Ab wann dürfen Kinder auf die vorderen Auto-Sitze?

Als Vater sind Sie ein großes Vorbild für Ihr Kind. Gerade Jungen ahmen den Vater nach und vieles was Sie tun, spiegelt sich in Ihrem Kind wieder. Beim Autofahren ist es der Fall, dass das Kind lieber vorne auf dem Beifahrersitz mitfährt. Die Aussicht ist viel besser, und wenn die Eltern vorne sitzen, will Ihr Kind auch dieses Recht haben. Sie stellen sich somit die Frage: Ab wie viel Jahren darf ein Kind vorne sitzen?

Informieren Sie sich gut, denn nicht nur die Sicherheit Ihres Kindes ist auf diesem Platz gefährdet. Unter Umständen droht Ihnen eine teure Geldbuße, wenn Sie die Sicherheits-Vorschriften nicht beachten.

Kindersitz vorn oder Sitz-Erhöhung?

Junge am Lenkrad

Es gibt zwei Möglichkeiten, Ihr Kind im Auto zu transportieren. Entweder verwenden Sie einen Kindersitz oder eine Sitz-Erhöhung. Kindersitze sind in Gewichtsklassen unterteilt. Die Sitz-Erhöhung fällt in die Gewichtsklasse zwei und drei und ist für Kinder ab einem Körpergewicht von 15 Kilogramm zulässig. Während der Kindersitz seitlichen Schutz bietet, ist die Sitz-Erhöhung da, damit der Sicherheitsgurt über die Schulter des Kindes verläuft. Ohne eine Erhöhung liegt der Gurt am Hals an oder das Kind schlupft mit dem Kopf unten durch. So bietet der Sicherheitsgurt bei einem Auffahrunfall oder plötzlichem Bremsen keinen guten Rückhalt.

Grundsätzlich dürfen Sie beide Varianten auf dem Beifahrersitz platzieren. Das Kind oder den Sitz fixieren Sie mit dem Dreipunktgurt. Sie als Vater achten darauf, dass der Fahrersitz nicht zu weit vorne ist. Bedenken Sie, dass ein aufgehender Airbag Gefahr für das Kind bedeutet, wenn es zu weit vorne sitzt. Auch besteht die Möglichkeit, dass das Kind bei einem abrupten Bremsen mit dem Kopf gegen das Armaturenbrett stößt. Deshalb schieben Sie den Sitz weit nach hinten, dass der Anschnallgurt Sicherheit bietet, das Kind aber nicht zu weit vorne sitzt.

 

Darf die Babyschale auf den Beifahrersitz

Fährt Ihr Baby in der Babyschale mit, muss es mit dem Blick zur Rückenlehne auf dem Sitz stehen. Der Dreipunktgurt sichert die Schale. Hier sieht der Gesetzgeber strengere Richtlinien vor. So darf eine Babyschale auf dem Beifahrersitz stehen, wenn der Airbag auf dieser Seite deaktiviert ist. Das hat seinen Grund, denn es besteht die Gefahr, dass der aufgehende Airbag das Baby erdrückt.

Die Werkstatt schaltet Ihnen den Airbag aus, bei manchen Automarken, deaktivieren Sie ihn mit dem Autoschlüssel. Besteht diese Möglichkeit nicht, nimmt die Babyschale auf der Rückbank Platz.

 

Sind Kinder auf dem Rücksitz im Auto sicherer?

Natürlich macht es Ihrem Kind Freude, vorne neben Ihnen zu sitzen. Bedenken Sie, dass die hintere Sitzreihe mehr Sicherheit bietet. Bei einem Auffahr-Unfall, ob von vorne oder hinten, ist das Kind besser geschützt, weil es in der Mitte des Fahrzeuges sitzt.

Beachten Sie, dass auch hinten ein Kindersitz oder eine Sitz-Erhöhung Pflicht ist. Kinder ab einer Körpergröße von 1,50 Metern oder ab der Vollendung des 12. Lebensjahres dürfen Sie ohne zusätzliche Sicherungssysteme transportieren. Hat Ihr Kind das 12. Lebensjahr vollendet, aber noch keine Größe von 1,50 Metern, liegt es in Ihrer Entscheidung. Sicherer ist in diesem Fall eine Sitz-Erhöhung, damit der Sicherheitsgurt das Kind, bei einem Unfall nicht stranguliert.

Ab wie viel Jahren ein Kind vorne im Auto sitzen darf, ist somit gesetzlich nicht geregelt. Die Sicherheits-Vorschriften allerdings schon.

Gefahr im Auto für Kinder
Das Kind auf dem Schoss ist nicht sicher!

 

Überblick für den sicheren Transport von Kindern im Auto

  • Eine Babyschale darf mit deaktiviertem Airbag entgegen der Fahrtrichtung vorne stehen.
  • Ein Kindersitz oder eine Sitz-Erhöhung ist Pflicht.
  • Ab einer Größe von 1,50 Metern darf das Kind ohne Sitz-Erhöhung sitzen.
  • Die Rückbank ist trotz aller Vorsichtsmaßnahmen der sicherere Platz.

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