5 Regeln für 14-Jährige Jugendliche – diese Freiheiten und Aufgaben sind jetzt dran

Wir zeigen Dir wie viel Freiheiten Jugendliche ab 14 Jahre haben sollten und mit welchen Regeln 14-Jährige Mädchen und Jungen im Alltag klarkommen.

Mit Vollendung des 14. Lebensjahrs sind Kinder mündige Minderjährige. Das beinhaltet mehr Freiheiten und Pflichten als bei Unmündigen. Abhängig von der geistigen Reife der Jugendlichen handeln die Eltern mit ihnen neue Regeln aus. Diese betreffen beispielsweise die Ausgehzeiten, die Aufgaben im Haushalt sowie den Besuch von Partys und Events.

Regeln für 14-Jährige Jugendliche
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5 Regeln für Teenager ab 14 Jahren

1. Ausgehzeiten auf 22.00 Uhr erweitern

Ab 14 Jahren erlaubt der Gesetzgeber, dass Kinder bis 22.00 Uhr im Kino einen Film ansehen oder in Begleitung Volljähriger eine Disco besuchen. Daher ergibt es Sinn, die Ausgehzeit der Jugendlichen auf diese Uhrzeit zu verlängern. Sofern sie sich nicht in Gefahr begeben, sollten die Eltern ihre Freizeitaktivitäten nicht einschränken. Diese Freiheit geht mit mehr Eigenverantwortung des Kindes einher.

Daher klären die Eltern mit diesem, welche Konsequenzen beim Überschreiten der Ausgehzeit drohen. Das Mitbestimmungsrecht beim Aufstellen dieser Regeln stärkt das Verantwortungsgefühl der Teenager.

2. Leichte Aufgaben zum Geldverdienen ab 14 Jahre

Jugendliche ab 13 Jahren dürfen am Tag bis zu zwei Stunden leichte Aufgaben verrichten, um Geld zu verdienen. Darunter fallen alle Tätigkeiten, die als Nachbarschaftshilfe gelten. Beispiele bestehen in:

  • Baby- oder Tiersitting,
  • Nachhilfeunterricht,
  • Einkäufe für Senioren erledigen,
  • Gartenarbeiten verrichten oder
  • Zeitungen austragen.

Um das Taschengeld aufzubessern oder um Verantwortung im Umgang mit Geld zu erlernen, sind diese Mini-Jobs sinnvoll. Die Eltern suchen gemeinsam mit den Kindern nach einer Aufgabe, die deren Interessen und zeitlichen Möglichkeiten entspricht.

Sobald sie eine Tätigkeit finden, bespricht die Familie, wann und wie lange der Teenager diese verrichtet. Sie sollte dessen Entwicklung sowie die schulische Leistung nicht beeinträchtigen.

3. 14-jährigen mehr Verantwortung im Haushalt übertragen

Teenager mit 14 Jahren besitzen ausreichend Reife und Verantwortungsgefühl, um sich aktiv an Haus- und Gartenarbeit zu beteiligen. Sie übernehmen im Vergleich zu früheren Jahren mehr Aufgaben im Haushalt. Diese suchen sie sich selbstständig aus oder legen sie gemeinsam mit den Eltern fest. Mehrere wöchentliche oder eine tägliche Pflicht sind ab diesem Alter vertretbar.

Da die Jugendlichen mehr Verantwortung übernehmen, können die Eltern einen Ausgleich schaffen und ihr Taschengeld erhöhen. Im Durchschnitt empfiehlt sich für Kinder ab 14 Jahren eine monatliche Summe zwischen 35 und 37 Euro. Was sich die Teenager von dem Geld kaufen, unterliegt nicht der Entscheidung der Eltern. Sie vereinbaren können vor der Taschengelderhöhung Regeln aufstellen und verbieten, dass die Kinder das Geld für Alkohol oder Zigaretten ausgeben.

4. Balance zwischen Schule und Freizeit finden

Viele Teenager interessieren sich für sportliche Aktivitäten, den Freundeskreis oder die erste Liebe. Die schulischen Leistungen geraten dadurch ins Hintertreffen. Um einen Leistungsabfall zu vermeiden, vereinbaren die Eltern mit dem Vierzehnjährigen feste Lern- oder Hausaufgabenzeiten. Beispielsweise beschäftigt sich dieser zwei Stunden am Tag mit seinem Schulstoff. Die Zeitspanne erweist sich als wichtiger als eine feste Uhrzeit.

Die Eltern erklären dem Jugendlichen bei dieser Vereinbarung, dass Freizeitaktivitäten von seinen schulischen Leistungen abhängen. Schlechten Schulnoten folgt als Beispiel der Austritt aus dem Sportverein. Dennoch brauchen Kinder außerschulische Aktivitäten, um Kontakte zu knüpfen und ihre Energie zu entladen.

5. Ab 14 Jahre: Konsequenzen für Handlungen gemeinsam festlegen

Ab 14 Jahren sind Kinder in Deutschland strafmündig. Begehen sie eine Straftat oder Ordnungswidrigkeit, können sie zur Verantwortung gezogen werden. Aus dem Grund sollten sich innerhalb der Familie die Konsequenzen für bewusste Fehltritte verschärfen. Macht der Jugendliche mutwillig das Eigentum anderer kaputt oder verletzt Regeln, ahnden die Eltern sein Verhalten beispielsweise mit der Einschränkung von Smartphone- oder PC-Konsum.

Strafen ohne eine Erklärung verhindern die Einsicht des Fehlverhaltens. Aus dem Grund empfehlen sich offene Gespräche zwischen Eltern und Kindern. Um diese in den Alltag zu integrieren, bieten sich feste Familientreffen an. Damit die Teenager lernen, Verantwortung zu übernehmen, bestimmen sie selbstständig über Konsequenzen ihrer Handlungen. Sie geben bei einer Überschreitung der Ausgehzeit beispielsweise freiwillig ihr Smartphone für einen bestimmten Zeitraum ab.