Was ist dran am Mythos Männerschnupfen?

Du kennst das sicher, Männerschnupfen, Mann fühlt sich richtig krank, hat Gliederschmerzen und liegt schwer atmend auf dem Sofa, während deine Frau genervt mit den Augen rollt? Männerschnupfen, Solche Szenarien spielen sich in vielen deutschen Wohnzimmern ab. Viele Männer fühlen sich jetzt unverstanden denn sie quälen sich doch wirklich. Oder? Ist etwas dran am sogenannten Männerschnupfen? Leiden Männer wirklich mehr, oder lassen sie sich einfach gern bemuttern?

Der Vater und Mann mit Männerschnupfen Symptome
Den Männerschnupfen gibt es wirklich – Symptome und Anleitung zur Hilfe: Copyright: Romario Ien bigstockphoto.com

 

Männerschnupfen: Wahrheit oder Lüge?

Bei ihr ist es eine harmlose Erkältung, bei ihm der Männerschnupfen

Männer und Frauen sind das ganze Jahr über verschiedenen Keimen ausgesetzt und das Immunsystem kümmert sich in der Mehrheit der Fälle darum. Viele Erreger, die in den Körper gelangen, werden von den Abwehrkräften beseitigt, bevor überhaupt erste Erkältungsanzeichen auftreten. Ist ein Keim mal stärker, beziehungsweise das Immunsystem geschwächt, kommt es zu einer Erkältung.

Die harte Wahrheit: Das vermeintlich starke Geschlecht ist auf Ebene der Abwehrkräfte das schwächere Geschlecht

Das Immunsystem des Mannes ist aus rein medizinischer Sicht schlechter aufgestellt als das einer Frau. Ihre Abwehrkräfte können Keime viel effektiver abtöten und ihre Erkältung fällt daher oft harmloser aus. Der Grund dafür wird noch eingehend erforscht, hängt aber offensichtlich mit den Geschlechtshormonen Östrogen und Testosteron zusammen.

Sowohl Männer als auch Frauen produzieren Östrogen und Testosteron, doch Frauen haben von Natur aus deutlich mehr vom weiblichen Östrogen und Männer mehr Testosteron im Körper. Die Hormone spielen nicht nur bei Lust und Fruchtbarkeit eine Rolle, sondern kommunizieren mit den Abwehrzellen. Und während Östrogen die Immunantwort verstärkt, kann Testosteron diese sogar ausbremsen.

Das kann insgesamt dazu führen, dass der selbe Erreger bei ihr einen harmlosen Schnupfen verursacht und bei ihm nichts mehr geht. Aus Sicht der Biologie macht das übrigens viel Sinn: Während einer Schwangerschaft muss eine Frau nicht nur sich selbst, sondern auch das Ungeborene vor Infektionen schützen.

 

Klassische Symptome eines Männerschnupfens

Du kannst die häufigen Beschwerden in fünf Punkten zusammenfassen:

  1. die Nase schwillt zu und wird vom vielen Putzen bald rot und wund
  2. Husten schüttelt den Körper durch – vor allem sobald Mann liegt
  3. der Hals schmerzt beim Sprechen und Schlucken
  4. Kopfschmerzen machen jeden Konzentrationsversuch zunichte
  5. gerade abends steigt die Temperatur

Keines dieser Symptome ist schön, bedeutet jedoch keinen Weltuntergang. Wichtig ist für dich, dass du dich schonst und die Beschwerden mit kleinen Hilfsmitteln abmilderst.

 

Erste Hilfe beim Männerschnupfen

Egal ob die Frauenwelt von Wehleidigkeit spricht oder nicht, eine Erkältung streng den Körper an und damit aus dem Männerschnupfen keine erste Angelegenheit wird, ist vor allem eines Pflicht: Ruhe.

„Die oberste Regel: kein Sport“

Auch wenn das Liegen im Bett, das Lesen auf dem Sofa oder entspanntes Fernsehen schnell langweilig werden, ist die Auszeit wichtig für dich. Dein Immunsystem hat gerade alle Hände voll zu tun, die Erreger zu finden und auszuschalten, das solltest du unterstützten. Es kann richtig gefährlich werden, wenn du mit einer Erkältung Sport treibst. Kurzfristig kann der Kreislauf überfordert und langfristig sogar Lunge und Herz geschädigt werden.

Neben der Ruhe brauchst du außerdem jede Menge Wasser und warmen Tee. Die Flüssigkeit sorgt zum einen dafür, dass Schleim aus Mundraum und Hals verschwinden und zum anderen bleibt das Blut- und Lymphsystem in Schwung. Tabu sind dagegen Koffein und alkoholische Getränke, die belasten deinen Kreislauf unnötig.

Merke also: viel Wasser und Tee statt Kaffee und Alkohol

 

Kleine Hilfen bei Männerschnupfen – aus der Apotheke

Viel mehr musst und kannst du gegen den Männerschnupfen im Grunde nicht machen. Erlaubt sind natürlich Medikamente zur Bekämpfung der Symptome. Die Mittel der Stunde sind:

  •  abschwellendes Nasenspray (nach ärztlicher Dosierung)
  •  pflegende Nasensalbe für die trockene und raue Haut
  •  pflanzliche Hustenbonbons
  •  nach ärztlicher Absprache ein Hustenblocker für die Nacht
  •  sanfte Schmerzmittel wie Aspirin
  • und unser Geheimtipp: Schwarzkümmelöl:

 

 

Wie soll die Frau mit dem Phänomen Männerschnupfen umgehen?

Viele Männer, die akut erkältet sind, fallen in kindliche Verhaltensweisen zurück. Sie quengeln, haben Angst und wollen von der Partnerin liebevoll pflegt werden. Auf diese Weise fühlen sie sich behütet und kommen schneller wieder zu Kräften. Für die Damenwelt daher wichtig:

  1. Für die Tage mit Männerschnupfen darf er ruhig ein wenig jammern und muss nicht sofort mit bösen Sprüchen und Häme rechen.
  2. Im Gegenteil sind Fragen: „Wie geht es dir gerade?“ und dann geduldiges Zuhören echter Balsam für die Männerseele.
  3. Am schönsten ist es für den Kranken, wenn die notwendigen Einkäufe in Apotheke und Drogeriemarkt von der Partnerin erledigt werden. Er muss nicht aus dem Haus und bekommt gleichzeitig das Gefühl vermittelt, dass er umsorgt wird.
  4. Das Umsorgen darf Zuhause weitergehen, wenn beispielsweise der Tee gekocht und in einer Thermoskanne ans Bett gestellt wird.
  5. Die richtige Ernährung ist bei Männerschnupfen wichtig, um schnell wieder gesund zu werden. Es ist daher ein echtes Highlight für ihn, wenn sie liebevoll eines seiner Lieblingsgericht für ihn kocht.
  6. Kleine Gute-Laune-Momente entstehen durch ein Streicheln über den Kopf beim Vorbeigehen oder auch einen Obstteller, der mit aufmunternden Worten neben das Krankenlager gestellt wird.
  7. Gegen düstere Gedanken und Langeweile hilft ein Unterhaltungsprogramm, das zu Erkältungen passt. Betroffene freuen sich daher, wenn die Partnerin ihm ein Buch in die Hand drückt oder seine Lieblings-DvD einlegt.
  8. Wenn es die Zeit zulässt, ist es für den Patienten wunderbar, wenn er nicht allein im Zimmer bleibt, sondern man gemeinsam etwas anschaut oder plaudert. Das vertreibt nicht nur die Zeit, sondern schweißt auch enger zusammen.

Und klingt der Männerschnupfen langsam ab und es kommen die Kräfte zurück, darf die liebevolle Partnerin zumindest einige Tage nicht schimpfen, wenn ihr kleiner Patient nun Zeit am PC und der Spielekonsole verbringt. Das füllt die inneren Batterien wieder komplett auf.

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