Wenn Kinder rauchen – diese 5 Tipps helfen uns Eltern!

Der Nachwuchs kommt nach Hause und riecht nach Zigarettenrauch. Er hustet vermehrt und bittet öfter um Geld. Diese Anzeichen sprechen dafür, dass Dein Kind das Rauchen ausprobiert. Für Eltern handelt es sich um eine erschreckende Vorstellung. Dass Jugendliche sich für Zigaretten interessieren und sich an die legale Droge heranwagen, stellt jedoch keine Seltenheit dar. Zum Teil greifen die Sprösslinge bereits ab elf Jahren zu den „Glimmstängeln“, um den Freunden zu imponieren.

rauchender Teenager
Wenn Teenager rauchen!? Copyright: motortion, bigstockphoto

Was Eltern zum Rauchen wissen sollten:

  • Alter: Ab dem Teenageralter gewinnt das Rauchen für Jungen und Mädchen an Attraktivität. Zum Teil greifen Kinder ab dem elften Lebensjahr zur ersten Zigarette. Dafür gibt es unterschiedliche Gründe. Neben Neugier gehört Gruppenzwang zu den Hauptgründen für das Rauchen bei Minderjährigen.
  • Folgen: Beginnen Kinder frühzeitig mit dem Rauchen, drohen schnell Komplikationen an den inneren Organen. Die Lunge ist bei Minderjährigen nicht ausgewachsen und daher für die Giftstoffe in Zigaretten besonders empfindlich. Nikotin und andere Inhaltsstoffe können bei Kindern größere Schäden als bei Erwachsenen auslösen.
  • Reaktion: Stellen Eltern fest, dass der Nachwuchs raucht, gehören Angst und Ärger zu den ersten Reaktionen. Aus Sorge um das Kind stellen sie es wütend zur Rede. Allerdings drängen sie den Sprössling mit diesem „Frontalangriff“ in eine Verteidigungshaltung, die schlimmsten Fall die Fronten verhärtet.

Wenn dein Teenager raucht – 5 Tipps für Eltern

1. Ruhe bewahren und das Gespräch suchen

Vermutest Du, dass Dein Kind raucht, empfiehlt sich ein klärendes Gespräch mit dem Nachwuchs. Vermeide es, dein Kind zwischen Tür und Angel zur Rede zu stellen. Fühlt er sich unter Druck gesetzt, flüchtet er sich in Unwahrheiten oder zieht sich zurück.

Daher ergibt es Sinn, eine entspannte Gesprächssituation zu schaffen. In dieser fragst Du Dein Kind, ob es raucht. Befürchtet es keinen lautstarken Streit oder Strafen, vertraut es sich Dir an. Das schafft die Basis dafür, der unliebsamen Angewohnheit auf den Grund zu gehen.

2. Die Gründe für das Rauchen in Erfahrung bringen

Während mehrerer gemeinsamer Gespräche findest Du durch Nachfragen heraus, warum Deinem Nachwuchs das Rauchen gefällt. Frage wertfrei, was es bei Zigaretten mag oder als cool empfindet. Kennst Du die Gründe für diese Sucht, fällt es leichter, den Sprössling zu einem Rauchstopp zu bewegen.

Zum Teil assoziieren Kinder das Rauchen mit dem Erwachsensein. Sie orientieren sich an ihren Idolen. Rauchen diese, strebt der Nachwuchs dem vermeintlichen Idealbild nach. Sofern mehrere Personen im Freundeskreis der Sprösslinge rauchen, fühlen diese sich unter Druck gesetzt. Sie greifen aus Furcht, die Achtung der Gruppe zu verlieren, ebenfalls zur Zigarette.

3. Aufklären, aber keine Ängste schüren

Obgleich das Ziel der Eltern darin besteht, dem Nachwuchs Zigaretten auszureden, stellen Drohungen oder drastische Zukunftsschilderungen den falschen Weg dar. Langfristige Folgen wie Lungenkrebs oder eine Raucherlunge sind zu abstrakt und damit uninteressant für Kinder mit elf Jahren.

Erkläre Deinem Kind sachlich, welche gesundheitlichen Schäden Rauchen kurzfristig anrichtet. Ebenso ergibt es Sinn, auf unliebsame Nebeneffekte wie unangenehmen Mundgeruch oder die ständige Ebbe im Portemonnaie zu verweisen.

4. Mit Gegenwehr und Ausflüchten rechnen

Mit dem Rauchen versuchen Kinder zum Teil, sich von den Eltern zu emanzipieren. Es stellt für sie den Schritt zum Erwachsensein dar, sodass sie die Angewohnheit nicht aufgeben wollen. Sprichst Du Deinen Sprössling auf das Rauchen an, reagiert er daher unter Umständen unwirsch, streitet alles ab oder verstrickt sich in Lügen.

Bestrafst Du sein Verhalten, treibst Du den Nachwuchs in einen Kreislauf aus Gegenwehr. Reagiere verständnisvoll, suche aber immer wieder ruhig das Gespräch.

5. Anreize für einen Rauchstopp schaffen

Mit Drohungen und Strafen setzt Du ein Rauchverbot bei Deinem Kind nicht durch. Die bessere Alternative besteht darin, den Nachwuchs zum eigenständigen Rauchstopp zu animieren. Das gelingt mit Anreizen, die dem Sprössling den Weg zum Erwachsensein ebnen. Beispielsweise versprichst Du dem Kind, das Geld, das es durch den Verzicht auf Zigaretten spart, zu verdoppeln, um gemeinsam etwas Schönes zu unternehmen.

Andere Privilegien für Elfjährige sind längere Spielzeiten mit Freunden oder ein eigenes Haustier. Beobachte, ob sich das Kind an die Vereinbarung hält. Bei einem Rückfall gilt es, erneut das Gespräch zu suchen und unter Umständen Privilegien zu kürzen.