„Papa, wo kommt die Liebe her?“

Stellt Dein Kind Dir diese Frage, spürt es vielleicht selbst die erste Verliebtheit. Es fragt sich, was es mit den „Schmetterlingen im Bauch“ auf sich hat. Jedoch entsteht die Liebe nicht im Bauch und nicht im Herz – sondern im Gehirn. Bei dem besonderen Gefühl handelt es sich um eine biochemische Reaktion im Hirn.

Das klingt unromantisch, aber dadurch kommt es zu dem für die Liebe typischen Gefühlsrausch. Erklärst Du Deinem Kind, dass die Liebe im Gehirn entsteht, zerstörst Du demnach nicht die Romantik.

Junge denkt nach
Wie Liebe und Vertrauen entsteht © BillionPhotos.com – Fotolia.com

 

Wie entsteht die Liebe?

Bei der Entstehung der Liebe gibt es ein bestimmtes Hormon. Es nennt sich Dopamin und fungiert als Glückshormon. Erkläre Deinem Sprössling, dass das Gehirn den Stoff freisetzt, wenn die erste Verliebtheit auftritt. Durch ihn kommt es zu den charakteristischen Anzeichen bei der Liebe:

  • dem Herzklopfen,
  • dem Glücksgefühl,
  • der Schlaflosigkeit,
  • dem fehlenden Appetit
  • und dem Tatendrang.

Neben einem Anstieg des Glückhormons steigt bei der Entstehung der Liebe der Testosteron-Spiegel an. Das geschieht bei Männern und Frauen. Die Folge erscheint in einem gesteigerten sexuellen Verlangen. Erklärst Du, wie die Liebe im Gehirn entsteht, erwähnst Du diesen Fakt ausschließlich, wenn sich Dein Nachwuchs im Teenager-Alter befindet. Bei jüngeren Kindern stellt sich die vermeintliche „Liebe“ als schlichte Verliebtheit heraus. Hierbei spielt der Testosteron-Spiegel keine Rolle.

Eine Studie der Universität Oldenburg belegt, dass sich spezielle Symptome bei der Liebe und der Verliebtheit ähneln. Dazu zählt beispielsweise das Bedürfnis, die Nähe der begehrten Person zu suchen. Liebende verspüren eine starke Sehnsucht nach dem Objekt ihrer Begierde. Der Grund hierfür besteht in dem Stoff Oxytocin. Dabei handelt es sich gleichzeitig um ein Hormon und um einen Botenstoff. Dessen Freisetzung im Gehirn bewirkt eine enge Verbundenheit mit der Person, der die Liebe gilt. Daher nennt sich das Oxytocin Bindungshormon.

 

Somit sorgen Dopamin, Testosteron und Oxytocin dafür, dass die Liebe im Gehirn entsteht. Die Emotion Verliebtheit in Kombination mit der körperlichen Nähe führt zu langfristigen Bindungen. Zudem gibt es weitere Hormone, die das Gefühl der Liebe verantworten.

 

Andere Liebeshormone im Gehirn

Bei Verliebten hörst Du in der Regel, „sie lebten von Luft und Liebe“. Das resultiert aus dem Umstand, dass Liebende weniger Appetit aufweisen und dessen ungeachtet voll Energie stecken. Fühlt Dein Kind das typische Kribbeln im Bauch und verspürt keinen Hunger, brauchst Du Dich nicht um eine bevorstehende Erkrankung zu sorgen. Stattdessen schüttet das Gehirn Deines Sprösslings eine hohe Menge an Phenyl-Ethylamin aus.

Dieses stammt aus der Rubrik der Amphetamine. Somit stellt es ein körpereigenes Rauschmittel dar. Es zügelt den Appetit und es sorgt zusammen mit Adrenalin für die überschüssige Energie, die den Verliebten gemein ist. Durch den aufputschenden Stoff kommt es zu dem starken Herzklopfen und der Schlaflosigkeit.

 

Der Zusammenhang von Liebe und Lernen

Ebenso wie das Dopamin sorgt das Adrenalin dafür, dass sich der Körper in Hochspannung befindet. Zudem entsteht die Liebe im Gehirn exakt in dem Abschnitt, der für das Lernen verantwortlich ist. Erklärst Du das Deinem Kind, schaut es zunächst ungläubig.

Schließlich erzeugt das Lernen für die Schule auch keinen Glücksrausch. Doch bei einem Lernprozess spielt die Neugier eine wichtige Rolle. Durch sie entsteht das kribbelnde Gefühl im ganzen Körper, das für Spannung sorgt. Neugier setzt im Hirn Adrenalin frei, erklärt der Ulmer Hirnforscher Manfred Spitzer.

 

Die Entstehung der Liebe zusammengefasst

Die Liebe im Hirn entsteht durch verschiedene Hormone. Dazu gehören beispielsweise das Glückshormon Dopamin sowie das körpereigene Aufputschmittel Adrenalin. Infolge der biochemischen Reaktionen gerät der Körper in einen Rauschzustand.

 

weiterführend:

http://www.fr-online.de/wissenschaft/kommandozentrale-gehirn-wo-die-liebe-wohnt,1472788,3190296.html

http://www.zeitzuleben.de/22977-aus-der-gehirnforschung-liebe-wie-geht-das/

http://www.lifeline.de/leben-und-familie/liebe-und-partnerschaft/sex-erotik/liebe-ist-mehr-als-ein-hormoncocktail-id35238.html

 

 

 

 

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