Die Faszination für Stift und Papier ergreift jedes Kind. Nach anfänglichen wilden, zittrigen Versuchen malt Ihr Kind später Bilder mit erkennbaren Gegenständen. Nachfolgend erhalten Sie Information, wie Sie die Malentwicklung fördern.

Während einige Kinder die für das Malen erforderliche Fein-Motorik selbstständig entwickeln, hängen andere im Prozess der Mal-Entwicklung zurück. Bei Kindern, die zur letztgenannten Kategorie gehören, besteht Bedarf an einer gezielten Förderung. Aus diesem Grund folgt zunächst eine Beschreibung der normalerweise durchlaufenen Phasen in der Entwicklung der Zeichen-Fähigkeiten. Vergleichen Sie die genannten Informationen mit den Gemälden Ihres Kindes. Dadurch erkennen Sie, ob es sich empfiehlt, intensiv und gezielt dessen Mal-Entwicklung zu fördern.

Die kindliche Malentwicklung fördern: Loben, motivieren und Leistung anerkennen

Malentwicklung bei Kindern
Malen fördert Kreativität © Maksim Kostenko – Fotolia.com

Kinder malen ab dem zweiten Lebensjahr

Ab dem Alter zwischen zwölf und 24 Monaten besitzt Ihr Kind die Fähigkeit, einen Stift zu ergreifen und damit die unterschiedlichsten Spuren zu hinterlassen. Allerdings benutzt es dazu nicht zwangsläufig ein Papier. Tapeten oder Tischdecken gehören gleichermaßen zu den gefährdeten Untergründen.

Ihr Kind erzeugt mit dem Stift Bilder durch „Kritzeln“ aus dem Schultergelenk heraus. Hierbei entsteht ein Knäuel, das zu den Urformen des kindlichen Malens gehört. Den Zusammenhang zwischen den entstehenden Zeichnungen und den konkreten Bewegungen der Hand erkennt das Kind zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Dennoch besitzen die hinterlassenen Spuren des Stiftes eine faszinierende Wirkung.

Malen mit Stiften für Kinder

Unterstützen Sie die Malentwicklung Ihres Kindes zu dem frühen Zeitpunkt, indem Sie ihm verschiedenfarbige dicke Stifte in die Hand geben. Mit zunehmender Übung variiert Ihr Kind die Geschwindigkeit, den Druck und den Umfang der Bewegungen. Dadurch gewinnt es bei seinen ersten Mal-Versuchen an Sicherheit. Kinder ab einem Alter von zwei Jahren beginnen, Spiralen über das gesamte Blatt zu zeichnen. Hierbei handelt es sich um eine wichtige Phase in der Entwicklung: Die Spiralen bilden die Grundlage für das spätere Zeichnen von Kreisen.

Mit ungefähr drei bis vier Jahren zeichnen Kinder neben den Kreisen waagrechte oder senkrechte Linien. Infolgedessen malen sie erstmals die sogenannten „Kopffüßler“. Letztere bestehen aus einem Kreis mit Augen und Mund. Auf den Kopf folgen Beine und Arme in Strich-Form. Später beginnen Kinder, Bilder aus ihrer Umgebung und aus Situationen festzuhalten. Bei Kindern zwischen fünf und sechs Jahren kommen zusätzlich der Himmel und der Boden auf den Gemälden dazu.

 

Kinder zur Kreativität motivieren

Erkennen Sie bei Ihrem Kind die geschilderten Phasen, folgt die Mal-Entwicklung dem üblichen Prozess. In diesem Fall reicht es aus, Ihr Kind mit einfachen Tricks zum Malen zu motivieren. Stellen Sie ihm beispielsweise unterschiedliche Farben zur Verfügung. Neben dem Malen mit herkömmlichen Stiften bieten sich in dieser Hinsicht Fingerfarben, Kreide oder Wasserfarben an. Variieren Sie außerdem bei den zu bemalenden Untergründen.

Bei älteren Kindern bietet es sich an, Geschichten vorzulesen, welche Ihr Kind anschließend nachmalt. Üben Sie außerdem mit Ihrem Kind das Ausmalen von Umrissen. Zeichnen Sie Konturen vor und fordern Sie Ihr Kind auf, es mit bunten Farben zu füllen. Weisen darauf hin, die gegebenen Umrisse wenn möglich mit dem Stift nicht zu überschreiten.

Malen hilft Kindern sich auszudrücken

Das Malen hilft dem Kind, seine Eindrücke zu verarbeiten. Gleichzeitig fördert das regelmäßige Zeichnen die Fein-Motorik und die Koordination zwischen Auge und Hand. Loben Sie Ihr Kind, wenn es ein gemaltes Bild fertigstellt. Experten raten dazu, die Gemälde an den Wänden aufzuhängen. Dadurch erkennen Sie die Leistung Ihres Kindes an. Derartige positive Erlebnisse motivieren zu erneuten Versuchen und fördern die Mal-Entwicklung. Werfen Sie außerdem ältere Bilder nicht weg, sondern sammeln Sie diese in einer Mappe.

 

Bei rückständiger Entwicklung professionelle Hilfe aufsuchen

Jedes Kind durchläuft einen individuellen Prozess der Mal-Entwicklung. Zwischen einzelnen Kindern existieren mitunter deutliche Schwankungen. Kommen Sie dennoch zu der Ansicht, ihr Kind liege in seiner Entwicklung deutlich hinter Gleichaltrigen zurück, suchen Sie professionelle Hilfe auf. Eine Ergotherapie hilft, die Mal-Entwicklung auf eine professionelle Weise zu fördern.

Zusammengefasst empfiehlt es sich, früh die Mal-Entwicklung zu fördern, indem Sie Ihrem Kind ausreichend Spielraum zum Zeichnen geben. Motivieren Sie Ihr Kind, loben Sie nach erfolgreichen Versuchen und regen Sie es zu neuen Zeichnungen an. Derartige einfache Tricks fördern die Mal-Entwicklung.

 

Redaktion: M.Foerster,  A.Nilsson,

weiterführend:

http://das.kreative.haeuschen.over-blog.de/article-25085971.html

http://www.knetfeder.de/kkp/malen.html

http://www.hoppsala.de/index.php?menueID=21&contentID=122

 

 

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