Gesunde Schulkinder – Wie wichtig Ernährung, Bewegung und Schlaf sind:

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Schulkinder Gesundheit, Ernährung, Bewegung und Schlaf Gesundheit und Ernährung – Was kommt in die Brotdose? Wie sorgt man dafür, dass das Kind genug Bewegung und Schlaf bekommt?

Gesundheit und Ernährung des Kindes – beide Themen erhalten im Alltag vieler Familien unabhängig vom Alter des Nachwuchses Bedeutung. Sie verstärkt sich mit dem Schuleintritt. Mit der Schulzeit beginnt für Kinder ein neuer Lebensabschnitt, der im Vergleich zum Kindergarten mehr psychischen Stress mit sich bringt. Eine gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf stärken das Immunsystem der Schulkinder und beugen Krankheit und Fehltagen im Unterricht vor.

Abwehrkräfte stärken – warum ist das in der Schulzeit wichtig?

Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren erleiden im Jahr durchschnittlich fünf bis sechs Erkältungen. Die Anzahl der Infektionen steigt oft an, wenn der Nachwuchs zum ersten Mal eine öffentliche Einrichtung besucht. In Kindergarten und Schule kommt ein Kind mit Gleichaltrigen in engen Kontakt. Dadurch setzt es sich einer Vielzahl an Krankheitserregern aus.

Ohne vorherige Kindergartenzeit beginnt dieses Immuntraining erst in der Schule. Neue Erreger wirken auf die Immunabwehr ein. Dadurch kommt es vor, dass der Nachwuchs im ersten Schuljahr zwölf oder mehr Infekte durchlebt.

Um das Risiko häufiger Erkrankungen im Schulalter zu senken, versuchen die Eltern, das Immunsystem ihres Kindes zu stärken. Das gelingt mit:

  • ausgewogener und gesunder Ernährung
  • ausreichender Flüssigkeitszufuhr
  • Bewegung an der frischen Luft

Ebenso brauchen Kinder nach dem Schultag Zeit, um zu entspannen und neue Energie zu tanken. Das beugt Stress und einer Überbelastung des Immunsystems vor. Gleiches gilt für ausreichend Schlaf, der sich laut einer 2019 veröffentlichten Studie positiv auf die körpereigene Abwehr auswirkt.

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Snacks in den Pausen – wie sieht eine gesunde Brotdose aus?

„Ein voller Bauch studiert nicht gern“, besagt eine bekannte Redewendung aus dem alten Rom. Allerdings stellte die Wissenschaft inzwischen fest, dass es sich dabei um einen Irrtum handelt. Eine Studie aus dem Jahr 2016 offenbarte, dass das „Hungerhormon“ Ghrelin keinen positiven Einfluss auf Kreativität oder Leistungsbereitschaft nimmt.

Daher brauchen Kinder in der Schule spätestens in der Frühstückspause „Nervennahrung“. Gesunde und nährstoffreiche Snacks vertreiben das unangenehme Hungergefühl und geben neue Energie.

Im Gegensatz zu anderen Organen fehlt dem menschlichen Gehirn die Fähigkeit, Nährstoffe zu speichern. Ohne eine ausgewogene Ernährung drohen Schülern im Laufe des Tages daher Konzentrationsprobleme. Eltern gehen dagegen vor, indem sie ihnen eine vollwertige Mahlzeit in der Brotdose mitgeben. Dabei kommt es darauf an, dass die Pausensnacks alle Makronährstoffe enthalten:

  • Kohlenhydrate
  • Protein
  • Fett

Eine empfehlenswerte Nährstoffversorgung gelingt mit einem Vollkornbrot, bestrichen mit Butter und belegt mit Lieblingswurst oder -käse des Nachwuchses. Ein zusätzliches Salatblatt, Gurkenscheiben und Paprikastreifen versorgen das Kind mit Vitaminen. Als Proteinquelle kommt ein hart gekochtes Ei infrage.

Neben der Hauptmahlzeit freuen sich Kinder über ein leckeres Dessert in der Brotbüchse. Gesund und gleichzeitig süß sind Obststücke. Aus Äpfeln, Birnen, Bananen und Trauben bereiten Eltern alternativ einen kleinen Obstsalat zu.

Um das Innere der Brotdose kindgerecht zu gestalten, empfiehlt sich eine bunte Mischung an Lebensmitteln – im wörtlichen Sinn. Verschiedene Farben und Formen bieten einen optischen Reiz und erhöhen dadurch den Spaß am Essen. Ein positiver Nebeneffekt: Freut sich der Nachwuchs täglich aufs Öffnen der Brotdose, sinkt das Risiko, dass er sie zu Hause vergisst.

Wie bekommen Kinder ausreichend Bewegung und Schlaf?

Neben einer ausgewogenen Ernährung nehmen die Bewegung an der frischen Luft und ausreichend Erholungszeit auf das Immunsystem Einfluss. Daher achten die Eltern darauf, den Nachwuchs am Tag zum Spielen im Freien zu motivieren. Ein bis zwei Stunden verbringen Kinder laut Kinderärzten am besten täglich draußen, um:

  • das Immunsystem zu stärken
  • sich auszupowern
  • beim Klettern und Toben Muskulatur und Bewegungsapparat zu trainieren

Das Spielen im Freien motiviert dazu, individuelle Grenzen auszutesten. Dadurch lernen Kinder die eigenen Fähigkeiten kennen und gewinnen Selbstvertrauen.

Fällt es einem Kind schwer, sich allein an der frischen Luft zu beschäftigen, verabreden die Eltern es mit Gleichaltrigen. Vorzugsweise besprechen sie im Vorfeld mit dem Nachwuchs, ob er sich neue Spielkameraden wünscht.

Alternativ nehmen sich Väter Zeit für einen Familiennachmittag. Bei einem gemeinsamen Fußballspiel, einer Runde Fangen oder einem Ausflug in die Natur freuen sich Kinder über viel Bewegung und frische Luft. Ein ähnlicher Effekt entsteht, wenn Väter sie zu einem kindgerechten Gartenprojekt einladen:

  • Gemüsebeet anpflanzen
  • Baumhaus bauen
  • Obst ernten

Um Langeweile zu verhindern, empfehlen sich unterschiedliche Aktivitäten, die den Interessen des Kindes entsprechen.

Verbringt der Nachwuchs am Tag mehrere Stunden beim Spielen im Freien, entsteht ein weiterer positiver Nebeneffekt. Durch die körperliche Aktivität fühlen sich viele Kinder abends müde. Dadurch erhöht sich die Chance, dass sie bereitwillig zur vereinbarten Schlafenszeit ins Bett gehen und auf Diskussionen mit den Eltern verzichten.

Grundschüler zwischen sechs und zehn Jahren benötigen im Schnitt zehn bis elf Stunden Schlaf. Klingelt der Wecker am nächsten Tag um 07.00 Uhr, liegt die empfohlene Zubettgehzeit daher zwischen 20.00 und 21.00 Uhr.

Quellen:

Deutschland, R. (2023, November 3). Schulstart: Was soll in die Brotdose? Kreative und gesunde Rezepte für Schule und Kita. RND.de. https://www.rnd.de/familie/schulstart-was-soll-in-die-brotdose-kreative-und-gesunde-rezepte-fuer-schule-und-kita-KZYRSTV5HK5ZRXVLSLCN5RWUTQ.html (abgerufen am 14.11.2023)Dimitrov, S. (2019, February 12). Gαs-coupled receptor signaling and sleep regulate integrin activation of human antigen-specific T cells. JEM.

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