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Was müssen Eltern wissen die Ihr Kind an einem Schüleraustausch teilnehmen lassen?

Viele Eltern fragen sich, ab wann ihr Kind reif ist für einen Schüleraustausch. „Meine Tochter ist 12 – viel zu früh, um allein zu verreisen!“ … oder nicht? Wir machten uns Gedanken zu diesem Thema. Heutzutage nimmt beinahe jedes Kind an einem Schüleraustausch teil. Die Angebote sind breit gefächert – viele Anbieter nehmen erst Kinder zwischen 15 und 18 Jahren auf.

Es beginnt bei Klassenreisen ins nahe Ausland und anschließendem Gegenbesuch. Immer mehr ältere Kinder verbringen ein ganzes Jahr bei einer Gastfamilie. In der globalisierten Welt ist dies eine hervorragende Vorbereitung auf das Leben. Arbeitsplätze finden junge Erwachsene zunehmend im Ausland. Fremde Sprachen zu sprechen, ist ein Muss, andere Kulturen zu kennen, immens wichtig.

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Austausch von Schülern
Ab in die Welt | Urheber: maxximmm, fotolia.com

Ab welchem Alter geht ein Schüleraustausch?

Auch wenn viele Anbieter erst Schüler im Alter von 15 bis 18 Jahren einen Schüleraustausch anbieten, geht es doch auch schon ehern.  Einige Angebote richten sich an Schüler ab 12 Jahren – Eltern sollten also genau recherchieren was die Bedingungen für den Austausch sind.

Schüleraustausch ab 12 Jahren:

Hier einige Beispiele:

www.gls-sprachenzentrum.de

www.global-youth-group.de

 

Schüleraustausch was ist zu beachten?

Ein solcher Schüleraustausch will gut vorbereitet sein – je jünger das Kind ist, desto mehr gibt es zu beachten. Die organisatorischen Einzelheiten folgen später. Am Anfang stehen intensive Gespräche zwischen Vater/Eltern und Tochter. In denen geht es um Emotionales. „Das kleine Mädchen allein in einer fremden Stadt, einem fremden Land – was kann da alles passieren?“ fragst Du Dich als Vater.

Du weißt, irgendwann geht Deine Tochter ihre eigenen Wege – aber muss das so früh sein? Gehen Dir solche Gedanken durch den Kopf, überleg Dir: Will ich mein Kind nicht loslassen oder ist es objektiv zu früh? Hinterfrage Dich selbst! Sobald Du weißt, welche Ängste Du hast und woher sie kommen, siehst Du den Wunsch Deiner Tochter mit anderen Augen.

 

Was bringt ein Schüleraustausch – Eine gute Vorbereitung auf das Leben?

Einen Hinweis gibt die Tatsache, dass dieser Wunsch von Deiner Tochter ausgeht. Deine Tochter will mit zum Schüleraustausch! Das bedeutet, sie ist neugierig. Sie hat keine Angst, den elterlichen Schutzschirm zu verlassen. Das ist ein gutes Zeichen … auch wenn Du als Vater Dich daran gewöhnt hast, Deine schützende Hand über sie zu halten. Kläre genau, ob ihr Wunsch eine „Eintagsfliege“ ist, deren Attraktivität wieder nachlässt.

Meist ist ein Schüleraustausch für Deine Tochter das erste Mal, dass sie dauerhaft von zu Hause fort ist. Dann frage Dich: Übernachtet sie öfter bei Freunden – und funktioniert dies problemlos? Kommt Sie gut mit Menschen klar, die sie nicht gut kennt? Fragt sie nach, wenn sie etwas braucht? Fahren gleichaltrige Kinder mit, die Deine Tochter kennt? Ist das nicht der Fall, rechne mit Problemen in fremder Umgebung. Leidet Deine Tochter unter Allergien oder chronischen Krankheiten? Wie ist in diesem Fall die medizinische Versorgung am Zielort?

Falls Du an diesem Punkt der Überlegungen gegen den Schüleraustausch entscheidest, heißt es in anderer Form aktiv werden: Lass Freundinnen bei ihr übernachten. Sorge dafür, dass sie öfter und länger von zu Hause weg ist. Schicke sie zu einer Jugendfreizeit oder in einen Sportverein. Dann ist sie im nächsten Jahr bereit zum Schüleraustausch. Entscheidest Du Dich doch dafür: Überlege gut, wie weit entfernt Deine Tochter ist. Bist Du in der Lage, sie notfalls mit dem Auto abzuholen?

 

Voraussetzung beim Schüleraustausch

Die emotionalen Fragen sind geklärt und die persönlichen KO-Kriterien abgehakt – jetzt kommt das Organisatorische. Hier ist eine Menge zu beachten – und noch mehr, wenn Deine Tochter erst acht ist. Viele Pläne sind nicht durchführbar. Sprich schon im Vorfeld darüber, dann bleiben Enttäuschungen aus.

Die meisten Organisationen, die Schüleraustausch anbieten, setzen das Mindestalter mit 12 Jahren fest. In vielen Fällen ist an dieser Stelle das Thema vorerst beendet. Möglicherweise bietet die Schule Deiner Tochter oder eine Jugendgruppe dieses Abenteuer an. Austausch auf Initiative der Schule bedeutet meist, dass bereits Erfahrung in der Organisation solcher Reisen besteht.

 

Informiere Dich vor einer Entscheidung darüber,

  • wie weit die Reise geht,
  • wie lange die Reise dauert,
  • wer Deine Tochter begleitet,
  • wo Deine Tochter wohnt,
  • ob gleichaltrige Kinder in einer Gastfamilie leben,
  • ob Deine Tochter allein oder mit anderen Kindern aus Ihrer Klasse wohnt,
  • welche Aktivitäten während des Austauschs stattfinden,
  • was dieser kostet,
  • ob Du in der Lage bist, Deine Tochter vorzeitig abzuholen,
  • ob Du ausreichend Platz hast, eines oder mehrere Kinder bei einem Gegenbesuch aufzunehmen,
  • ob die Gastfamilie Deutsch spricht,
  • welche Papiere Deine Tochter benötigt (Kinderpass, Impfpässe).

 

Die Chance auf eine großartige Erfahrung – bei guter Vorbereitung

Das Angebot zum Schüleraustausch für Kinder durch eine Schule ist in der Regel direkt in der Schule zu erfragen. Neben den von Anfang an begeisterten Kindern haben die Eltern damit die Möglichkeit, sich direkt auf die Erfahrungen der Schule zu verlassen. Dazu veranstalten die Schule bzw. die Organisatoren normalerweise einen Elternabend. Dies ist die Gelegenheit, sich mit anderen Eltern auszutauschen und weitere Fragen zu klären. Dort gibt es vollständige Checklisten und alle notwendigen Informationen. Nimm an dieser Veranstaltung teil, auch wenn Du Dich dagegen entscheidest, dass Deine Tochter mitfährt. Für eine spätere Austauschfahrt weißt Du dann bestens Bescheid.

Es geht los!

Beim Schüleraustausch der erste Kontakt mit der Gastfamilie

Es steht fest! Deine Tochter geht auf Schüleraustausch. Nimm Kontakt mit der Gastfamilie auf. E-Mail und Skype erlauben ein vorheriges Kennenlernen. So fällt die reale Situation viel leichter und der Abschied von Deiner Tochter Euch beiden viel leichter. Schüleraustausch bietet eine hervorragende Gelegenheit, andere Kulturen und Sprachen kennenzulernen – bei passender Organisation auch für Achtjährige. Die Grenzen in Europa bestehen nicht mehr und die Entfernung zu anderen Kontinenten schmilzt. Bereite Deine Tochter darauf vor … und genieße die Zeit ohne sie – selbst wenn es schwerfällt!

 

Redaktion: M.Foerster, veröffentlicht von  A. Nilsson

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