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Wie man Kindern spielerisch das Uhrlesen beibringen kann

In ihren ersten Lebensjahren leben Deine Kinder in den Tag hinein. Sie warten ab, was es Neues zu entdecken gibt. Deinen Nachwuchs kümmert es nicht, wie viel Zeit währenddessen vergeht. Spätestens, wenn die Schulzeit beginnt, beschäftigt ihn zum ersten Mal das Thema Pünktlichkeit. Um die Schulstunden vergehen zu sehen, lohnt es sich, zum Lesen der Uhr in der Lage zu sein. Wie Du spielerisch und erfolgreich mit Deinem Kind die Uhr lernst, erfährst Du im Folgenden.

Uhrzeit beibringen
Ich kann die Uhr © st-fotograf – Fotolia.com

 

Voraussetzungen zum Lesen der Uhr

Kinder entwickeln ab etwa dem Eintritt in die Schule langsam ein Zeitverständnis. Auf dem Level eines Erwachsenen sind sie durchschnittlich im Alter von neun Jahren. Einige sind früher daran interessiert, wie die Zeit funktioniert, andere später. Setze Dein Kind mit dem Lernen der Uhr nicht unter Druck. Sich mit der Uhrzeit auseinanderzusetzen, bedeutet für Kinder einen großen Schritt in Richtung Selbstständigkeit und Eigenverantwortung. Zwingst Du sie frühzeitig, das Lesen der Uhr zu üben, fühlen sie sich möglicherweise schnell überfordert.

Ab einem Alter von fünf Jahren interessiert sich der größte Teil aller Kinder für die Uhrzeit. Du erkennst das an Fragen wie: „Wann gibt es Essen?“, „Wie lange dauert die Fahrt zu Oma und Opa?“ oder „Wann kommt Papa nach Hause?“. Anforderungen, wie einen Bus erreichen zu müssen oder zu einer bestimmten Uhrzeit beim Sporttraining zu sein, erzeugen die Notwendigkeit, die Uhr zu kennen. Voraussetzung dafür, dass Dein Kind mit dem Lernen der Uhr beginnt, ist, dass es die Zahlen von 1 bis 24 zu lesen und zu verstehen vermag. Besteht zusätzlich Interesse an der Uhrzeit, ist Dein Nachwuchs bereit, die Uhr lesen zu lernen.

Am Anfang steht das Zeitverständnis

Um Deinem Kind beizubringen, wie es die Uhr liest, brauchst Du Geduld und Einfühlungs-Vermögen. Als Erwachsener ist Dein Zeitgefühl für Dich selbstverständlich. Deinem Nachwuchs geht es da anders. Er versteht noch nicht, wie lange eine Stunde dauert, und wie kurz eine Minute ist. Dieses Gefühl vermittelst Du Deinem Sohn oder Deiner Tochter, indem Du mit ihm oder ihr ein paar Übungen machst.

Probiere gemeinsam mit Deinem Nachwuchs einmal Folgendes aus:

  • eine Minute lang still sitzen,
  • eine Minute lang auf einem Bein stehen,
  • eine Minute lang nicht lachen,
  • eine Minute schweigen.

Das Ganze variierst Du zeitlich, um in Deinem Kind ein Verständnis dafür zu erzeugen, wie lange eine Minute oder auch 5 Minuten oder eine halbe Stunde dauern. Beantworte Fragen, wie beispielsweise danach, wie lange der Schulweg dauert, mit „halb so lange wie der Weg zu Oma und Opa“. Sie erhalten auf diese Weise das Interesse Ihres Kindes an der Uhrzeit aufrecht.

 

Die analoge Uhr erleichtert das Lernen

Besitzt Dein Nachwuchs ein grobes Verständnis für die Länge von Stunden und Minuten, beginnst Du, mit Deinem Kind die Uhrzeit zu lernen. Dazu eignet sich am besten eine große analoge Uhr. Idealerweise bastelst Du zusammen mit Deinem Sprössling eine schöne bunte Uhr aus Pappe mit einem großen und einem kleinen Zeiger. Den Sekundenzeiger blendest Du zunächst aus.

Lerne zuerst mit Deinem Kind die Bedeutung der vollen Stunden. Anschließend erklärst Du die Formulierungen der halben und viertel Stunden. Dies erfordert in der Regel einiges an Übung. Sei geduldig. Erinnere Dein Kind stetig, aber spielerisch an sein Vorhaben. Die erste eigene Armbanduhr erhöht die Motivation.

Verschiedene Hilfsmittel erleichtern das Lernen der Uhr für Dein Kind zusätzlich. Bücher, in denen die Lieblingshelden Deines Nachwuchses ihm in liebevollen Illustrationen die Uhrzeit erklären, machen das Lernen zum großen Abenteuer. Lernspiele wie „Wer kennt die Uhr?“ für die ganze Familie sind hilfreich und bringen Spaß.

 

Spielerisch die Uhr lernen

Mit Geduld und etwas Übung lernt Dein Kind die Uhr erfolgreich. Bereit ist es dafür, sobald es die Zahlen von 1 bis 24 kennt und sich für die Uhrzeit interessiert. Mit verschiedenen Hilfsmitteln unterstützt Du Deinen Nachwuchs beim erfolgreichen Lernen. Bücher und Spiele erfreuen sich bei Kindern großer Beliebtheit.

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