen.

 

In den ersten Wochen der Schwangerschaft verspürt die Mehrzahl der Frauen wenig Lust auf den intimen Akt. Durch die Müdigkeit und die vorrangig morgendlich einsetzende Übelkeit fühlen sich die werdenden Mütter ausgelaugt. Erst in den letzten drei Monaten vor der Geburt vergrößert sich die Lust auf Sex. Durch das ungeborene Kind verändert sich der Geschlechtsakt und die beiden Partner beachten die richtigen Stellungen. Auf diese Weise verspüren Deine Frau und Du gleichermaßen Lust während des Sexes. Sobald sich Deine Partnerin während des Geschlechtsverkehrs unwohl fühlt, redet Ihr über die Schwierigkeiten.

 

Wie fühlen sich Frauen beim Sex in der Schwangerschaft

Der Geschlechtsverkehr innerhalb der Schwangerschaft nimmt einen hohen Stellenwert ein, um die Beziehung beider Partner zu festigen. Beim Sex in der Schwangerschaft ist erlaubt, was dem Mann und der werdenden Mutter gefällt. Zusätzlich achtest Du zusammen mit Deiner Partnerin darauf, sexuelle Praktiken durchzuführen, die dem ungeborenen Kind nicht schaden. Verläuft die Schwangerschaft normal, leben die Eltern ihre Lüste nach Lust und Laune aus. Demnach besteht keine Notwendigkeit, sich während des Geschlechtsverkehrs zurückzuhalten.

Deine schwangere Frau verspürt während der ersten Wochen der Schwangerschaft voraussichtlich wenig Lust auf den Geschlechtsakt. Vorwiegend liegt das an dem Umstand, dass die Müdigkeit für einen ausgelaugten Zustand der werdenden Mutter führt. Hierbei besteht die Möglichkeit, dass sich Deine Partnerin weniger attraktiv fühlt und demnach Deinen Zärtlichkeiten aus dem Weg geht. Bei dem Geschlechtsverkehr spielt das Wohlgefühl beider Partner jedoch eine tragende Rolle. Fehlt Deiner Frau das Interesse an dem intimen Akt, vermeidest Du es, sie zu drängen oder Ihr ein schlechtes Gewissen einzureden.

Stattdessen übst Du Dich in Geduld und zeigst Dich verständnisvoll, um Deine schwangere Partnerin nicht emotional zu verletzen. Im Verlauf der Schwangerschaft kehrt die Lust der Frau zurück, sodass sich Euer Sexualleben in der Regel ab dem vierten Schwangerschafts-Monat normalisiert. Hierbei verändert sich der Sex, verliert jedoch nichts von seiner Intensität. Ihr lernt lediglich neue Seiten aneinander kennen und entwickelt auf diese Weise neue Gelüste. Somit besteht die Option, dass der Geschlechtsverkehr durch die Schwangerschaft an Faszination gewinnt.

 

Eine schwangere Frau unterliegt nicht ausschließlich körperlichen Veränderungen. Durch die hormonelle Umstellung kommt es zu einer zunehmenden seelischen Belastung und dem Auftreten von emotionalem Druck. Daher steht vorwiegend in den ersten Wochen der Schwangerschaft das seelische Wohl der Partnerin im Vordergrund. Hierbei erhält Dein Verhalten Priorität, da sich Deine Frau an Dir orientiert und auch Ihr Selbstbewusstsein aus Deinem Auftreten zieht. Bemerkt sie, dass die Schwangerschaft Dir zusetzt, fühlt sie sich emotional unsicher.

Dieser Umstand wirkt sich negativ auf die Begierde Deiner Partnerin aus. Daher kommt es nicht zu dem Geschlechtsverkehr, wenn Du Deine schwangere Frau zusätzlich unter Druck setzt. Stattdessen reagierst Du auf ihre Bedürfnisse sachlich und verständnisvoll. Von dem Verhalten profitiert Eure Beziehung.

 

Sex in der Schwangerschaft schadet dem Kind nicht

Grundsätzlich stellt der Geschlechtsverkehr in der Schwangerschaft keine Schwierigkeit dar. Das ungeborene Baby verfügt über ausreichend Schutz durch die Gebärmutter der Frau und dem Fruchtwasser. Bei dem normalen Sex braucht die schwangere Frau keine Komplikationen zu befürchten. Jedoch achtet Ihr darauf, dass sich mit der Schwangerschaft nicht ausschließlich Eure Beziehung verändert. Auch der Geschlechtsakt unterliegt einer weitreichenden Veränderung. Daher passt Ihr Euch individuell an die neue Situation an und sprecht miteinander.

Auf diese Weise beugt Ihr Problemen und Spannungen vor und sorgt somit dafür, dass Eure Beziehung keinen Schaden nimmt. Zusätzlich macht Ihr Euch klar, dass die Schwangerschaft eine körperliche und psychische Belastung bedeutet. Deine Partnerin braucht eine gute Konstitution, um das Baby ausreichend zu versorgen. Hierbei besteht die Notwendigkeit einer entspannten und liebevollen Atmosphäre. Durch die Veränderung des Geschlechtsverkehrs passt Du Dich ebenfalls an die neue Gegebenheit an. Hierbei gehst Du vorrangig auf die Wünsche Deiner schwangeren Partnerin ein und achtest vermehrt auf ihre Befindlichkeiten.

 

Wann geht Sex in der Schwangerschaft in den ersten Wochen mit Vorsicht einher?

Während des Geschlechtsverkehrs mit Deiner schwangeren Frau ist in bestimmten Situationen Vorsicht geboten. Es existieren verschiedene Risiken in der Schwangerschaft, bei denen Ihr auf den intimen Akt verzichtet. Dazu gehören beispielsweise:

  • Infektionen,
  • Blutungen,
  • vorzeitige Wehen,
  • ein falsch liegender Mutterkuchen
  • sowie der Blasensprung.

In diesen Fällen besteht die Notwendigkeit, dass Ihr auf den Geschlechtsakt verzichtet. Des Weiteren achtet Ihr in dem ersten Drittel der Schwangerschaft auf die Vorsicht während des Sexes. Vorwiegend in dem Zeitraum besteht die Gefahr, dass Deine Partnerin eine Fehlgeburt erleidet. Durch das Eindringen des Penis in die Scheide kommt es im schlimmsten Fall zu einer Reizung, die zu einer Infektion führt. In dem Fall droht das vorzeitige Lösen der Plazenta, sodass es zu einer Fehlgeburt kommt.

Zusätzlich entstehen Komplikationen in dem letzten Drittel der Schwangerschaft. Ab dem dritten Monat vor der Geburt existiert die Möglichkeit einer Frühgeburt. Durch den Sex kommt es zu Kontraktionen der Gebärmutter, wodurch in seltenen Fällen Wehen ausgelöst werden. Jedoch bedeutet das nicht, dass Du zusammen mit Deiner Frau auf den Geschlechtsakt verzichtest. Laut einer Studie der Berliner Charité führen werdende Eltern 1,5 Mal pro Woche den intimen Akt aus.

Die Zahl veröffentlicht der Autor Stefan Maiwald in seinem Buch „Wir sind Papa! Was Väter wirklich wissen müssen“. Demnach achtet Deine schwangere Frau zwingend auf ihren gesundheitlichen Zustand, um sofort auf eine Veränderung zu reagieren. Dadurch beugt Ihr gemeinsam den drohenden Komplikationen vor und verhindert negative Folgen für das ungeborene Kind.

 

 

Wann entstehen Infektionen in der Schwangerschaft?

Innerhalb der Schwangerschaft führt eine Infektion mit dem Herpes genitalis zu schwerwiegenden Folgen für das ungeborene Kind. Hierbei entsteht im schlimmsten Fall eine Beeinträchtigung der Entwicklung des Sprösslings. Daher achtet Ihr während des intimen Akts auf die Hygiene. Durch die Verwendung eines Kondoms verhindert Ihr das Übertragen von Keimen, wenn Du bei Dir Symptome für eine Infektion bemerkst. Um ganz sicher zu gehen, suchst Du einen Arzt auf und beugst auf diese Weise Schwierigkeiten vor.

 

Warum kommt es zu Blutungen während der Schwangerschaft?

Als kritisches Anzeichen bei dem Geschlechtsakt während der Schwangerschaft präsentieren sich Blutungen der Scheide. Gerade das Ausbleiben der Monatsblutung zeigt Deiner Partnerin an, dass sie ein Kind in sich trägt. Bleiben nach dem intimen Akt trotzdem Blutflecken auf dem Laken zurück, stellt dieser Umstand im schlimmsten Fall einen Grund zur Sorge dar. In den ersten Wochen der Schwangerschaft besteht hierbei die Gefahr einer Fehlgeburt. In dem letzten Drittel der Schwangerschaft bedeutet eine Blutung nach dem Sex beispielsweise eine Frühgeburt.

Des Weiteren deutet die Blutung nach dem Sex beispielsweise auf eine ernste Infektion hin. Hierbei entstehen innerhalb der Scheide Entzündungen, welche die Schleimhaut reizen und demnach zu offenen Wunden führen. Im schlimmsten Fall kommt es zu einer Reizung der Gebärmutter, wodurch sich der Mutterkuchen ablöst. Durch das Ablösen der Plazenta verliert das ungeborene Kind seine Nahrungsgrundlage, sodass eine Fehlgeburt droht.

 

Für die Blutungen in der Schwangerschaft existieren unterschiedliche Ursachen. Knapp 20 Prozent der werdenden Mütter leiden an der Blutung vor der Geburt. Hierbei besteht die Notwendigkeit, die Gründe für das Austreten des Blutes zu erforschen. Auf keinen Fall nehmen Deine Partnerin und Du das Blut auf die leichte Schulter. Stattdessen sucht Ihr am besten gemeinsam den Frauenarzt auf, um diesem von der Komplikation zu berichten. Durch verschiedene Untersuchungen versucht der zuständige Mediziner, die Ursache für die Blutung abzuklären und somit Folgen für das Baby zu verhindern.

Hierbei klärt der Arzt ab, ob sich Deine Partnerin in der ersten oder der zweiten Hälfte der Schwangerschaft befindet. Zudem erhält die Art der Blutung einen hohen Stellenwert. Tritt ausschließlich wenig Blut aus der Scheide, handelt es sich um eine Schmierblutung. Sie entsteht beispielsweise durch eine kleine Wunde in der Vagina oder eine Infektion, die der Frauenarzt mit den richtigen Medikamenten zeitnah behandelt. Dagegen stellen starke Blutungen ein ernsthaftes Problem dar. Im schlimmsten Fall fehlen dem ungeborenen Kind aus dem Grund Nährstoffe.

Zudem besteht die Möglichkeit, dass der Organismus der Frau das Baby nicht länger halten kann und demnach eine Fehlgeburt droht. Dabei fragt der Arzt Deine Partnerin, ob sie Schmerzen verspürt. Durch ihre Antwort ermöglicht sie es dem Mediziner, Gründe für die Blutung auszuschließen. Auf diese Weise erkennt der Frauenarzt die Komplikation schneller und leitet die entsprechenden Maßnahmen ein. Durch das zeitnahe Handeln existiert die Option, das ungeborene Baby vor schwerwiegenden Folgen zu bewahren.

 

wer wir sind

Anna Nilsson Fach-/Medizinjournalistin

Anna Nilsson, als Medizinjournalistin und Autorin ist Sie verantwortlich für den Gesundheitsbereich auf Netpapa.de.


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