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Schutzmaßnahmen der Eltern um dem plötzlichen Kindstod vorzubeugen

schlaf-kindBei dem plötzlichen Säuglingstod oder Krippentod handelt es sich nicht um eine Krankheit. Stattdessen gilt diese Diagnose für scheinbar gesunde Säuglinge, die ohne vorherige Anzeichen im Schlaf sterben. Die Vorbeugung des Kindstods gelingt Dir mithilfe verschiedener Schlaftipps für das Baby.

Speziell die Wahl der richtigen Schlafgelegenheit erhält eine hohe Priorität, da der plötzliche Kindstod in vielen Fällen nachts auftritt. Zudem achtest Du als Vater auf die Schlafposition Deines Kindes, um das Risiko des Krippentods zu minimieren.

Welche Schlaflage ist die sicherste für das Baby?

Das Risiko des plötzlichen Säuglingstods steigt bei Babys, die auf dem Bauch schlafen. Der Grund hierfür liegt in der Belastung der Atemwege. Daher achtest Du zur Vorbeugung des Kindstods darauf, dass Dein Nachwuchs in der Rückenlage und in einem Baby-Schlafsack schläft.

Schlafendes Kind
Carefree sleep little schlafendes Kleinkind
© Alexandr Vasilyev fotolia

Bei einer oder mehreren Decken besteht die Gefahr, dass das Kind sich diese über das Gesicht zieht. Somit droht der Erstickungstod. Um dem Säuglingstod vorzubeugen, wählst Du einen Baby-Schlafsack, den Du an dem Gitterbettchen befestigst. Auf diese Weise rutscht der Stoff nicht über das Köpfchen Deines Babys.

Weiterhin achtest Du bei einem Schlafsack auf die Breite der Halsöffnung. Trage Sorge dafür, dass die Öffnung sich nicht breiter zeigt als der Kopf Deines Sprösslings. Rutscht das Baby in den Schlafsack, leidet es in der Nacht an Überhitzung.

Das Schlafen in einer zu warmen Umgebung wirkt sich negativ auf den Kreislauf kleiner Kinder aus. Daher regulierst Du als präventive Maßnahme gegen den Krippentod die Raumtemperatur. Das Klima in dem Zimmer des Babys ist am besten kühl, aber nicht kalt. Wähle eine Temperatur zwischen 16 und 19 Grad Celsius und eine Luftfeuchtigkeit von 60 bis 70 Prozent, um Dein Kind zu schützen. Feuchte Luft hält die Schleimhäute der Atemwege gesund. Das Bett steht niemals in der Nähe des Heizkörpers oder in der prallen Sonne.

 

Achte darauf, dass Dein Kind stets frische Luft einatmet. Dies erreichst Du am ehesten durch Stoßlüftung. Dabei öffnest Du das Fenster für kurze Zeit weit. Das Fenster zu kippen reicht nicht aus.

 

Atemkontrolle beugt dem Krippentod vor

Als Vorbeugung des Kindstods eignet sich die Atemkontrolle, während Dein Kind schläft. In den ersten drei Monaten nach der Geburt zeigt sich das Risiko des plötzlichen Säuglingstods am höchsten. Daher überwachst Du in diesem Zeitraum den Schlaf Deines Sprösslings, beispielsweise mit einem handelsüblichen Babyfon. Jedoch hörst Du durch die Technik nicht jeden Atemzug Deines Kindes.

Daher bieten zahlreiche Hersteller für die Atemkontrolle qualitativ hochwertige Geräte an. Dazu gehören Monitore sowie Sensormatten. Das Überwachungs-System erhältst Du in Kombination mit einem Babyfon. Setzt der Atem Deines Kindes aus, schlägt der Apparat sofort Alarm. Im Ernstfall besteht für Dich und Deine Partnerin die Möglichkeit, schnell auf Atemaussetzer des Kleinen zu reagieren.

 

Das Familienbett gilt als sicherer Babyschlafplatz

Lange Zeit galt die Meinung, dass das Schlafen im Familienbett das Risiko des plötzlichen Kindstods erhöht. Jedoch belegt eine Studie des Britischen Kindstod-Forschers Peter Blair die Unbedenklichkeit des Schlafens im Elternbett. Hierbei erhält die Vermeidung der bekannten Risikofaktoren eine hohe Priorität. Das bedeutet, Eltern nehmen das Baby mit in das Familienbett, wenn sie auf Alkohol und Zigaretten verzichten.

Rauchen während der Schwangerschaft und in der Umgebung des Babys erhöht die Gefahr Deines Babys, am plötzlichen Kindstod zu sterben um das 3,4-Fache. Der Aufwachreflex der betroffenen Kinder verzögert sich und Atemstillstände treten vermehrt auf.

Nimmst Du Deinen Säugling mit in das Familienbett, stellt dies laut der Studie eine Vorbeugung des Kindstods dar. Dies liegt an dem veränderten Schlafrhythmus der Eltern, wenn das Baby in dem gemeinsamen Bett schläft. Dein Schlaf zeigt sich leichter, sodass Du sofort auf jede Regung Deines Sprösslings reagierst. Somit stellt das Co-Sleeping keine Gefahr für Dein Baby dar. Um sicherzugehen, holst Du Dein Kind erst ab der achten Lebenswoche mit in das Elternbett.

 

Bis dahin stellst Du das Kinderbett neben dem Euren, um den Schlaf Deines Kindes zu überwachen. Achte auf die Dinge, die Du mit Deiner Partnerin in das Gitterbettchen legt. Die Vorbeugung des Kindstods gelingt Dir, wenn Du das Kinderbett „spartanisch“ einrichtest. Das bedeutet, befinden sich darin keine:

  • Kopfkissen,
  • Decken,
  • lose Laken,
  • weiche Unterpolster, genannt Nestchen,
  • Fellunterlagen,
  • Spielzeuge
  • und Kuscheltiere.

 

Die kuscheligen Accessoires wie Plüschtiere und Kissen bleiben tagsüber im Kinderbett, wenn das Baby wach ist. In dieser Zeit spielt und kuschelt es mit den weichen Dingen. Bemerkst Du, dass Dein Säugling einschläft, entfernst Du sämtliche lose Gegenstände, welche die Atemwege des Sprösslings verschließen. Auf diese Weise sorgst Du für die beste Vorbeugung des Kindstods.

Für die Gesundheit Deines Kindes und zur Prävention des plötzlichen Kindstods empfehlen Wissenschaftler möglichst lange zu stillen. Weniger als zwei Wochen Stillzeit erhöht das Risiko für die Kinder um das 1,7-Fache. Die Wirksamkeit belegten sie in mehreren Studien. Als Nebeneffekt stärkt das Stillen die Mutter-Kind-Beziehung.

Die umstrittenen Schnuller zeigen bei der Vorbeugung des Kindstods ebenso einen positiven Effekt. Laut dem Vorsitzenden des Vereins „Babyhilfe Deutschland“ und Leiter des „Zentrums für Angewandte Prävention“ in Dresden, Prof. Dr. med. Ekkehart Paditz belegen Meta-Studien, dass die Nutzung desselben das Risiko um 30 Prozent senkt.

 

Die Prävention des Krippentods zusammengefasst

Der plötzliche Säuglingstod tritt in der Regel bei Kindern unter dem ersten Lebensjahr auf. Dabei existieren keine Anzeichen, die auf den Tod der Kleinen hinweisen. Als Vorbeugung des Kindstods überwachst Du den Schlaf Deines Babys. Geräte zur Atemkontrolle erleichtern Dir diese Überwachung. Alternativ stellst Du das Babybett neben das Elternbett. In das Familienbett holen Du und Deine Partnerin den Säugling am besten erst nach der achten Lebenswoche.

 

weiterführend:

http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0107799

http://www.babycenter.de/a8750/pl%25C3%25B6tzlicher-kindstod#ixzz3eoNMYVfv

http://www.baby-und-familie.de/gesundheit/Ploetzlicher-Kindstod-Wie-kann-man-vorbeugen-116263.html

http://schlafapnoe-selbsthilfe.ch/cms/fileadmin/user_upload/PDF/474_Sids_Schutz_vor_Ploetzlichem_Kindstod.pdf

http://edoc.ub.uni-muenchen.de/1872/1/Zinka_Bettina.pdf

 

 

 

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