Regeln für 16-Jährige – diese Freiheiten und Aufgaben sind jetzt dran

Wir zeigen welche Regeln ab 16 Jahre gelten und welche Aufgaben und Freiheiten für 16-Jährige Jugendliche angesagt sind. Mit 16 Jahren gelten Jugendliche als junge Erwachsene. Sie genießen viele Freiheiten, die den Eltern zum Teil Sorgen bereiten. Ausgehen bis Mitternacht und der Kauf von Alkohol bergen Konfliktpotenzial innerhalb der Familie. Damit es zwischen Eltern und Teenagern nicht zum Streit oder gar zum Bruch kommt, helfen klare Regeln.

Diskothek ab 16 Jahre, Copyright: Paha_L, bigstockphoto.com

Fünf Regeln für Teenager ab 16 Jahren

1. Party bis Mitternacht: Ausgehzeiten regeln

Mit 16 Jahren dürfen Jugendliche laut dem Gesetz ohne Begleitung der Eltern bis 24.00 Uhr in der Disco tanzen. Die Regeln innerhalb der Familie legen die Familienmitglieder gemeinsam fest. Beispielsweise vereinbaren die Eltern mit ihrem Teenager eine maximale Ausgehzeit bis 23.00 Uhr, wenn der nächste Tag ein Schul- oder Werktag ist. In einem gemeinsamen Gespräch regeln sie, was bei einer Überschreitung der Ausgehzeiten geschieht.

Hierbei ergibt es Sinn, den Teenager in die Entscheidung einzubeziehen. Das stärkt sein Verantwortungsgefühl. Im Gegenzug verzichten die Eltern auf Kontrollanrufe, während sich ihr Kind mit Freunden in der Disco trifft. Durch ihr Vertrauen machen sie deutlich, dass sie den Jugendlichen für verantwortungsbewusst halten.

2. Hoch die Tassen: Regeln zum Alkoholkonsum

Ab dem 16. Geburtstag dürfen Jugendliche in Deutschland allein Sekt, Bier oder Wein kaufen. Obgleich ihnen Getränke mit hohem Alkoholgehalt wie Longdrinks oder Schnaps verwehrt bleiben, schürt der mögliche Alkoholgenuss die Ängste der Eltern. Ein Gespräch mit dem Teenager hilft, Regeln für dessen Trinkverhalten aufzustellen. In dessen Rahmen klären die Eltern ihn ebenfalls über die Gefahren übermäßigen Alkoholkonsums und ihre Meinung zum Alkohol auf.

Trinken Jugendliche mit 16 Jahren regelmäßig Bier oder Wein, stoßen Verbote oder Vorhaltungen der Eltern auf taube Ohren. In dem Fall ergibt es Sinn, sich mit dem Teenager auf ein Mindestmaß an Alkoholgenuss zu einigen. Die Vereinbarung lautet beispielsweise, nur an den Wochenenden ein oder zwei Bier zu trinken.

3. Vertrauen ist gut: Balance zwischen Freiheit und Kontrolle

Jugendliche streben zunehmend nach Unabhängigkeit. Sie suchen abseits der Familie nach Bezugspersonen und gehen eigenen Hobbys nach. Diese Freiheiten sind für ihre Entwicklung relevant, verunsichern jedoch viele Eltern. Sie fürchten, dass der Umgang ihre Kinder negativ beeinflusst. Daher ergibt es Sinn, sich über die Clique der Teenager zu informieren. Sie fordern von ihnen, ihnen einzelne Freunde vorzustellen.

Des Weiteren fragen die Eltern, wann sich ihr Kind mit wem trifft. Sie informieren sich ebenfalls darüber, was die Jugendlichen unternehmen. Beispielsweise sendet der Teenager eine SMS oder Whatsapp-Nachricht, um die Eltern über seinen Verbleib zu unterrichten. Das ermöglicht es ihnen, Risiken abzuschätzen. Gleichzeitig spürt ihr Kind die elterliche Sorge und fühlt sich wertgeschätzt und geborgen.

4. Finanzielle Freiheit: Taschengeld und Nebenjob besprechen

Die materiellen Wünsche Jugendlicher gestalten sich oftmals teurer als bei Kindern. Ein monatliches Taschengeld zwischen 35 und 60 Euro hilft ihnen, die Kosten für Unterhaltungsmedien oder andere private Anschaffungen zu decken. Was sich der Teenager für das Geld kauft, können die Eltern nicht beeinflussen. Gefällt es ihnen nicht, dass er Zigaretten oder Alkohol erwirbt, hilft ein klärendes Gespräch.

Ist der Teenager nicht mehr vollzeitschulpflichtig, kann er acht Stunden am Tag eigenes Geld verdienen. Eine wöchentliche Arbeitszeit von 40 Stunden darf er nicht überschreiten. Die Eltern haben keine Handhabe darauf, wofür der Jugendliche Lohn oder Gehalt ausgibt. Dennoch beeinflussen sie mit fairen Regeln sein Verhalten. Beispielsweise verbieten sie ihm den Genuss von Alkohol oder Zigaretten in seinem Zimmer.

5. Rechte und Pflichten: Schule und Freizeit unter einen Hut bringen

Mit 16 Jahren rückt bei vielen Jugendlichen die schulische Leistung in den Hintergrund. Ihr Interesse liegt auf der ersten Liebe, der Clique oder Freizeitspaß. Damit die Noten nicht abrutschen, regeln die Eltern mit ihnen Lernzeiten. Beispielsweise vereinbaren sie, dass sich der Teenager erst nach den Hausaufgaben mit Freunden trifft. Feste zeitliche Vorgaben erweisen sich als kontraproduktiv, da das Kind sie als einengend empfinden kann.