Stolze Eltern auf die Entwicklung der Kindern zur eigenständigen Persönlichkeit

Vati und Mädchen„Ich bin stolz auf Dich!“ – es gibt niemanden, der diesen Satz nicht gern hört. Kommen die Worte von der Mutter oder dem Vater, nehmen sie für Deinen Nachwuchs einen besonderen Stellenwert ein. Nicht stolz weil ich es mein Besitz ist, ich es für besonders klug oder hübsch halte, nicht weil es Leistungen erbringt – sondern ein Stolz – weil ich es als eigenständigen Menschen betrachten kann – weil es sich abgrenzt – und weil ich ihm soviel Vertrauen und Liebe aber auch Freiraum gegeben habe das mein Kind authentisch und selbstständig denkt und hinterfragt.

Viele Eltern sind stolz auf ihre Kinder, weil sie deren Entwicklung zu eigenständigen Persönlichkeiten miterleben. Deine Sprösslinge lernen durch Erfahrung, ihren eigenen Weg zu gehen.

Vater Kind
Stolzer Papa © pololia – Fotolia.com

Die Ich-Entwicklung von Kindern beginnt früh

Die Bildung einer eigenen Meinung integriert sich fest in die Ich-Entwicklung Deiner Sprösslinge. Hierbei stellst Du zusammen mit Deiner Partnerin die emotionale Stütze für das Kind dar. Die von Euch aufgestellten Regeln und Grenzen geben den Kleinen eine Orientierung. Du förderst auf diese Weise die emotionale Reifung Deiner Kinder.

Sie entwickeln bereits als Kleinkinder einen eigenen Willen und versuchen oftmals lautstark, diesen durchzusetzen. Die Erkenntnis, dass die Sprösslinge hierbei ihre Ich-Entwicklung beginnen, macht Eltern stolz auf die Kinder. Du und Deine Partnerin nehmt Euren Sohn oder Eure Tochter als individuelle Persönlichkeit wahr. Dazu gehört im gleichen Fall, dass ihr dem Kind ausreichend Freiraum gebt, um sich zu entfalten.

 

Kleine Kinder und die Ich-Vorstellung

Gerade junge Eltern wundern sich, dass ihre Kinder bereits in frühen Jahren genau wissen, was sie wollen. Vorlieben und Abneigungen machen Säuglinge beispielsweise durch verschiedene Gesten deutlich. Hier zeigt sich, dass schon Babys aufgrund verschiedener Persönlichkeits-Merkmale voneinander unterscheiden. In diesem Säuglingsalter bemerkt Dein Nachwuchs mehr und mehr, dass sein Verhalten Einfluss auf Dich nimmt.

Das bedeutet, dass Dein Sprössling lernt, sich von Dir und Deiner Partnerin abzugrenzen. In den ersten Lebenswochen erkennen Kinder keinen Unterschied zwischen ihrer eigenen Persönlichkeit und den Bezugspersonen. Sie nehmen sich selbst und die Eltern als eine Einheit wahr. Durch das tägliche Miteinander macht das Kind die Erfahrung, dass sein Verhalten sich auf sein Umfeld auswirkt.

 

Kinder und die Wahrnehmung des eigenen Willens

Nach dem Ich-Gefühl prägt sich bei Kindern die Vorstellung des eigenen Willens. Diese Phase stellt für Dich als Elternteil gleichzeitig emotionalen Stress und eine wunderbare Erfahrung dar. Dein Sprössling macht durch eine ablehnende Haltung deutlich, wenn er vom Spielen genug hat. Essen, das nicht auf Wohlwollen stößt, landet – begleitet von einem protestierenden Schrei – auf dem Fußboden.

In der ersten Zeit, in der die Kleinen versuchen, stets ihren Willen durchzusetzen, schwanken Eltern zwischen zwei Gefühlszuständen. Sie zeigen sich frustriert, da bereits alltägliche Handlungen zu einem Kampf des Willens ausarten. Dennoch sind sie stolz auf das Kind, da es seine eigene Persönlichkeit entwickelt.

Als Vater besteht Deine Aufgabe darin, Dein Kind bei dieser Erfahrung zur Seite zu stehen. Zeige Deinem Sprössling, dass er im Leben verschiedene Alternativen wählen kann. Jedoch obliegt es Dir im gleichen Fall, Grenzen zu ziehen und diese konsequent durchzusetzen. Somit lernt der Nachwuchs, sich in einem sozialen Gefüge zurechtzufinden. Dies erleichtert es Kindern, ihre Persönlichkeit zu entwickeln und sich als Individuum zu erkennen.

 

Die Relevanz von Grenzen bei der Selbstwahrnehmung

Du bist stolz auf das Kind, weil es sich zu einem selbstbestimmten Menschen entwickelt. Bei dieser Entfaltung übernimmst Du als Vater eine wesentliche Rolle. Du leitest Deinen Sprössling an, nach den Normen der Gesellschaft zu leben und dessen ungeachtet eine individuelle Persönlichkeit auszubilden. Hierbei nimmt die Tatsache eine hohe Relevanz ein, dass Du es Deinem Kind ermöglichst, die Welt zu entdecken.

Ab dem fünften Lebensjahr entwickeln Kinder einen Entdeckergeist, der von den Eltern kaum zu bändigen ist. In diesem Lebensabschnitt erhältst Du die Pflicht, Deinem Sprössling diverse Erfahrungen zu ermöglichen. Dabei stellt auch die, eine Grenze aufgezeigt zu bekommen, ein relevantes Lernstadium dar. Ausschließlich dadurch begreift Dein Nachwuchs, dass er sich als eigenständig denkender Mensch in verschiedene Systeme einfügen muss.

Erlaubst Du Deinem Kind irgendetwas nicht, reagiert es mit Enttäuschung und Tränen. Diesen Gefühlen begegnest Du mit Verständnis, bleibst aber konsequent. Durch die aufgestellten Regeln und Normen entwickelt Dein Sohn oder Deine Tochter Vernunft. Dein Nachwuchs beginnt zu hinterfragen, warum Du ihm eine Sache verbietest und versteht die Hintergründe.

Daraus resultiert eine beginnende Selbstständigkeit, die sich mit der Zeit vermehrt ausprägt. Du nimmst an dem Prozess aktiv teil und beobachtest die Lernerfolge Deines Sprösslings. Dabei bemerkst Du, dass auch Dein Kind stolz auf seine eigenen Fortschritte reagiert und somit Deine Anerkennung sucht.

 

Die Selbstwahrnehmung in der Pubertät

Feste Vorstellungen vom Leben besitzen Deine Sprösslinge erst mit dem Beginn der Pubertät. Hier setzen Reifungsprozesse ein, bei denen sich Dein Nachwuchs vom Kind zu einem jungen Erwachsenen entwickelt. Viele dieser Prozesse machen Eltern stolz auf die Jugendlichen. Sie bemerken, dass ihre Sprösslinge aus Erfahrungen und Fehlern lernen.

Zudem erkennen sie, dass die Jugendlichen eine eigene Meinung bilden und sie auch verteidigen. Hierbei kommt es zwischen Eltern und Kindern in der Regel zu Spannungen. Du stellst fest, dass die Ansichten Deiner Kinder sich zunehmend von Deinen Wertvorstellungen unterscheiden. Dabei handelt es sich beispielsweise um:

  • unterschiedliche politische Auffassungen,
  • eine konträre Meinung zur Sexualität,
  • andere Ansichten vom Pflichtgefühl,
  • diverse Vorstellungen vom richtigen Leben
  • und verschieden gesteckte Grenzen.

Als Vater findest Du einen Mittelweg, bei dem Du Deinem Kind als Ansprechpartner zur Seite stehst, es jedoch nicht in der Entscheidungsfindung bevormundest. Dies stellt Eltern häufig vor eine Herausforderung. Teenager brechen aus ihrem behüteten Umfeld aus, um individuelle Erfahrungen zu sammeln und sich zu testen. Bei dieser Art der Persönlichkeits-Findung sehen die Eltern ihren Jugendlichen stolz zu. Jedoch weißt Du instinktiv, wann Du die Rolle des Beobachters aufgibst, um einzugreifen.

 

Ich bin stolz auf mein Kind – die Zusammenfassung

Du warst stolz auf Dein Kind, als es heranwuchs. Jetzt erreichte es das Alter eines Jugendlichen und Stolz ist auch das, was Du augenblicklich für ihn empfindest. Das Gefühl überkommt Dich, weil Dein Kind beim Durchlaufen verschiedener Entwicklungs-Stufen eine individuelle Persönlichkeit entwickelte. Durch Reifungsprozesse entsteht bei Deinem Nachwuchs das vernünftige Denken. Die Kinder hinterfragen Sachverhalte, bilden sich ihre eigenen Meinungen darüber und grenzen sich von Deinen Vorstellungen ab. Als Elternteil bist Du stolz auf diese Lernprozesse, hörst aber nicht auf, Dein Kind aktiv dabei zu begleiten.

 

weiterführend zum Thema:

http://www.uni-potsdam.de/babylab/information/methods/cognition.html

http://www.cens.uni-bonn.de/eine-persoenlichkeit

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