Hysterisches Bocken, Schreien und Hauen – Der Wutanfall und was Du tun kannst

Wutanfälle treten im Kleinkind-Alter häufig auf. Sie sind ein wichtiger Teil der kindlichen Entwicklung und erfordern eine angemessene Reaktion vonseiten der Eltern. Wie gelingt es Dir als Vater, dem Wutanfall Deines Kleinkindes mit Gelassenheit zu begegnen und Deinem Kind dabei zu helfen, die eigenen Gefühle zu regulieren?

Im dritten Lebensjahr erlebt sich ein Kind als selbstwirksame Person. Folglich treten in dieser Zeit vermehrt Konflikte mit den Bezugspersonen auf. Das Kind wehrt sich häufig gegen verschiedene Anordnungen und beginnt, seine Grenzen auszutesten. Während der Trotzphase konfrontiert Dich Dein Kind mit heftigen Wein- und Trotz-Attacken,  Vornehmlich intelligente und willensstarke Kinder nutzen das Weinen, Hauen und Bocken als Ausdruck Ihrer Gefühle ein.

Kind und Vater
Wutanfall und beruhigende Körpernähe durch den Vater | © sonsedskaya – Fotolia.com

Wutanfall des Kindes als Folge unkontrollierter Gefühle

Kleinkinder vermögen ihre eigenen Emotionen nicht zu regulieren. Es empfindet ein Übermaß an Ärger, Wut oder Trauer. Die unkontrollierten Affekte münden in einen Wutanfall. Das Kleinkind schreit über einen längeren Zeitraum hinweg; die Intensität des Anfalles steigert sich. Als Vater versuchst Du, Ruhe zu bewahren und dem Kind Nähe und Geborgenheit zu vermitteln.

Während der Trotzphase durchlebt Dein Kind häufig einen Wutanfall. Für das Kleinkind ist es wichtig, zu lernen, die eigenen Gefühle zu kontrollieren. Dir gelingt es mithilfe der folgenden Tipps, die Zahl der Anfälle zu minimieren:

  • Mute Deinem Kind so viel Frustration zu, wie es ertragen kann.
  • Lenke es gegebenenfalls von seiner Wut und Frustration ab.
  • Hilf dem Kind dabei, seine Gefühle verbal auszudrücken.

Wichtig ist, Frustrations-Situationen nicht zu meiden, sondern dem Kind die notwendige Hilfestellung anzubieten.  Wenn Du Situationen hast in denen dein Kind ein Hysterisches, schreiendes, und hauendes Monster ist – teste aus was dein Kind in dieser Situation braucht:

  • Einige Kinder brauchen Nähe um sich zu beruhigen, 
  • Eine bestimmte Person die beruhigend wirkt
  • Abstand und Zeit um allein mit den Gefühlen umzugehen
  • beruhigende Stimme oder absolute Ruhe

Jedes Kind ist verschieden – somit musst Du als Vater sehen, was bei Deinem Kind hilft.

Förderung sprachlicher Kompetenzen zum Ausdruck der Gefühle

Dein Kind erlernt während des dritten und vierten Lebensjahres zahlreiche neue Worte. Achte darauf, dass Du sämtliche Deiner eigenen Emotionen genau benennst. Auf diese Weise lernt das Kind, seine Konflikte verbal zu bewältigen. Aufgrund seiner differenzierten sprachlichen Kompetenzen verzichtet es auf den Wutanfall. Das Kleinkind vermag seine Gefühle stattdessen benennen und angemessen darauf zu reagieren.

Während eines Wutanfalls gilt es, Ruhe zu bewahren. Dir als Vater kommt bei der Konflikt-Bewältigung eine wichtige Rolle zu. Schenke Deinem Kind zur Zeit des Anfalls Liebe und Zuwendung. Diskussionen sind in dieser Phase unangebracht. Das Kleinkind vermag seine eigenen Gefühle nicht zu kontrollieren und reagiert auf keine Gespräche aus seinem Umfeld. Vielmehr ist es sinnvoll, die Emotionen des Kindes zu benennen und ihm dabei zu helfen, die durchlebte Situation einzuordnen.

 

Nutzen Kinder den Wutanfall als Mittel zum Zweck?

Mit zunehmendem Alter kann es dazu kommen das das Kleinkind den Wutanfall einsetzt, um bestimmte Ziele zu erreichen. Diese Situation verleitet zahlreiche Eltern, den Wünschen und Ansprüchen des Kindes nachzugeben. Letzteres erkennt die positive Konsequenz auf sein Verhalten und reagiert bei dem nächsten Konflikt erneut mit Trotz. Um die Auftretens-Wahrscheinlichkeit der Wutanfälle zu minimieren, ist es wichtig, als Eltern konsequent zu bleiben.

Erlebt Dein Kleinkind einen Wutanfall, hat das nichts mit einem Fehlverhalten Deinerseits zu tun. Vielmehr ist das Kind mit der aktuellen Situation überfordert, möchte Aufmerksamkeit erhalten oder versucht, einen Machtkampf zu gewinnen. In allen Fällen bleibst Du ruhig und versuchst, durch das eigene Verhalten ein Vorbild zu sein.

 

Wutanfall beim Kleinkind – was tun?

Wutanfälle treten vorwiegend während des dritten und vierten Lebensjahres auf und erfordern eine angemessene Reaktion vonseiten der Eltern. Es gilt, Ruhe zu bewahren und das Kind bei der Konflikt-Bewältigung zu unterstützen. Durch das Benennen verschiedener Emotionen lernt es, seine aktuelle Gefühlslage zu bezeichnen. Folglich verzichtet das Kleinkind auf den Wutanfall und greift stattdessen auf seine sprachlichen Kompetenzen zurück.

 

 

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