5 Sätze, welche die Beziehung zu eurem Kind positiv verändern

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Positive Eltern sein, Foto: nd3000

Kinder streben nach der Anerkennung ihrer Eltern. Diese wiederum wünschen sich die Liebe ihres Nachwuchses. Unsicherheiten auf beiden Seiten beeinflussen die Eltern-Kind-Beziehung negativ. Diese festigt sich durch Rücksichtnahme, Achtsamkeit und Verständnis. Durch fünf Sätze vermitteln Eltern ihrem Kind, dass sie ihm Rückhalt bieten und ihm vertrauen.

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Positive Eltern sein, Foto: nd3000

Warum „positives“ Verhalten der Eltern wichtig ist:

  • Zurückgehaltene Gefühle und mangelndes Vertrauen wirken sich negativ auf Beziehungen innerhalb der Familie aus.
  • Damit sich Kinder auch in Stress- oder Extremsituationen sicher und geborgen fühlen, brauchen sie die bedingungslose Liebe ihrer Eltern.
  • Indem Vater und Mutter ihrem Nachwuchs Verantwortung übergeben, zeigen sie, dass sie ihm und seinen Fähigkeiten vertrauen.
  • Damit sich das Kind eigene Fehler verzeiht, zeigt ihm als Eltern, dass Ihr ebenfalls nicht fehlerfrei seid.

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Mario Förster:  Eine gute Eltern-Kind-Beziehung basiert auf Vertrauen und Verständnis. Daher sollten Eltern stets ein offenes Ohr für ihren Nachwuchs haben und als „sicherer Hafen“ fungieren.  → Hier findet ihr 5 Regeln die helfen Kinder gut zu erziehen.

Diese 5 Sätze verändern die Eltern-Kind-Beziehung positiv:

Eltern und Kinder nehmen die gegenseitige Beziehung teilweise als fragiles Konstrukt wahr. Sie haben Angst, dieses zu beschädigen und vermeiden dadurch offene Gespräche. Allerdings beeinträchtigt mangelndes Vertrauen die Eltern-Kind-Beziehung. Um sie zu verbessern, merken sich Eltern diese fünf Sätze:

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Positiv einwirken, Foto Copyright: jm_video13

1. „Ich hab Dich lieb – bedingungslos.“

Bereits Babys und Kleinkinder erkennen bestimmte Worte und verbinden sie mit einem Gefühl. Hören sie den Satz „Ich liebe Dich“, stillt dieser ihr Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit.

In den späteren Lebensjahren brauchen Kinder das Gefühl, von ihren Eltern bedingungslos unterstützt und geliebt zu werden. Andernfalls beginnen sie, ihr Verhalten von der elterlichen Anerkennung abhängig zu machen. Das wirkt sich negativ auf ihre emotionale Entwicklung aus.

2. „Ich trau Dir das zu.“

Das Vertrauen der Eltern hilft Kindern, die eigenen Stärken zu entdecken und auszubauen. Zeigen Mama und Papa dem Nachwuchs, dass sie ihm Aufgaben zutrauen, steigen bei diesem:

  • Selbstbewusstsein
  • Gefühl der Selbstwirksamkeit
  • Verantwortungsgefühl
  • Selbstständigkeit

Allerdings ist es für eine feste Eltern-Kind-Beziehung wichtig, diesen Satz ausschließlich mit positivem Bezug zu nutzen. Eltern, die ihrem Nachwuchs verbal klarmachen, dass sie ihm negative Verhaltensweisen zutrauen, schmälern sein Selbstvertrauen und die gegenseitige Vertrauensbasis.

3. „Ich bin stolz auf Dich und Du solltest das auch sein.“

Kinder sehnen sich nach der Anerkennung ihrer Eltern. Glauben sie, diese durch negative Verhaltensweisen zu verlieren, setzen sie eigenen Bedürfnissen Grenzen. Dazu gehören:

  • Entdeckerdrang
  • Bewegungsdrang
  • Selbstverwirklichungsdrang

Um das Selbstvertrauen des Kindes zu festigen, sprechen Eltern berechtigtes Lob offen aus. Dabei erklären sie ihrem Kind, dass es auch selbst stolz auf sich sein darf. Sie bringen ihm bei, auf eigene Gefühle zu achten und seinen Wert als Person nicht von der Meinung Dritter abhängig zu machen.

Auf übertriebene Lobhudelei sollten sie jedoch verzichten. Durch sie erhöht sich das Risiko, dass Kinder ein falsches Selbstbild entwickeln. Sie empfinden das Lob als ungerechtfertigt und ihr Selbstwertgefühl nimmt ab. Zu dem Ergebnis kam eine im Juni 2020 veröffentlichte Studie.

4. „Kannst Du mir bitte helfen?“

Indem Eltern ihr Kind um Unterstützung bitten, beweisen sie ihr Vertrauen. Dadurch festigt sich die familiäre Beziehung. Gleichzeitig lernt der Nachwuchs Verantwortungsbewusstsein. Erledigt er die Aufgabe erfolgreich, steigen sein Selbstbewusstsein und das Vertrauen in eigene Fähigkeiten.

5. „Es ist okay, Fehler zu machen.“

Die Angst vor einem elterlichen Tadel oder einem Misserfolg schränkt Kinder in ihrem Handeln ein. Dadurch nehmen sie sich die Chance, aus Fehlern zu lernen. Eltern erklären ihnen, dass eine Niederlage keine Auswirkungen auf den Wert des Nachwuchses oder ihre Liebe zu ihm hat. Dadurch nehmen sie ihm die Furcht vor Fehlern und festigen sein Selbstbewusstsein.

Leseempfehlung unser Redaktion:

Diese Fragen helfen Eltern „Positiv“ auf Kinder einzuwirken:

Worauf achten Eltern, wenn sie ihren Nachwuchs kritisieren?

Weisen Eltern ihr Kind auf einen Fehler hin, gilt: „Der Ton macht die Musik“. Sie besprechen Fehlverhalten oder eine misslungene Aufgabe ruhig und wertfrei. Dabei betonen sie, dass ein Misserfolg keinen Einfluss auf den Wert des Kindes als Person nimmt. Nutze diese Sätze um positiv auf dein Kind einzuwirken

Wie stärken Eltern das Selbstbewusstsein ihrer Kinder?

Neben ehrlichem Lob und positiver Bestätigung stärken Eltern das Selbstbewusstsein ihres Nachwuchses, indem sie ihm „Power Posing“ beibringen. Die zuversichtliche Haltung wirkt sich in Stresssituationen positiv auf das kindliche Selbstvertrauen aus.  Hier zeigen wir wie du das Selbstsvertrauen deines Kindes stärkst

Gibt es einen „No-Go-Satz“ für Eltern?

Ein Satz, den Eltern gegenüber ihrem Nachwuchs vermeiden sollten, ist: „Du kannst das nicht, ich übernehme das.“ Er zeigt, dass sie ihm die Aufgabe nicht zutrauen. Dadurch fühlen sich Kinder demotiviert und in ihrem Selbstvertrauen verletzt. Die bessere Alternative lautet: „Versuch es erst mal allein. Wenn Du es nicht schaffst, helfe ich Dir.“

Unser Fazit

Die Beziehung zwischen Eltern und Kindern verbessert sich, wenn sich alle Familienmitglieder zuhören und sich gegenseitig ihre Gefühle anvertrauen. Mit den im Ratgeber vorgestellten Sätzen zeigen Eltern ihr Vertrauen in ihren Nachwuchs und stärken sein Selbstwertgefühl.

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