Mein Kind hat meine Unterschrift gefälscht – Welche Strafen drohen:

Wir zeigen was passieren kann wenn Dein Kind die Unterschrift der Eltern fälscht und welche Strafen drohen wenn es dabei in der Schule aufgeflogen ist: Für viele Eltern ist es ein Schock, wenn das eigene Kind die Unterschrift fälscht. Oft ist es die Angst vor dem Versagen oder vor den Eltern, was Kinder zum Fälschen von Unterschriften führt.

wenn Dein Kind hat deine Unterschrift gefälscht hat
in der Schule aufgeflogen © Foto: IhorBulyhin, bigstock

Während in der Grundschule nur selten mit Konsequenzen zu rechnen ist, können Unterschriftsfälschungen in höheren Schulklassen oder beim Abschluss von Verträgen zu schwerwiegenden Problemen führen. Unser Ratgeber informiert Euch über mögliche Strafen und Möglichkeiten, wie Ihr mit der Situation umgehen könnt.

Unterschrift gefälscht? Diese Strafen drohen:

Vorab: Es ist nicht pauschal zu sagen, mit welchen Konsequenzen die Kinder nach dem Fälschen einer Unterschrift rechnen müssen. Die Schwere des Vergehens ist primär von 3 Faktoren abhängig, die das volle Ausmaß einer möglichen Strafe ausmachen:

  • Alter
  • Art des Dokuments
  • Tätigkeit

Mit der Tätigkeit ist gemeint, für was die Unterschrift gefälscht wurde. In den meisten Fällen handelt es sich um Dokumente in der Schule, für die Kinder die Unterschrift Ihrer Erziehungsberechtigten fälschen. Weiterhin ist es möglich, dass es während der Ausbildung oder beim Nebenjob passiert, bspw. wenn eine Entschuldigung benötigt wird. Einer der wichtigsten Punkte ist das Alters Eures Kindes. In Deutschland beginnt die Strafmündigkeit ab einem Alter von 14 Jahren, wobei es sich dabei noch um eine eingeschränkte Version handelt. Das Jugendstrafrecht hört ab Erreichen des 18. Lebensjahres auf, kann aber in bestimmten Situationen noch bis zum 21. Lebensjahr reichen. Bis die Strafmündigkeit beginnt, müssen sich Eltern keine Sorgen um strafrechtliche Konsequenzen machen. In den meisten Fällen handelt es sich um Maßnahmen der Schule. um das Kind zu disziplinieren, z. B.

  • Nachsitzen
  • temporärer Schulausschluss
  • Verweise bis zum vollständigen Schulausschluss

Bei „Wiederholungstätern“ kann es ebenfalls zu einem dauerhaften Kontakt mit den Eltern kommen, bspw. wenn das Kind immer Unterschriften für Klassenarbeiten fälscht. Diese Disziplinarmaßnahmen sollen dabei helfen, das Kind vor erneuten Unterschriftsfälschungen zu bewahren.

Strafrechtliche Konsequenzen können ab Beginn der Strafmündigkeit auftauchen, da es sich bei einer Unterschriftsfälschung nach dem Gesetzt um eine Urkundenfälschung handelt. Vor allem ab dem 18. Lebensjahr kann eine Urkundenfälschung nach dem Strafgesetzbuch (StGB) § 267 (Urkundenfälschung) zu Haftstrafen von bis zu 5 Jahren und hohen Geldstrafen führen. Das ist einer der Gründe, warum sich Eltern Sorgen um ihre Kinder machen. Zwischen 14 und 18 Jahren werden die Unterschriftfälschungen von Schülern und Auszubildenden meist als „geringe Schuld“ angesehen, wodurch es nicht wirklich zu strafrechtlichen Problemen kommt.

Unterschrift gefälscht: Was Eltern tun können

Sobald Ihr bemerkt, dass Euer Kind eine oder mehrere Unterschriften gefälscht haben, ist es empfehlenswert, erst einmal Ruhe zu bewahren. Viele Eltern fühlen sich in dieser Situation gekränkt, doch liegt ein Problem vor, dass die Kinder nicht selbst lösen können oder wollen. Die häufigsten Gründe für diese Situationen sind die folgenden:

  • Versagensängste
  • Mobbing
  • schlechte Beziehung zu den ElternBesonders schwierig ist es für Kinder, wenn sie gemobbt werden und somit Entschuldigungen fälschen, um nicht die Schule besuchen zu müssen. Das gilt ebenfalls für Eltern, die zu toxischem Verhalten neigen und es dem Kind erschweren, sich ihnen anzuvertrauen. Es ist daher hilfreich, wenn ruhig und konstruktiv mit dem Kind über die Unterschriftenfälschung geredet wird. Je nach Schwere ist es notwendig, eine weitere Person, z. B. von der Schule, mit in die Gespräche einzubinden. Oft lassen sich dadurch die Gründe herausfinden, was hinter dem Verhalten steckt.

Wichtig: Das Kind nicht beschuldigen oder in eine Ecke drängen. Abhängig von der Anzahl der Fälschungen sind Disziplinarmaßnahmen erforderlich, aber das seelische Wohl der Schüler sollte nicht außer Acht gelassen werden. Nur durch Unterstützung können Kinder aus diesem Teufelskreis ausbrechen.

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