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Probleme mit der Kindergärtnerin – was kannst Du tun?

“Ich will nicht in den Kindergarten” – das ist ein Satz, den Eltern von ihren Kleinen nicht gern hören. Woher kommt der plötzliche Unwillen, die Einrichtung zu besuchen. In einigen Fällen leiden die Sprösslinge im Kindergarten an Problemen mit anderen Kindern. Jedoch kommt es unter Umständen auch zu einem Zwist mit der Erzieherin.

Um dies zu klären, suchst Du als Elternteil das Gespräch mit der Kindergärtnerin. Gemeinsam behebt ihr die Komplikationen, damit Dein Nachwuchs wieder gern in den Kindergarten geht.

Eltern und Erzieherin
Problemklärung in der Kita © Photographee.eu – Fotolia.com

Kinder reagieren sensibel auf Probleme

Probleme im Kindergarten beeinflussen wesentlich den Alltag Deines Sprösslings. Fühlt er sich von der Erzieherin unverstanden oder ignoriert, besucht er die Einrichtung unwillig. Vielleicht bemerkst Du, dass Dein Kind sich in sich gekehrt zeigt. Der Spaß am Spielen geht bei einem gespannten Verhältnis mit einer Bezugsperson ebenso verloren. In der Betreuungs-Einrichtung stellt die Erzieherin diese dar. Bekommt Dein Nachwuchs im Kindergarten Probleme mit einer Kindergärtnerin, ergreifst Du am besten sofortige Maßnahmen.

Eine Veränderung im Verhalten Deines Kindes deutet auf Komplikationen hin. Daher sprichst Du zuerst Deinen Sprössling an. Vielleicht hörst Du bei diesem Gespräch bereits heraus, warum er sich traurig oder introvertiert zeigt. Oftmals reagieren die Kleinen sensibel auf Stimmungen. Erhebt die Erzieherin die Stimme, fühlen sich die Sprösslinge unter Umständen unverstanden oder verängstigt.

Ein gespanntes Verhältnis zu der Kindergärtnerin liegt dabei nicht zwingend an einer persönlichen Auseinandersetzung. In einigen Kindergärten gibt es zu wenig Erzieherinnen. Hier reagieren die Damen aufgrund des höheren Stresslevels vielleicht gereizter. Eine Studie der Bertelsmann Stiftung aus dem Jahr 2014 belegt, dass auf eine Erzieherin neun bis zwölf Kinder kommen (https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2015/august/trotz-positivem-trend-zu-wenig-personal-in-kitas/).

 

So klärst Du Probleme mit der Erzieherin

Leidet Dein Kind unter Problemen im Kindergarten, liegt dies nicht an einer schlechten Betreuung. Stress beeinflusst in einigen Fällen das Verhalten der Erzieherinnen, sodass sie unter Umständen barscher als beabsichtigt reagieren. Damit Dein Nachwuchs dennoch gern diese Einrichtung besucht, klärst Du die Komplikationen zeitnah. Dazu bittest Du die jeweilige Kindergärtnerin um ein Gespräch unter vier Augen. Die Zusammenkunft verläuft zum Wohle des Kindes möglichst konstruktiv.

Um das zu gewährleisten, gibt es mehrere Tipps. Das betrifft zuerst den Zeitpunkt für das Krisengespräch. Anstatt die Erzieherin zwischen Tür und Angel zu konfrontieren, vereinbarst Du mit ihr zusammen einen Termin. Diesen nimmst Du bei Bedarf gemeinsam mit Deiner Partnerin wahr. An einem ungestörten Ort unterhaltet Ihr Euch mit der Erzieherin und geht den Problemen auf den Grund. Nehmt Euch dafür genügend Zeit, um alle Fakten anzusprechen. Bei einer hektischen Unterhaltung fallen Details oftmals unter den Tisch.

Bevor Du das Gespräch suchst, überlegst Du, welche Dinge Du ansprichst. Erwähnte Dein Nachwuchs konkrete Probleme oder handelt es sich um ein allgemeines Gefühl des Unwohlseins? Gestalte die Unterhaltung sachlich und höre Dir die Seite der Kindergärtnerin an. Auf wütende Anschuldigungen reagiert diese vielleicht beleidigt und abwehrend. Nicht alle Probleme im Kindergarten resultieren aus der Aufsicht der Erzieherin. Daher vermeidest Du pauschalisierte Vorwürfe.

Ein persönlicher Angriff drängt die Kindergärtnerin in eine defensive Position. In diesem Fall hilfst Du Deinem Kind nicht. Vielmehr bittest Du die Dame um eine Klärung des Problems und ihre dahin gehende Mithilfe. Auf diese Weise verbesserst Du das Klima in der Einrichtung für Deinen Sprössling. Daher wähle:

  • einen selbstsicheren und dennoch höflichen Ton,
  • greife die Erzieherin nicht persönlich an,
  • sorge für ein freundliches und entspanntes Klima
  • und übe konstruktive Kritik aus.

Was tun, wenn ein Gespräch in der Kita nicht hilft?

In der Regel wünscht sich die Kindergärtnerin das Beste für ihre Schützlinge. Kommt Ihr dennoch nicht auf einen gemeinsamen Nenner, informierst Du die Leitung der Einrichtung. Stoßen die Probleme im Kindergarten bei der Erzieherin auf taube Ohren, hilft die höhere Instanz. In einigen Fällen fühlt sich Dein Nachwuchs in einer anderen Gruppe wohler. Spürst Du bei Deinem Kind danach noch immer Unsicherheit oder Unwohlsein, denkst Du über einen Wechsel der Einrichtung nach.

 

Probleme im Kindergarten – Prognose

Leidet Dein Nachwuchs unter Problemen im Kindergarten, siehst und spürst Du dies in der Regel schnell. Das Verhalten des Kindes verändert sich. Oftmals zeigen sich die Kleinen in diesem Fall introvertiert oder traurig. Um die Komplikationen zu beheben, suchst Du das Gespräch mit der Erzieherin. Die Unterhaltung an einem ungestörten Ort verläuft am besten ruhig und konstruktiv. Daher vermeidest Du pauschalisierte Anschuldigungen. Hören die Probleme nicht auf, wendest Du Dich an die Leitung des Kindergartens.

Buchtipp: Auffälliges Verhalten von Kindern aus systemischer Sicht (Kindergarten heute – Wissen kompakt), 2015 – Michael Pfreunder

 

weiterführend und Quellen:

http://www.netmoms.de/magazin/kinder/kindergarten/6-tipps-fuer-das-gespraech-mit-der-erzieherin/

http://www.elternwissen.com/erziehung-entwicklung/kindergarten/art/tipp/problem-im-kindergarten-so-loesen-sie-es.html

Buch: Auffälliges Verhalten von Kindern aus systemischer Sicht (Kindergarten heute – Wissen kompakt), 2015 – Michael Pfreunder

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