Selbstvertrauen bei Kindern aufbauen und stärken

Wege zu einem guten Selbstvertrauen für Dein Kind

Wenn der eigene Sohn oder die Tochter weinend und traurig nachhause kommen, machen wir Eltern uns als Erstes Gedanken. Was ist passiert? Hat dich jemand geärgert? Möchtest du es mir nicht erzählen?

Viele Kinder reagieren darauf zunehmend zurückhaltend. Wie wir Eltern das Selbstvertrauen aufbauen bei Kindern, erfahrt ihr in dem folgenden Artikel.

Selbstvertrauen aufbauen bei Kindern

Selbstvertrauen aufbauen bei Kindern Urheber: bowie15 / 123RF

 

Warum Selbstvertrauen bei Kindern so wichtig ist?

Selbstvertrauen bei Kindern hat etwas mit Selbstbewusstsein zu tun. Grundsätzlich kommt jedes Kind mit einem gesunden Bewusstsein für sich selbst auf die Welt. Es sind das soziale Umfeld und die Gesellschaft, die das eigene Selbstbildnis in Zusammenhang mit den Charaktereigenschaften formen. Tatsächlich gibt es Kinder, die von Anfang an selbstbewusst und offen auftreten und andere, die sich lieber im Hintergrund halten. Das hat zwangsläufig nicht mit einem fehlenden Selbstvertrauen zu tun.

Je positiver das Selbstvertrauen ausgebildet ist, desto offener, erfolgreicher und motivierter können wir selbst Probleme und Herausforderungen im Leben angehen. So legt gerade diese psychische Eigenschaft eine der Grundsteine für die innere Stärke, die unseren Kindern enorm weiterhilft. Auch wenn ihr es vielleicht nicht glaubt, Eltern haben tatsächlich ebenso wie Erzieher, Pädagogen und Orientierungspersonen einen enormen Einfluss auf das Selbstvertrauen von Kindern.

 

Dabei ist davon auszugehen, dass ihr bereits mit ca. sechs Jahren die Grundlage für ein gesundes Selbstvertrauen legt.

 

Später, wenn die Kinder älter werden, übernehmen die Freunde aus dem Freundeskreis sowie die Bekannten und Gleichaltrigen die Rolle der Erwachsenen und Eltern. Sie wirken sich maßgeblich auf das Selbstwertgefühl aus, so dass es einen Unterschied macht, ob dein Kind in der Schule ein Außenseiter oder eine Anführerposition einnimmt. Insbesondere wenn Kinder häufiger gehänselt, geärgert und zurückgestellt werden, nagt dies unwillkürlich an dem Selbstwertgefühl. Gerade in der Pubertät kommt dann ein Chaos an Hormonen dazu, die eine hausgemachte Problematik garantieren.

Kinder, die von ihren Freunden, der Kindergarten Gruppe oder Schulklasse nicht akzeptiert werden, haben enorme Probleme mit dem Selbstwertgefühl. Ob im Kindergarten oder in der Schule: Kinder können brutal sein und sich untereinander mobben.

 

Was tun, wenn Kinder Selbstwertprobleme haben?

Oftmals erkennen Eltern die Probleme ihre Kinder an unterschiedlichen Verhaltensweisen. Wenn euer Kind oftmals geringschätzig von sich selbst redet, sich kaum etwas zutraut und äußerst schüchtern gegenüber Fremden oder Bekannten auftritt, ist etwas nicht in Ordnung. Stellt ihr überdies fest, dass eure Kinder sich oftmals mit anderen vergleichen und Angst oder Furcht vor bestimmten Problemen haben, besteht dringender Handlungsbedarf. Auf keinen Fall sollten Eltern diesen Zustand ignorieren, in der Hoffnung das gebe sich von allein wieder.

 

Strategien: So stärken Eltern das Selbstbewusstsein der Kinder

 

Tatsächlich gibt es richtige Strategien und Herangehensweisen, wie ihr das Selbstbewusstsein der Kinder wieder stärken könnt.

Psychologen sprechen von Resilienz, also der inneren Kraft, Widerständen entgegenzuwirken und aus Niederlagen gestärkt hervorzugehen. Folglich solltet ihr dafür sorgen, dass eure Kinder eine ebenso positive Resilienz ausbilden.

 

Wenn sich Eltern den Spiegel vorhalten

 

Oftmals sind es die Eltern selbst, die Kindern die Verhaltensweisen und die Reaktionen vorleben. Seid ihr in der Lage, Kritik ruhig und objektiv anzunehmen, ohne in eine innere Sinnkrise zu verfallen? Wo liegt eure Frustrationsgrenze? Wie schnell fahrt ja aus der Haut? Geht mit einem guten Beispiel voran und hinterleuchtet euren eigenen Handlungsapparat, denn schließlich wollt ihr das Vorbild für eure Kinder sein und könnt innere Stärke und das Selbstwertgefühl jeden Tag aufs Neue vorleben.

 

Schweigen ist Silber. Reden ist Gold.

 

Gespräche und Dialoge mit dem Kind helfen über innere Konflikte und negative Erfahrungen hinweg. Ihr solltet eurem Kind von Anfang an signalisieren, dass ihr über Gefühle und Empfindungen in der Familie sprecht, um euch gegenseitig zu helfen. Oftmals ist die ausgesprochene Angst und Furcht weit weniger stark als zuvor.

 

Anerkennung und Lob

 

Im Prinzip ist es kinderleicht, das Selbstwertgefühl eurer Kinder zu stärken, indem ihr regelmäßig Lob in den Tag einbaut. Schafft immer wieder kleine Motivationsfächer und ermutigt euer Kind, selbstbewusst durch den Tag zu gehen. Es ist vollkommen normal, dass Menschen Fehler machen und auch ihre Schwächen haben, viel wichtiger ist es, die Stärken zu betonen.

 

Bekommt ihr mit, dass euer Kind an etwas besonderen Spaß hat? Dann solltet ihr den Fokus eben genau auf diese Tätigkeiten legen.

 

Neue Herausforderungen und Erlebnisse

Einer Familie kann es sehr viel bringen, wenn man gemeinsam etwas vollkommen Neues und Unerwartetes macht. Das Ausprobieren der Eltern und der Kinder gibt der ganzen Familie mehr Sicherheit und schafft Selbstvertrauen. Dabei solltet ihr immer eure starken Schultern und die helfende Hand mit anbieten, eure Kinder werden sich so niemals alleine fühlen.

 

Umarmung und liebende Worte

 

Leider kommt die Zuneigung in vielen Familien zu kurz. Ihr solltet eure Tochter oder euren Sohn mindestens einmal am Tag in den Arm nehmen und das Gefühl vermitteln: „Ich hab dich lieb“, „ich mag dich“. Ob vor dem ins Bett gehen, vor dem Gang in die Schule, in den Kindergarten oder nach dem nachhause kommen: Eine liebevolle Umarmung ist Selbstwertgefühl pur.

 

Selbstvertrauen bei Kindern – Fokus auf Verhalten und nicht auf die Person

„Ich bin enttäuscht von dir.“ Dieser Satz geht bei jedem Kind durch Mark und Bein. Eltern, die etwas Ähnliches äußern, haben einen der Kardinalsfehler begangen. Sie kritisieren ihre Kinder und nicht ihr Verhalten. Dein Kind sollte niemals das Gefühl haben, als Person enttäuscht zu haben. So sollte der Satz vielleicht besser heißen: „Ich hab dich wirklich lieb, aber über … habe ich mich geärgert.“

 

Du bist einzigartig! Das baut Selbstvertrauen bei Kindern auf

Gerade für Kinder, die im Kindergarten und in der Schule zu den Außenseitern gehören und oftmals übersehen werden, ist es wichtig, das Gefühl zu bekommen, einzigartig zu sein. Möchten Eltern das Selbstwertgefühl ihrer Kinder stärken, sollten sie zugleich auch die Selbstachtung aufbauen. Denn mit unserer Hilfe gehen unsere Kinder gestärkt und sicher durch den Alltag.

Sie wissen, sie können mit allen Problemen und Nöten zu uns kommen. Wir bauen sie auf, unterstützen ihre Stärken und Talente, ohne dabei von den Fehlern und falschen Verhaltensweisen auf die eigene Persönlichkeit zu schließen.

Nun ist es an der Zeit, euren Sohn oder eure Tochter fest in den Arm zu nehmen und ihnen zu signalisieren – „Ich hab dich lieb“. Du bist genauso richtig, wie du bist. Legt von Anfang an einen Grundstein für das Selbstwertgefühl und das positive Selbstbewusstsein, denn das wird euer Kind sicher durchs Leben führen.

 

wer wir sind

Mario, vom Netpapa Team

Als begeisterter Vater und Herausgeber von Netpapa.de einem der größten deutschsprachigen Vätermagazinen, freue ich mich, Dir gemeinsam mit anderen Autoren viele hilfreiche Themen vorstellen zu können. Unsere Redaktion besteht aus Journalisten, Erziehern, Pädagogen und Mediziner aber vorallem sind wir Väter.


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