Clicky

Elternfrage: Ab wann kann ein Kind Laufrad fahren?

Zu welchem Zeitpunkt Kinder sich an ihren ersten vorsichtigen Schritten versuchen, hängt von ihrem individuellen Entwicklungsstand ab. Die Mehrzahl der Kleinstkinder geht mit zwölf bis 14 Monaten allein. Läuft das Kind früh, steht einem Laufrad mit 4 Rädern ab einem Alter von 18 Monaten nichts im Weg. Mit zwei Jahren ist die Motorik ausgereift, sodass ein zweirädriges Laufrad infrage kommt.

Laufrad ab wann geht das? Foto: Jiricek72

Das Laufrad Alter beginnt – Das müssen Eltern jetzt wissen:

  • Bewegungstraining im Säuglingsalter – etwa das Säuglingsschwimmen – wirkt sich bei Kindern positiv auf die grobmotorische Entwicklung aus.
  • Sobald Kinder das freie Gehen erlernen, zieht es sie ins Freie, um die neu erlernten Fähigkeiten auszuprobieren. Die Eltern unterstützen die Entwicklung der Grobmotorik, indem sie ihren Nachwuchs zum Laufen animieren. Das gelingt, wenn sie ihn mit einer Laufhilfe ausstatten.
  • Zwischen zwei und sechs Jahren verlagert sich bei Kindern der körperliche Schwerpunkt in den Rumpf. Langsam beginnen sich ihre Koordination und der Gleichgewichtssinn zu verbessern. Ein Laufrad ohne Stützräder unterstützt diesen Prozess.

Wie unterstützen Eltern bei ihren Kindern die Entwicklung der Grobmotorik?

Ab der Geburt entwickeln sich die grobmotorischen Fähigkeiten bei Kindern. Diese fördern die Eltern, indem sie mit ihnen an altersgerechten Bewegungstrainings teilnehmen. Dazu gehört das Babyschwimmen. Laut einer im Jahr 2010 veröffentlichten Studie fördert es die Entwicklung von Körperkoordination und Gleichgewichtssinn.

Im Schnitt machen Kinder mit einem bis eineinhalb Jahren ihre ersten Lauferfahrungen, die aus dem natürlichen Spiel resultieren. Eine Studie aus dem Jahr 2012 zeigt, dass sie im Alter zwischen zwölf bis 19 Monaten durchschnittlich 2.368 Schritte pro Stunde zurücklegen. Auf diese Entwicklung nehmen die Eltern positiven Einfluss, wenn sie den Nachwuchs zum Lauftraining animieren.

Als im Innen- und Außenbereich einsetzbares Hilfsmittel empfiehlt sich ein Laufrad. Mit diesem trainiert er die Grobmotorik und stärkt die Muskulatur in den Beinen. Das Schieben des Laufrads erfordert gleichzeitig Körperkoordination und Gleichgewicht. Damit das Kind Freude am Bewegungstraining empfindet, passen die Eltern das Laufrad an seine körperlichen Bedürfnisse an.

Welches Laufrad empfiehlt sich für welches Alter?

Für Kinder ab eineinhalb bis zwei Jahren empfiehlt sich ein Laufrad mit vier Rädern. Die Modelle besitzen jeweils zwei nebeneinanderliegende Vorder- und Hinterreifen. Sie bieten mehr Stabilität und Halt als ihre Pendants mit zwei Rädern und erfordern weniger Standsicherheit der Kinder.

Alternativ wählen die Eltern ein Laufrad mit Stützrädern. Dieses besitzt jeweils ein Vorder- und Hinterrad sowie zwei kleinere Reifen im hinteren Bereich.

Bis zum Alter von vier bis sechs Jahren fällt Kindern die sichere Koordination der Extremitäten schwer. Den „Aufstieg“ auf das Laufrad erleichtert ihnen ein tief liegender Einstieg.

Zahlreiche Laufräder besitzen höhenverstellbare Lenker und Sättel, um sie an die Körpergröße der Kinder anzupassen. Die Sattelhöhe liegt zwei bis drei Zentimeter unter der Schrittlänge des Kindes. Misst diese 27 Zentimeter, benötigt der Nachwuchs eine Sattelhöhe von 25 Zentimetern. Setzen die Eltern ihn auf den Sattel, berühren beide Fußsohlen bequem den Boden.

Wann die Lenkerhöhe zur Körpergröße des Kindes passt, erkennen die Eltern, wenn es mit geradem Rücken auf dem Sattel sitzt. In dieser Position hält es die leicht angewinkelten Arme im 90-Grad-Winkel, um die Hände auf die Lenkergriffe zu legen.

Neben der Sattel- und Lenkerhöhe spielt die richtige Reifengröße eine entscheidende Rolle für die Sicherheit der Kinder. Ab einem Alter von zwei Jahren eignen sich im Schnitt Räder mit acht bis zehn Zoll. Für Dreijährige bieten sich 10- bis 12-Zoll-Reifen an, für Vierjährige 12- bis 14-Zoll-Reifen.

Welches Laufrad eignet sich im Vorschulalter?

Für Kinder ab fünf bis sechs Jahren kommt ein Laufrad mit zwei Rädern – einem Vorder- und einem Hinterrad – infrage. Teilweise erhalten die Eltern Modelle mit abnehmbaren Stützrädern. Mit diesen bereitet der Nachwuchs sich auf das Fahrradfahren vor.

Die Hinterräder sind bei mehreren Laufrädern verstellbar. Dadurch rüsten die Eltern die Gefährte vom Dreirad zum Lauflernrad und Laufrad um. Sie wachsen mit den Kindern mit, was den wiederholten Neukauf größerer Modelle erspart.

Damit dieses den Nachwuchs sicher trägt, achten die Käufer auf eine Belastbarkeit von mindestens 30 Kilogramm. Das Gesamtgewicht eines für Kinder unkompliziert zu bewegenden Laufrads liegt unter fünf Kilogramm. Dafür empfehlen sich Modelle aus leichten und strapazierfähigen Materialien: Magnesium oder Aluminium.

Zu große Laufräder als Sicherheitsrisiko für Kinder

Passt die Größe des Laufrads zur körperlichen und motorischen Entwicklung des Kindes, bietet es diesem beim Lauftraining Halt. Ein zu hohes oder zu schweres Modell erfordert vom ihm eine hohe Kraftanstrengung, um es aufrecht zu halten. Fällt es ihm schwer, mit den Händen die Lenkergriffe oder mit den Füßen den Boden zu berühren, erhöht sich das Sturzrisiko.

Mehr Elternratgeber & Elternfragen

 

Verbraucherhinweis: Alle Links und mit * oder markierte Verweise sind Affiliatelinks. Mit einem Einkauf unterstützt du unseren unabhängigen Ratgeber. Beim Kauf bekommen wir eine kleine Provision - dein Preis ändert sich nicht. Alle Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versand, Änderung der Preise techn. möglich. Aktualisierung 25.09.2023 um 15:45 Uhr  [Anbieter & Hersteller Kontakt: post @ netpapa.de]

Das sagen andere über uns: