Folgen des Passivrauchen bei Kindern

Rauchen in der Wohnung mit Kindern? So gefährlich ist Passivrauchen für Deine Kinder:

Zigarette und Kind

„Papa, das stinkt!“ Mit mürrisch verzogenem Gesicht wedelt Dein Nachwuchs mit der Hand vor seiner Nase. Der Zigarettenqualm verteilt sich im Zimmer, als Du einen erneuten Zug nimmst. „Schatz, geh doch vor die Tür“, empfiehlt Deine Frau, worauf Du nickst. Mit dieser Entscheidung liegt Ihr beide richtig, denn für Dein Kind ist Passivrauchen schädlich.

Das Risiko gesundheitlicher Probleme erhöht sich drastisch. Daher vermeidet Ihr am besten das Rauchen in der Nähe der Sprösslinge.

Das Passivrauchen als Risiko für Kinder

Passivrauchen
Rauchfreie Umgebung © julaszka – Fotolia.com

Bei einer qualmenden Zigarette treten Tabakstoffe aus, die sich mit der Atemluft innerhalb der Räume mischen. Über die Atemwege Deiner Kinder gelangt dieser Innenschadstoff in den Organismus der Kleinen. Das bedeutet, dass Deine Kinder passivrauchen, wenn Du Dir in ihrer Nähe eine Zigarette genehmigst. Doch welche Folgen erwarten Deinen Nachwuchs?

Kinder reagieren auf die verschiedenen Giftstoffe im Tabak empfindlicher als Erwachsene. Das Passivrauchen belastet ihre gesundheitliche Entwicklung. Beispielsweise besteht die Gefahr, dass es zu Fehlbildungen der Organe, im besonderen Fall der Lunge, kommt.

Schäden durch Passivrauchen bei Kindern

Knapp 50 Prozent der deutschen Kinder unter sechs Jahren besitzen Eltern, die regelmäßig rauchen. Während des Passivrauchens nimmt der Körper der Kleinen die Schadstoffe aus dem Tabakqualm auf. Dies geschieht in einer deutlich höheren Konzentration als bei Erwachsenen.

Dein Kind weist eine höhere Atemfrequenz auf als Deine Partnerin und Du. Somit gelangen mehr Giftstoffe in den jungen Organismus. Der Körper Deines Sprösslings zeigt sich nicht ausreichend entwickelt, um diese Gifte abzubauen. Durch das Passivrauchen gelangt bei Kindern dieselbe Menge Schadstoffe in den Organismus, als würden sie die Zigarette rauchen. Die jeweiligen Gifte weisen Mediziner im Blut jedes Kindes nach, das in einem Raucherhaushalt lebt.

 

So schützt Du Dein Kind vor dem Passivrauchen

Deswegen beschränken viele Eltern das Rauchen auf ein einziges Zimmer in der Wohnung. Doch auf kleinem Raum verstärkt sich die Konzentration der Schadstoffe. Sie setzen sich in Tapeten, Gardinen und Teppichen fest, sodass auch lange Lüftungszeiten nicht helfen. Um Deine Sprösslinge komplett vor dem Passivrauchen zu schützen, verlässt Du am besten die Wohnung, wenn Du Dir eine Zigarette anzündest. Auf dem Balkon, vor der Tür oder im Garten verfliegen die Giftstoffe schneller und Dein Nachwuchs kommt nicht mit ihnen in Kontakt.

Damit verminderst Du das Risiko zahlreicher Folge-Erkrankungen, die Kinder beim Passivrauchen drohen. Neben akuten Krankheiten wie Lungen-Entzündungen kommt es häufig zu chronischen Beschwerden. Eine amerikanische Studie belegt beispielsweise, dass das Passivrauchen bei Kindern die Wahrscheinlichkeit, an Asthma zu erkranken, deutlich erhöht. Weitere Leiden entstehen in Form von:

  • Allergien,
  • chronischer Bronchitis,
  • Schwindel,
  • Kopfschmerzen,
  • Mittelohr-Entzündungen,
  • Husten
  • und Schlafstörungen.

Zudem klagen über einen längeren Zeitraum dem Passivrauchen ausgesetzte Kinder über Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren. Speziell bei Säuglingen erhöht sich das Risiko des plötzlichen Kindstods um das Doppelte, wenn die Eltern in den eigenen vier Wänden rauchen. Das liegt vorwiegend an der Tatsache, dass die Schadstoffe in Zigarettenqualm die körpereigenen Abwehrkräfte schwächen. Diese zeigen sich bei Babys ausschließlich gering ausgeprägt, sodass Krankheitserreger leichter den Zugang zu dem kleinen Organismus finden.

Vor dem Passivrauchen schützt Du Deine Sprösslinge am besten, wenn Du in ihrer Gegenwart vollständig auf das Rauchen verzichtest. Damit bewahrst Du die Gesundheit Deiner Kleinen und nutzt die Zeit für andere Dinge. Gleichzeitig nimmst Du Deine Vorbildfunktion ernst, indem Du Deinen Kindern das Rauchen als Entspannungs-Möglichkeit nicht vorlebst.

 

Das Passivrauchen bei Kindern zusammengefasst

Das Passivrauchen bei Kindern birgt mehr Risiken, als die meisten Eltern ahnen. Selbst beim Rauchen in einem einzigen Raum in Abwesenheit der Kleinen führt zu einer hohen Konzentration der Schadstoffe aus dem Zigarettenqualm. Diese atmen die Sprösslinge spätestens ein, wenn sie den jeweiligen Raum betreten. Infolgedessen drohen akute Beschwerden wie Husten, Schwindel und Kopfschmerzen. Um chronischen Erkrankungen vorzubeugen, rauchst Du am besten außerhalb der Wohnung.

 

weiterführend zum Thema:

http://www.rauchfrei-info.de/informieren/news/detail/news/neue-studie-passivrauchen-und-asthma-bei-kindern/