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Was tun bei Wutanfällen, Wenn Dein Kind schreit und schlägt?

Christian ist eigentlich ein Engel, doch seit einigen Tagen hat er öfter Wutausbrüche. Als er gestern Abend nicht mehr Fernsehen durfte, weil es spät war, begann er, mich anzuschreien. Er warf mir diverse Schimpfwörter an den Kopf und schrie wie am Spieß. Zudem versuchte er, mich zu schlagen. Ich bin außer mir. Christian ist vier Jahre alt. Woher kommt diese Aggression und was tue ich, wenn mein Kind schreit und schlägt? Wie ersticke ich dieses Verhalten sofort im Keim, bevor er anfängt, nach seiner Mutter oder anderen Kindern zu schlagen.

Hilfreiche Tipps, wenn Dein Kind schreit und schlägt

Die meisten Väter sind beunruhigt, wenn ihr Kind aggressive Wutanfälle bekommt. In der Regel ist das eine vorübergehende Phase, die normal in der Entwicklung des Kindes ist. Damit lernt es, Emotionen auszudrücken, besitzt jedoch nicht die kommunikativen Mittel es friedlich zu tun. Es ist Ausdruck seiner Hilflosigkeit. Du als Vater hast die Aufgabe, ihm zu zeigen, dass es ohne Gewalt geht. Beruhige Dein Kind und finde akzeptable Lösungen. Hinter Wut stecken unerfüllte Bedürfnisse, die es herauszufinden gilt. Dein Schützling muss frühzeitig lernen, dass es mit Handgreiflichkeiten und wilder Raserei nichts erreicht. Im Folgenden erhältst Du Tipps zum richtigen Umgang mit den Wutausbrüchen.

Wütendes Kind
Mein Kind schreit und schlägt vor Wut_ Urheber: mellevaroy / 123R.com

 

Wutanfälle bei Kindern sind normal

Bei Kleinkindern sind Wutanfälle normal. Viele Elternpaare kämpfen mit aggressiven Ausbrüchen ihrer Kleinen. Sie treten oftmals unerwartet und intensiv auf. In den meisten Fällen sind diese genauso schnell vorüber, wie sie auftraten. Diese Entladungen sind ein Ausdruck der Frustration. Zwar verstehen Kinder dieses Alters die Kommunikation ihrer Eltern weitestgehend, jedoch fehlen ihnen die verbalen Möglichkeiten, um ihren Willen auszudrücken. Das Kind fühlt sich hilflos und regiert mit Schreien, Treten, Weinen oder Schlagen.

 

Die Wut im Bauch herauslassen

Dein Kind ist wütend. Diese Gefühlsregung ist eine ganz normale menschliche Reaktion. Verbiete Deinem Kind nicht, diese Emotion herauszulassen. Es ist gut, wenn Dein Kind seinen Ärger ausdrückt und nicht herunterschluckt, natürlich nicht mit Treten und Schlagen! Seine Wut an anderen auszulassen, ist falsch. Oftmals schlagen Kleinkinder um sich. Sie schreien, treten, halten die Luft an, um ihren Ärger auszudrücken. Du könntest Deinem Kind zeigen, dass sich andere Wege ebenfalls eignen, um seine Wut herauszulassen.

 

Was tun, wenn Dein Kind schreit und schlägt?

Folgende Möglichkeiten der Konfliktvermeidung möchte ich Dir vorschlagen:

 

  • Dein Kind in Deine Pläne einbeziehen

Planst Du gut voraus, kommt es nicht zu einem Ausbruch. Das bedeutet, dass Du Deinem Kind sagst, wo ihr hingeht und was dort passiert. Der Überraschungseffekt geht leicht nach hinten los. Bereitest Du Dein Kind auf das, was auf es zukommt, vor, ist es weniger sauer und rastet nicht so leicht aus.

 

  • Dein Kind beiseitenehmen

In der Öffentlichkeit ist es wichtig, dass Du Dein Kind beiseitenimmst, wenn es in Wut ausbricht. Oftmals passiert so etwas im Restaurant, beim Einkaufen oder auf dem Spielplatz. Versuche Dein Kind zu beruhigen. Kläre mit Deinem Kind, dass es nicht weiterspielt, bis es sich beruhigt oder, dass ihr bis dahin nicht zurückgeht.

 

  • Ruhig und sachlich bleiben

Kommt es zu einem Wutausbruch Deines Kindes, ignoriere sein Verhalten. Das fällt Dir sicher vor allem in der Öffentlichkeit schwer. Wichtig ist, dass Du gelassen bleibst. Sprich leise und ruhig mit Deinem Kind, wenn es soweit ist. Das mildert die Aggressionen Deines Schützlings ab. Auf keinen Fall darfst Du mit Schreien oder Schlagen reagieren. Das verschlimmert die Situation und den Zorn Deines Kindes.

 

  • Tief durchatmen

Packt Dich die Wut, über den Ausbruch Deines Kindes, könntest Du Folgendes probieren: Atme dreimal tief durch und zähle langsam bis Zehn. Möglicherweise verlässt Du den Raum, um Deinen Zorn Einhalt zu gebieten.

 

  • Schnell reagieren

Durch Beobachten erkennst Du Situationen, in denen Dein kleiner Schützling zum Toben ansetzt, im Voraus. Hilfreich könnte der Versuch sein, den Ausbrüchen Deines Kindes vorzubeugen. Wird Dein Kind aggressiv, wenn es sich langweilt, vermeidet ein Spielzeug, das es mitnehmen darf, eventuelle Wutausbrüche Deines Kindes. Ebenso reagieren Kinder bei Hunger mit wilder Raserei. Dem beugst Du vor, indem Du einen kleinen Snack bereithältst, wenn ihr gemeinsam unterwegs seid.

 

  • Wutausbruch ignorieren

Dass Dein Kind mit Schlagen und Schreien nicht weit kommt, machst Du ihm frühzeitig begreiflich. Zeige ihm, dass es bekommt, was es will, wenn es vernünftig fragt. Zeigt dies keinen Erfolg, könntest Du die Szene Deines Kindes ignorieren. Im besten Fall beruhigt es sich von allein. Zwei Strategien helfen Dir, damit umzugehen: Zum einen ignorierst Du Deinen Nachwuchs solange, bis er sich beruhigt. Dabei sprichst Du nicht mit ihm und beachtest ihn nicht. Zum anderen hast Du die Möglichkeit, nur den Wutausbruch zu ignorieren. Geh nicht darauf ein. Erzähle ihm etwas und lenke ihn ab. Vielleicht vergisst er, warum es wütend war.

 

  • Dem Kind Zeit zum Beruhigen geben

Achte darauf, dass Dein Kind Zeit hat, sich zu beruhigen. Dazu lässt Du es eine Weile allein in einem für ihn eher uninteressanten Raum. Das Kinderzimmer eignet sich dafür nicht. Ein paar Minuten allein und ohne Ablenkungs-Möglichkeiten helfen Deinem Kind dabei, sich zu fassen. Wichtig ist, dass Du ihm erklärst, dass Du erst weiter mit ihm verhandelst, wenn es sich beruhigt.

 

  • Alternativen zum Dampf ablassen

Sport ist eine gute Methode dafür, dass sich Dein Kind abreagiert. Alternativ hilft das Zerreißen von Zeitschriften oder das Boxen auf ein altes Kissen. So lässt Dein Kind seine Wut raus, ohne mit Schreien oder Schlagen zu reagieren.

 

  • Darüber reden

Beobachte genau, warum Dein Kind wütend ist. In einem ruhigen Moment sprichst Du mit ihm darüber. Unmittelbar nach dem Wutausbruch ist das zwecklos. Dann ist Ablenkung eher das Richtige. Verwickle es in eine Tätigkeit.

 

  • Kleine Entscheidungen fördern die Mitbestimmung

Ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln Kinder ein Ich-Bewusstsein. Dann erkennt Dein Schützling, dass er eine eigenständige Person ist. Eigene Entscheidungen und die Förderung der Unabhängigkeit gehören dazu. Statt Aufforderungen überlässt Du ihm die Auswahl. Lass Dein Kind entscheiden, welche Hose es heute trägt oder welches Obst es isst.

 

Konsequentes Handeln und professionelle Hilfe

Dies sind viele Möglichkeiten, wie Du als Vater mit den Wutausbrüchen umgehst. Wichtig ist, dass ihr als Eltern zusammenhaltet und gemeinsam und konsequent gegen die Wutanfälle vorgeht. Helfen diese Tipps nicht und die Tobsuchts-Anfälle kehren täglich mehrmals wieder, empfiehlt es sich, professionelle Hilfe anzunehmen. Eventuell hilft ein Kinderpsychologe oder das Gespräch mit einem erfahrenen Erzieher.

 

Wutausbrüche sind kein Einzelfall

Andere Eltern sind ebenso gute Ansprechpartner, da es keine Seltenheit ist, wenn das Kind schreit und schlägt. Studien zeigen, dass bis zu 30 Prozent der Eltern mit den Wutausbrüchen ihrer Kinder kämpfen. Der Artikel „Umgang mit aggressiven Konflikten bei Kindern von null bis drei Jahren in der Krippe“ von Katrin Correll verweist auf psychologische Hintergründe dieses Fehlverhaltens.

 

Hilfe Wutanfall!

Wie reagieren Eltern auf einen Wutanfall der Sprösslinge?

Ein unbedachtes Wort von Mutter oder Vater lösen ihn aus: den Wutanfall des Kindes. Dabei reagieren die Kleinen in vielen Fällen mit lautem Getöse, das die Mehrzahl der Erziehungsberechtigten schnell überfordert. Wirft sich der Sprössling zusätzlich auf die Erde, wandelt sich die natürliche Überforderung der Eltern ebenfalls in Wut um. Einen Wutanfall mit einer weiteren wütenden Tirade zu bekämpfen – funktioniert das?

Der Wutanfall fungiert als Ventil

Steigert sich Dein Nachwuchs in sein Weinen hinein, existieren mehrere Gründe, die den Anfall verursachen. Oftmals fühlen sich die Kinder von ihren Eltern bevormundet, sodass sie versuchen, ihren Willen durchzusetzen. Dabei hoffen sie, dass ihr Schreien die Erziehungsberechtigten zum Einlenken bringt. In anderen Fällen handelt es sich bei dem Wutanfall um ein Ventil, durch das die Kleinen ihren Frust abreagieren. Versuchst Du, sie in ihrer Wut zu besänftigen, kommt es zu einem gegenteiligen Effekt.

Durch eine Beschwichtigung unterbindest Du die Wut Deines Sprösslings, sodass sich dessen Emotionen nicht entladen. Daher bewährt es sich in speziellen Situationen, Deinen Sohn oder Deine Tochter die Wut ausleben zu lassen. Hierbei reicht bereits die Anteilnahme der Eltern aus, damit sich die Schützlinge verstanden fühlen.

 

Umgang mit der Wut

Die Wut bei Kindern stellt kein Problem dar. Stattdessen benötigen die Sprösslinge den Wutanfall, um ihn als Ventil für ihre Emotionen zu nutzen. Im Leben der Kleinen existieren Schwierigkeiten, die sie nicht lösen können. Der daraus resultierende Frust sorgt dafür, dass bereits eine banale Situation zu lautem Schreien und Weinen führt. Hierbei sollten die Eltern die Gründe für die Wut identifizieren. Auf diese Weise gelingt es ihnen, die Art des Ärgers zu benennen und auf die Ursachen einzugehen.

Reagieren die Kinder aus dem Frust heraus, ihren Willen nicht durchzusetzen zu können, gilt es, die Wut nicht persönlich zu nehmen. Oftmals ärgern sich die Sprösslinge ausschließlich über die jeweilige Situation und weniger über die Worte der Eltern. Bei dem wütenden Weinen handelt es sich nicht selten um eine Trotzreaktion. Die Handlung von Mutter und Vater bestimmen, wie sich der Anfall entwickelt. Geraten sie ebenfalls in Wut, kommt es im schlimmsten Fall zu einer gestörten Eltern-Kind-Beziehung. Daher lohnt es sich, auf den Ärger des Sprösslings einzugehen und diesen näher zu erforschen.

Kann Wut eine Therapie darstellen?

Bei Kindern kommt es aus unterschiedlichen – und in manchen Fällen banalen – Gründen zu einem Wutanfall, der mit Weinen, Schreien und Treten einhergeht. Holst Du als Vater Deinen Nachwuchs zu früh vom Spielplatz ab, reagiert das Kind mit Trotz und Geschrei. In dieser Situation fühlen sich Eltern oftmals überfordert, da die Wutanfälle ohne Vorwarnung auftreten. Bemerken andere Personen das Verhalten ihres Sprösslings, führen die Überforderung und der daraus resultierende Frust ebenfalls zur Wut.

Jedoch gilt es hierbei zu bedenken, dass sich ein Wutanfall des Kleinen nicht durch den Ärger der Eltern auflöst. Stattdessen artet der beidseitige Frust unter Umständen zu einem Machtkampf zwischen Nachwuchs und Erziehungsberechtigten aus. Um den lautstarken Ärger Deines Schützlings ohne eigene Wut zu überstehen, kannst Du Dich an drei goldene Regeln halten. Hierbei lohnt es sich:

  • die Wut des Kindes nicht persönlich zu nehmen,
  • trotz der Überforderung die Elternrolle zu wahren
  • und den Nachwuchs die Wut ausleben zu lassen.

 

Hilflosigkeit macht Kinder wütend

Für die Wutanfälle Deines Sprösslings existieren verschiedene Ursachen, jedoch reagieren Kinder häufig auf Hilflosigkeit frustriert. Oftmals fühlen sich die Kleinen bevormundet, wenn ihr Wille mit den Wünschen der Eltern kollidiert. Dabei kommt es zu einem unterbewussten Machtkampf. Können sich die Schützlinge nicht gegen Mutter oder Vater durchsetzen, sorgt der Umstand zu einem hilflosen Gefühl, das sich innerhalb kurzer Zeit in einen Anfall von Wut umwandelt.

Steigert sich das Kind zunehmend in seinen Ärger hinein, drohen auf lange Sicht gesundheitliche Folgen. Spätestens wenn der Nachwuchs mit hochrotem Kopf nach Luft schnappt, weil das Schreien ihn anstrengt, kann es zu gefährlichen Folgen der Wut kommen. Durch das Weinen und Schreien entstehen dem Sprössling nicht ausschließlich Kopfschmerzen und Schluckauf, sondern im schlimmsten Fall ernste Herzprobleme.

Neben der Hilflosigkeit stellt der Trotz einen Hauptgrund für die Wutanfälle von Kindern dar. Hierbei versuchen sie, ihren Willen gegen die Eltern durchzusetzen. Speziell in der Trotzphase, die in der Regel mit dem fünften Lebensjahr beginnt, neigen die Kleinen zu diesem Verhalten. Der geringste Anlass zieht ein wütendes Schreien und Toben nach sich. In ihrem Buch „Die Trotzphase“ beschreibt die Autorin, Petra Straßmeir, die vermehrten Wutanfälle der Kinder und die daraus resultierende Hilflosigkeit der Erziehungsberechtigten.

 

Ein Wutanfall ist kein persönlicher Angriff

Um nicht ebenfalls wütend zu reagieren, greift die erste goldene Regel im Umgang mit Wutanfällen der Sprösslinge. Du solltest den Ärger Deiner Kleinen nicht als persönlichen Angriff werten. Vielmehr lohnt es sich, den Grund für den Frust herauszufinden. Denken die Erwachsenen über ihre eigenen Emotionen beispielsweise im Fall einer Bevormundung nach, fühlen sie mit ihrem Nachwuchs. Dadurch gelingt es ihnen, die Sicht des Kindes nachzuvollziehen und dementsprechend zu reagieren.

Du könntest versuchen, die Situation aus dem Blickwinkel des Kleinen zu betrachten. In vielen Fällen reicht die veränderte Sichtweise aus, um die Wut der Sprösslinge nachzuvollziehen. Dadurch gelingt es Dir, Deine eigenen Emotionen unter Kontrolle zu halten und nicht ebenfalls ärgerlich zu reagieren. Wirkt sich das ruhige und sachliche Verhalten auf die Wut der Kinder aus, flacht diese zeitnah ab.

Kinder reagieren auf die Autorität der Eltern

Im Fall eines Wutanfalls der Kleinen lohnt es sich für die Eltern, ihre eigenen Gedanken zu erforschen. Schreien und weinen die Sprösslinge, neigen Erwachsene zu einer spontanen Reaktion, um die Kontrolle zurückzuerlangen. Durch lautes Schimpfen besteht das Risiko, das Vertrauen des Schützlings zu zerstören. Stattdessen solltest Du darauf achten, Deine Stellung als Alpha-Person ohne Aggressionen zu behaupten.

Sprichst Du mit dem erzürnten Kind sachlich, fühlt es sich als gleichwertiger Gesprächspartner akzeptiert. Dadurch nimmst Du dem Nachwuchs das negative Gefühl der Bevormundung. Hierbei bewährt es sich, die Gesten und Worte des Kleinen aufmerksam zu analysieren, um sein Bedürfnis zu erkennen. Reagieren die Eltern auf die lautlosen Anzeichen ihrer Sprösslinge, geraten diese nicht in Rage. Durch ausreichend Beachtung besteht die Möglichkeit, Wutanfällen vorzubeugen.

Sachliche Worte geben dem Kind seine Würde zurück. Oftmals fühlen sich die Sprösslinge nach dem Weinen ausgelaugt, da die heftigen Emotionen sie überfordern. Im Gegensatz zu Erwachsenen verfügen die Kleinen nicht über ausreichend Lebenserfahrung und Eigenverständnis, um den Zorn zu kontrollieren. Stehst Du als Vater Deinem Nachwuchs unterstützend zur Seite, leitest Du ihn durch den Wutanfall und sorgst gleichzeitig für eine Festigung der Eltern-Kind-Bindung.

 

Wut stellt einen Heilungsprozess dar

Scheinen die Wutanfälle des Kleinen aus keinem speziellen Grund zu existieren, besteht die Möglichkeit, dass sich der Sprössling abreagieren muss. Stress und heftige Empfindungen brauchen in manchen Fällen ein Ventil, um an die Oberfläche zu gelangen. Dadurch befreit sich der Nachwuchs von negativen Emotionen. Hierbei gilt es, die Rage des Kleinen nicht zu beschwichtigen. Versuchst Du, Deinen Schützling während eines Wutanfalls zu erziehen, nimmst Du ihm erneut die Kontrolle.

Es kommt zu einer Bevormundung, die ebenfalls Ärger bei Deinem Sprössling hervorruft. Bemerkst Du, dass die Rage des Kleinen keinen ersichtlichen Grund aufweist, kannst Du ihn seine Wut ausleben lassen. Jedoch besteht in dem Fall die Notwendigkeit, an der Seite des Kindes zu bleiben. Emotionale Nähe schafft bei dem Nachwuchs Sicherheit, sodass es ihm gelingt, seine Empfindungen besser zu identifizieren. Zudem benötigen die Kleinen nach dem Schreien und Toben tröstende Worte oder Aufmunterung.

 

Die Wut unterstützt die Schützlinge dabei, heftige Emotionen zu verarbeiten. Aus dem Grund handelt es sich bei einem Zornanfall um einen wesentlichen Heilungsprozess, den Du in keinem Fall unterbinden solltest. Bemerkst Du, dass sich der Ärger des Sprösslings über einen längeren Zeitraum nicht legt, können sachliche Worte die Situation bereinigen. Drücken sich die Kinder statt mit Weinen verbal aus, erleichtert dies die Kommunikation zwischen Eltern und Kindern.

Aus dem Grund lohnt es sich, dem Nachwuchs ausreichend Zeit für eine Erklärung zu geben. Auch nach dem Weinen besteht für die Erziehungsberechtigten die Möglichkeit, die Ursache für die Rage in Erfahrung zu bringen. Auf diese Weise gelingt es ihnen, spätere Wutanfälle abzuwehren. Zugleich sorgt ein ruhiges Gespräch für die Bildung von Vertrauen, sodass es zu einer verstärkten Eltern-Kind-Beziehung kommt.

In keinem Fall solltest Du Deinen Nachwuchs nach einem Wutanfall bestrafen, weil sich dadurch erneuter Frust bildet. Entstehen bei Eltern und Sprösslingen negative Gefühle, besteht zusätzlich das Risiko, dass sie sich in die Wut hineinsteigern. Aus einem geringen Anlass entsteht in dem Fall ein handfester Streit. Um das zu vermeiden, solltest Du daran denken, dass es sich bei einem Zornanfall um einen normalen Prozess handelt. Nimmst Du ihn nicht persönlich und bewahrst Deine Position als Erziehungsberechtigter ruhig und sachlich, steht einer unkomplizierten Lösung nichts im Weg.

 

weiterführend:

http://www.arbor-verlag.de/wutanfall-als-heilungsprozess

http://www.kindergartenpaedagogik.de/2192.html

Letzte Aktualisierung am

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